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Buffett liefert Aktien-Rallye bringt Buffett zum Jubeln

27.02.2017, 11:56  |  2487   |   |   

Die aktuelle US-Aktien-Rallye und ein gutes Gespür haben Warren Buffett zu blendenden Quartalszahlen verholfen. Der Gewinn der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway stieg in den letzten drei Monaten 2016 um 15 Prozent. Buffett nutzte die gute Nachricht, um das amerikanische System zu loben. 

Am 25. Februar 2017 legte die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway ihre Quartalszahlen vor. Der Konzerne landete 2016 auf Platz 1 der 25 größten US-Unternehmen und auf Platz 4 im globalen Vergleich - Forbes Global 2000 Ranking ("Forbes"). Im vierten Quartal konnte der Konzern einen Gewinnsprung von 15 Prozent vermelden. Dies lag vor allem daran, dass das Unternehmen nach der Trump-Wahl gut zwölf Milliarden Dollar zusätzlich in Aktien investiert hatte. Ein großer Wurf war die Investition in Apple-Aktien, siehe hier. Daneben hält Buffett auch Aktien von VISA und IBM. Ferner setzte der Starinvestor 2016 auf Aktien der großen Fluglinien: Delta Air Lines, United Airlines und Soutwest, sowie von Coca-Cola und Wells Fargo & Co ("Reuters"). Auch war Buffett in Kraft Heinz investiert und hält ein Viertel der Aktien. Der Kraft-Aktienkurs ging von 84.06 Dollar (Schlusskurs 4.11.2016) auf 94,87 Dollar (Schlusskurs 22.02.2016).

Die jüngste Aktien-Rallye bescherte Warren Buffett somit ein großes Plus - erstmals kletterte der Dow Jones auf über 20.000 Punkte. Bereits am Aktienkurs von Berkshire Hathaway (A) ließ sich die gute Unternehmensentwicklung erahnen. Immerhin stieg die Aktien auf ein neues 52-Wochen hoch von über 250.000 Dollar, siehe hier. Am 24.Februar 2017 lag der Schlusskurs noch bei 255.040 Dollar. 

Die zweite erfolgreiche Sparte war das Versicherungsgeschäft, denn der Gewinn stieg hier um sieben Prozent. 2016 hatte Berkshires Versicherungssparte so viel an Prämien eingenommen wie noch nie - 91,6 Milliarden Dollar ("Handelsblatt"). 

Daneben gab es auch negative Nachrichten, denn in anderen Geschäftsbereichen lief es weniger rosig. Beim Eisenbahnbetreiber BNSF, den Buffett 2009 für 44 Milliarden Dollar übernommen hatte, ging der Gewinn um acht Prozent zurück.

Vor und nach dem Wahljahr 2016 glaubt Warren Buffett an Amerika. In dem Jahresbrief an seine Aktionäre hob Buffett hervor, dass das Land Einfallsreichtum, ein Marktsystem und eine Flut an talentierten und ambitionierten Einwanderern mit der Hilfe von Gesetzen so kombiniert habe, dass die wirtschaftliche Entwicklung Amerikas die Vorstellungen der Vorfahren überträfe ("NewYorkTimes"). Dies ist eine Gegenrede zu Donald Trump, der die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheidungen der Vergangenheit als Fehler sieht. Vor allem die Betonung der wichtigen Rolle der Immigranten für die Wirtschaft Amerikas ist eine Breitseite gegen Trumps Marschrichtung.

   

 

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