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DAX-Chartanalyse: Seitwärts ist auch eine Richtung

DAX-Chartanalyse Seitwärts ist auch eine Richtung

Gastautor: Andreas Mueller
25.06.2017, 09:33  |  7207   |   |   

Ist die 13.000 schon vom Tisch? Folgende Chartanalyse versucht etwas Ordnung in die aktuellen Bewegungen des DAX zu bringen und Trigger für den Handel aufzuzeigen.

Es ist schon fast unheimlich, wenn man wieder im Rückblick auf die Vorwoche von einer „Nullnummer“ berichten muss. Gemeint ist dabei die Veränderung von DAX und Dow Jones im Wochenvergleich. Doch meine Schuld ist das nicht, sondern uns allen zuzuschreiben. Und da scheinen wohl einige unter uns zu wenig für eine starke Bewegung zu tun. Ironie beiseite. Da der Markt sicherlich aus mehr Teilnehmern als aus den Lesern hier besteht, blicke ich nun auf die Woche zurück und versuche, Anhaltspunkte für den Handel in der neuen Handelswoche zu erarbeiten.

 

Aufarbeitung der Vorwoche

 

Immerhin gab es zum Wochenstart eine erste starke Bewegung im DAX. Gleich am Montag startete er mit einem GAP sehr stark und näherte sich dem alten Allzeithoch (Beitrag dazu ->).

 

Im Gleichklang mit der Wall Street ging es weiter nach oben und ein neues Allzeithoch bei 12.913 Punkten war damit erreicht. Damit trat das bullische Szenario aus der Vorwochenanalyse (hier nachzulesen ->) mit diesen Worten „fast“ ein:

 

Mit einer Erholung der US-Technologiewerte und weiteren Aufschlägen im Dow Jones über 21.400 Punkten, was an der Wall Street neue Allzeithochs bedeuten würde, könnte der DAX somit erneut nachziehen. Wie am Mittwoch bis 13 Uhr gesehen, sind hier schnelle 150 Punkte Kursgewinn möglich und dann auch ein Angriff zur runden Marke von 13.000 Punkten.

 

 

Warum nur „fast“? Weil zwar das Allzeithoch am Dienstag noch einmal mit 12.951 Punkten leicht überboten wurde, jedoch die Kraft am Ende nicht bis zur 13.000 reichte.  Bereits am Dienstagmittag fiel der DAX merklich zurück und schloss auch das GAP vom Montag. Darauf wies ich hier hin, ebenso wie auf den sich abzeichnenden „Trendtag“:

(Diskussion zum Trendtag recht ausführlich ->)

 

Dieser führte den Markt am Dienstag zurück auf die 12.800 und radierte damit die Wochengewinne schnell wieder aus. Nachwirkungen entstanden noch einmal am Folgetag als es weitere 100 Punkte Abschlag zu verzeichnen gab.

 

Vermutlich klang dabei die Enttäuschung mit, die 13.000 doch nicht erreicht zu haben. Immerhin bot die 12.710 einen spannenden Bereich, den man dann auch wieder am Donnerstag gut handeln konnte. Denn der DAX pendelte sich zwischen 12.720 und 12.800 ein wenig ein:

(nachzulesen ->)

 

Erst am Freitag sah es kurzfristig nach einem weiteren Fall aus. Die Tiefs um 12.677 Punkte hielten jedoch und eine kleine Freitags-Rallye sorgte zumindest für die Eindämmung der Wochenverluste. So kam der DAX letztlich TROTZ neuer Allzeithochs mit einem kleinen Minus von 0,01 Prozent aus der Handelswoche. Zum Vergleich mit der andere Märkten: Der Dow Jones bewegte sich per Saldo noch weniger mit einem Miniplus von 0,05 Prozent und der EUROSTOXX verlor 0,01 Prozent. Allesamt Werte, die nicht weiter für Aufsehen sorgen.

 

Die großen Werte aus dem US-Technologiebereich stabilisierten sich jedoch und halfen dem Gesamtmarkt, etwaige Crash-Szenarien (wie hier von Jim Rogers skizziert ->) abzuwenden bzw. zumindest zu verschieben. Denn der Nasdaq konnte die Märkte mit einem Wochenplus von 2,14 Prozent  deutlich outperformen. Dabei entstand auch dieser neue beeindruckende Rekord bei Tesla, darüber berichtet die Redaktion HIER.

 

Doch zurück zum DAX, den ich nun genauer aus Sicht der Charttechnik analysiere.

 

DAX weiterhin im Wartemodus

 

Der Tageschart als Basis für große Entscheidungen unter den Marktteilnehmern ist trotz der Schwankungen innerhalb der Woche weiterhin bullisch. Eine grobe Aufwärtstendenz ist hier deutlich zu sehen und „überragt“ auch das „Frankreich-GAP“.

 

 

Am aktuellen Kurs deutet sich jedoch eine Abschwächung der Dynamik an. Hier macht sich die seit Wochen eingetretene Seitwärtsphase um den Bereich 12.720 bis 12.800 nun bemerkbar.

 

Genauer ist dieser im Stundenchart zu sehen. Dort zeichne ich erneut das Frankreich-GAP ein und verbinde die Tiefpunkte im Chartbild als Aufwärtstrend. Er war in der Vorwoche auch mein Trigger für ein größeres Short-Signal und wurde nicht erreicht.

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