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Was ist da los? Wirbel um CFD-Broker Plus500 - Konten gesperrt, Aktie im Sturzflug

21.05.2015, 17:20  |  9092   |   |   

Der CFD-Broker Plus500 hat aktuell tausende Konten seiner Kunden gesperrt, angeblich wegen neuer Geldwäsche-Regularien. Doch die ersten Wetten gegen Plus500 laufen bereits.

Die bekannte Trading-Plattform Plus500 sorgt seit Tagen für Schlagzeilen. Wie am Montag bekannt wurde, sperrte der Broker die Konten vieler britischen Kunden aufgrund einer Datenüberprüfung im Rahmen von Geldwäsche-Regularien. Diese Nachricht versetzte die Börse in Aufruhr. Die im Londoner AIM notierte Aktie stürzte 37 Prozent in die Tiefe und musste auch in den Tagen darauf weitere teils herbe Verluste verkraften. Es war der größte Kurseinbruch für Plus500 seit ihrem Börsengang 2013.

Die Plus500-Aktie im Jahreschart

Angeblich sollen rund 55 Prozent der britischen Kunden-Accounts von der Sperrung betroffen sein. Als autorisierte Finanzinstitution habe Plus500 die Pflicht, die Auflagen der 2007 verabschiedeten UK-Geldwäsche-Regularien zu erfüllen, so der CFD-Broker in einer ersten Stellungaufnahme auf der Website. Weiter heißt es: „Wir haben keine andere Wahl als ihre Trade-Accounts zu sperren bis wir Ihre kompletten Daten und Informationen überprüft haben, die bislang bei uns hinterlegt sind.“ Während dieser Überprüfung können Kunden weder traden, noch Geld einbezahlen bzw. abheben.

Die Trading-Plattform Plus500 ermöglicht es Privatkunden mit sogenannten Differenzkontrakten, kurz CFD, auf Kursbewegungen zu spekulieren. Dabei können die Trader viel gewinnen, aber eben auch viel verlieren. CFDs gehören zur riskanten Gruppe der Derivate.

„Menschliche Fehler“ verzögern Datenüberprüfung

Kurze Zeit später veröffentlichte Plus500 eine weitere Stellungnahme, in der das Unternehmen erklärte, die Sperrung erfolge im Zuge einer Implementierung eines strengeren Geldwäsche-Überwachungsprozesses. Gegenüber dem „Business Insider“ hieß es von Seiten Plus500s, angeheuerte Compliance-Berater hätten im Februar eine solche Datenüberprüfung vorgeschlagen. Im Rahmen dieses Prozesses seien „menschliche Fehler“ entdeckt worden, aufgrund derer sich die Überprüfung verzögere. Gleichzeitig versicherte Plus500, man überprüfe hunderte Kundendaten pro Tag, sodass die Sperrung in einigen Fällen lediglich ein paar Tage, bei anderen ein paar Wochen andauere.

Doch so sehr sich die Trading-Plattform auch bemüht, die Kontensperrungen kleinzureden, viele Beobachter sind alarmiert und halten es für eine (verdächtig) drastische Maßnahme.

Short-Wetten gegen Plus500

Laut „Bloomberg“ sollen die ersten Anleger bereits mit Short-Positionen auf einen weiteren Kursverfall der Plus500-Aktie wetten, darunter Valiant Capital Management und Ennismore Fund Management. Sie gehen offenbar davon aus, dass die Sperrung, welche Erfahrungsberichten zufolge ohne Vorwarnung geschah, dem Image von Plus500 nachhaltig schaden könnte. „Wie viele Broker frieren die Konten ihrer Kunden ein & bleiben im Geschäft?“, twitterte Gotham City Research LLC. „Warum sollte ein Kunde bei einem solchen Broker bleiben, wenn er andere Optionen hat?“

Wie viele Kunden tatsächlich betroffen sind und wie lange die Überprüfung der fraglichen Kunden-Accounts dauern soll, ist nicht bekannt.

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Kommentare

ich bin auch betroffen. das war schon echt ärgerlich. bis dahin war praktisch alles bestens. die sperre meines CFD-kontos wurde schließlich am samstag aufgehoben.
hab mir am freitag die geschäftsberichte von plus500 genauer angesehen und festgestellt , daß sie nach dem 60%-sturz wirklich billig ist, und hab zu 2,50 GBP gekauft. >+20% heute.
Ich bin auch einer der betroffenen Daytrader. unvertändlich, da ich noch nie von solchen behördlichen Massnahmen gehört habe. Nun, zum Glück habe ich nicht mehr viel Geld auf dem Konto. Ich habe fast 2 Jahre mit Plus500 gearbeitet und nie Beanstandungen machen müssen. Die Kurse waren zu jeder Zeit korrekt, vergleichen kann das jeder mit anderen Echtzeit-Plattformen. Aber diese Story macht mich doch nachdenklich. Schade, von diesem Imageschaden wird sich Plus500 kaum erholen. Ob damit Betrugsabsichten verbunden sind, dass will ich nicht beurteilen. Dafür ist die Zeit der Sperrung und die Folgen zu kurz. Machen wir doch das, was ein guter Trader nie bei Verlust machen sollte ---> H O F F E N !!!
Ich muss ganz ehrlich sagen, mich wundert es nicht bzw. wundert nichts mehr bei diesem Broker. Es gibt Kursmanipulationsvorwürfe und jede Menge negative Statements zum Broker. Wie man es hier: https://responsive.broker-bewertungen.de/erfahrungsberichte/plus500 deutlich erkennen kann.
Ich war selber kurze Zeit Kunde dort bis auch mir die ersten Verdächtigen Dinge auffielen, es fängt an bei einer Kursschwankung die nur bei denen nicht zu sehen ist und hört auf bei Auszahlungsfehlern.
Ich war erst wirklich positiv überrascht von +500 aber nach ein paar Monaten, war diese Meinung hinfällig. Ich bin wirklich glücklich das ich mich noch Informiert hatte und dann das Konto still gelegt habe ich teile zu 100% die Ansichten von Gioa. Ich habe auch schon mehrfach Berichte gelesen, das plötzlich Kennwörter gesperrt sind, man keine Antwort bekommt und wenn eine Antwort erfolgt und das Konto wieder Freigegeben ist soll das Geld weg sein, das ist mal mehr als nur Dreist, ich wette die nächsten Klagen werden nicht lange auf sich warten lassen wie Gioa ja schon gesagt hat.

Daher würde ich sagen, verdient euch wenigstens noch ein wenig Geld beim Untergang der Firma ;)
Denn eins ist sicher die Kunden werden gehen und nicht nur die, die momentan von der Sperre betroffen sind!
Hätte mal jemand die Geschäftsberichte studiert..... hätte mal jemand echt die Zeit genommen und die AGB's analysiert, dann müsste man nicht fragen, was da denn los ist

Es ist wohl so, dass der ganze Scamladen auffliegt und sein gerechtes Ende nimmt. Wer Kunden derart hintergeht, dem Kunden alles Geld abzockt, gehört nicht an die Börse. Wie kann man nur einen solchen Betrug legal machen mit Lizenz - und die Aufsicht schaut zu?

Abwarten bis in den nächsten Tagen die ersten Betrugsklagen hinterlegt werden und damit der nächste Hammer kommt.

Geh short, verkauf, tu was immer - aber schick nie einen Cent an diese Firma

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