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Erwartungen erfüllt Bank of England: Old Lady lässt Leitzins unangetastet - Pfund gibt deutlich nach

03.08.2017, 14:13  |  3262   |   |   

In England bleibt der Leitzins auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Vor der heutigen Zinsentscheidung hatten viele Experten die Bank of England gewarnt, dass das Wirtschaftswachstum zu gering sei, als das man den Leitzins erhöhen sollte. 

Die Bank of England hat bei ihrer heutigen Sitzung entschieden, dass der Leitzins weiterhin bei 0,25 Prozent bleibt. Das Rekordtief charakterisiert seit nunmehr zwölf Monaten die Geldpolitik auf der Insel. Es herrscht jedoch keine Einigkeit unter den Mitgliedern, denn zwei der acht Stimmberechtigten plädierten für eine Erhöhung. Nach der heutigen Entscheidung rechnet man damit, dass in einem Zeithorizont von drei Jahren der Leitzins auf 0,75 Prozent steigen wird, wie das Nachrichtenportal The Guardian berichtete.

Ebenso wie bei der EZB und Fed, hängt der Leitzins an mehreren Faktoren wie z. B. Inflation, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum. Im Mai lag die Inflation in Großbritannien bei 2,8 Prozent und einige Experten sagten voraus, dass im Herbst die 3-Prozent-Marke übertroffen werden könnte. Das Blatt wendete sich jedoch bereits einen Monat später, als die Inflation auf 2,6 Prozent zurückging. Positiv wird die Entwicklung der Beschäftigung bewertet, denn die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 4,5 Prozent. Sorgen bereitet den Experten der Anstieg der privaten Kredite, auf die ein höherer Leitzins negative Auswirkungen haben könnte. Die größte Unbekannte bildet das Wirtschaftswachstum. Im Mai hatte die Bank of England verkündet, dass sie 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent pro Quartal rechne. Somit lag die Jahreserwartung um 1,9 Prozent über den Ergebnissen des Vorjahres. Nachdem im ersten und zweiten Quartal nur ein Wachstum von 0,2 bzw. 0,3 Prozent erreicht wurde, senkte die Bank of England heute ihre Erwartungen auf 1,7 Prozent für 2017 und 1,6 Prozent für 2018.

Nach der Entscheidung der Bank of England fiel das Pfund deutlich, während es am Vormittag noch ein 11-Monats-Hoch erreicht hatte. 

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