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"Schurkenstaat" Österreich



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Meinung/Kommentar

Bevor sich jemand über den Thread-Titel aufregt:
"Schurkenstaat" Österreich ist ein Zitat aus dem österreichischen Nationalrat (1).
Der österreichische Nationalrat ist in etwa mit dem Deutschen Bundestag vergleichbar.

Es gibt Meldungen, dass sich in Österreich zunehmend unternehmensfeindliche Kulturen und Strömungen entwickeln, "die Unternehmen sind zu einem großen Teil im Investitionsstreik" (2). Es sind Anzeichen vorhanden für eklatante und rapide weiter wachsende strukturelle und institutionelle Defizite (2).

Eine deutliche Sprache spricht der ATX im Langfristchart: Seit seinem Hoch 2007 und dem nachfolgenden Absturz dümpelt der ATX vor sich hin. Andere Indices wie DAX, MDAX oder S&P500 haben bis heute die 2007er Hochs deutlich übertroffen.

Der ATX ist heute jedoch weit von seinen 2007er Hochs entfernt. Im Gegenteil kann man folgende Meinung vertreten: Aufgrund der Defizite in Österreich hat der ATX das Potential, dem griechischen Athex Composite (WKN A0C301) qualitativ nachzufolgen mit einem mittelfristigen Ziel im mittleren dreistelligen Bereich.

Ausgehend vom heutigen Stand (ATX 2233,66 am 6.6.2016 um 17:35h) könnten sich damit Short-Potenziale ergeben.

In diesem Thread sollen in erster Linie Fundamentaldaten und Informationen gesammelt werden, die PRO-ATX-Short sprechen.


Quellen:
(1) Elena Pramesberger: "Schurkenstaat": Glawischnig sorgt für Empörung, www.derstandard.at, 18.4.2016, abgerufen am 6.6.2016
(2) Mandl: "Nur die Unternehmen können Arbeitslosigkeit senken!, www.wko.at, 2.12.2015, abgerufen am 6.6.2016

Natürlich beinhaltet der Thread keine Anlageempfehlung. "Zur Sicherheit" wird auf den Disclaimer der Sparkasse Frankfurt verwiesen: https://www.frankfurter-sparkasse.de/privatkunden/wertpapier… Ebenso wird auf marktübliche "Save Harbor Statements" bzgl. "Forward Looking Statements" verwiesen.
Arbeitslosigkeit in Österreich
Auch im Mai 2016 ist die Arbeitslosigkeit in Österreich weiter gestiegen - auf 405470 Personen. "Dramatisch ist die Situation bei den Langzeitarbeitslosen, wo es im Jahresvergleich ein Plus von 87 Prozentpunkten gab" (1).

Über die Jahre steigt die Arbeitslosigkeit in Österreich scheinbar unaufhaltsam (1):
2011 287149
2012 301715
2013 330309
2014 370143
2015 395518
2016 405470 (Daten jeweils für Mai)
Der Trend in Österreich geht eindeutig in die falsche Richtung: +41,2% von 2011 bis 2016!

In der EU sinkt hingegen die Arbeitslosigkeit: "Im Euroraum verharrt die Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit 2011. Betrachtet man alle EU-Staaten, liegt die Zahl sogar so niedrig wie seit April 2009 nicht mehr" (2). Österreichs Nachbarland Tschechien hat aktuell mit 4,1% die geringste Arbeitslosenquote in der EU (6).

Der deutsche Arbeitsmarkt setzt noch einen drauf: "Wegen des Frühjahrsaufschwungs und der wiedererstarkten Konjunktur ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf den tiefsten Mai-Stand seit 25 Jahren gesunken" (3). "Gleichzeitig ist die Zahl der offenen Stellen auf einen Rekord gestiegen:" 655000 im Mai - höher als der bisherige Rekord im April 2007 (6).

In den USA ist die Arbeitslosigkeit im Mai 2016 auf den tiefsten Stand seit Mai 2007 gesunken (4).

Obwohl die Schweiz den "Währungsschock" (Entkoppelung des CHF vom EUR) zu verdauen hatte und immer noch hat, sinkt die Arbeitslosenquote in der Schweiz im April 2016 auf 3,5% (5).

Summa summarum stellt sich Österreich als jahrelang auffallender Underperformer dar in Sachen Arbeitslosigkeit.

Strukturelle und institutionelle Defizite köcheln in Österreich nicht mehr, sie brodeln.

Quellen:
(1) Arbeitslosigkeit steigt:405470 ohne Job, www.orf.at, 1.6.2016, abgerufen am 6.6.2016.
(2) EU: Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 2009, www.kleinezeitung.at, 31.5.2016, abgerufen am 6.6.2016.
(3) Rekord im Mai So wenig Arbeitslose wie seit 25 Jahren nicht mehr, www.berliner-zeitung.de, 31.5.2016, abgerufen am 6.6.2016
(4) USA: Arbeitslosenquote sinkt auf den tiefsten Stand seit 2007, www.finanzen.ch, 3.6.2016, abgerufen am 6.6.2016
(5) Nicole Rütti, Die Arbeitslosigkeit sinkt, www.nzz.ch, 10.5.2016, abgerufen am 6.6.2016
(6) Anja Ettel, Holger Zschäpitz: Das Wunder am Arbeitsmarkt gibt Rätsel auf, www.welt.de, 31.5.2016, abgerufen am 7.6.2016
Korruption - Erbe aus dem Balkan
Meinung/Kommentar

In Rumänien - nicht zu vergleichen mit Österreich, schon die Sprachen sind unterschiedlich - ist Korruption "Alltag auf allen Ebenen des Landes; Korruption und Amtsmissbrauch in Rumänien gelten als strukturelles Massenphänomen. Der Leiter einer EU-Studie spricht von einer "Kultur der Korruption", die tief in den moralischen, konzeptuellen und praktischen Einstellungen weiter Teile der rumänischen Bevölkerung verwurzelt sei und oft als normale Problemlösungsstrategie akzeptiert werde". (1)

"Es gibt und gab kein funktionierendes demokratisches Spiel der Kräfte. Jedes Mal [...] wenn eine Partei durch Wahlen, oder wie immer an die Macht gekommen ist, ist durchregiert worden. [...]. Bis in die Kreise und Bezirke sind dann die eigenen Gefolgsleute an die Macht gebracht worden, und zwar nicht, um politisch irgend etwas zu verändern, um ein neues, anderes, alternatives politisches Programm durchzusetzen, sondern um die eigene Klientel an den Pfründen zu beteiligen [...]." "Der Staat wird von der Politik als Beute angesehen. Wer die Macht hat, hat zugleich den Zugang zum Staatshaushalt. Den kann er dann mit seiner Klientel verprassen. [...]. Es ist eine korrupte Welt, wo es nur darum geht, sich den Zugang zu den öffentlichen Mitteln zu sichern". (1)

In Österreich spricht man von "Umfärbung", offen, ohne Zurückhaltung, von etwas Alltäglichem, das jeder "gelernte Österreicher" kennt: "Polen: Die Umfärbung der Medien beginnt". (2)

In etwas subtilerem Sprachgebrauch kolportieren österreichische Medien, dass im öffentlichen Dienst in Österreich "teure Doppelgleisigkeiten" und "hohe Kosten" abgebaut werden. (3) Der Austria-Speak in (3) ist lesenswert.

Die SPÖ stellt in der österreichischen Hauptstadt Wien seit 1945 durchgehend den Bürgermeister (4). "Aktueller Vorsitzender der SPÖ Wien ist seit 1994 Bürgermeister Michael Häupl" (4). In österreichischen Medien wird Häupl als SPÖ-"Grande" geführt, im Sinne eines SPÖ-"Oligarchen", der sowohl offen als auch im Hintergrund die Fäden zieht (5).

Für die Eigenwerbung der Stadt Wien ("Bürgerinformation") gäbe es den Presse- und Informationsdienst PID mit über 110 Mitarbeitern (6), "der an sich für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zuständig ist" (6). Tatsächlich wird ein externer Dienstleister beauftragt: "133 Mio. Euro werden für Bürgerinformation der Stadt Wien frei gegeben. Der Auftrag geht an den SP-nahen Bohmann Verlag" (6). "Eigentlich ist es eine Verlängerung des gut dotierten Vertrags für Bohmann, der mit den Stimmen von SPÖ und Grünen beschlossen wird. Denn ab 2006 flossen erstmals rund 115 Millionen Euro für einen bis Ende 2013 dauernden "Rahmenvertrag Stadtkommunikation" an einen externen Anbieter. Also an Bohmann ...". (6)


Arbeitslosenzahlen in Österreich? Betriebsansiedlungen? Klientel? Pfründe?


In Österreich werden klare Prioritäten gesetzt. Ganz offen, unverschleiert.



Quellen:
(1) "Korruption in Rumänien", www. wikipedia.org, abgerufen am 6.6.2016
(2) Paul Flückinger: "Polen: Die Umfärbung der Medien beginnt", www.diepresse.com, 6.1.2016, abgerufen am 6.6.2016
(3) Hanna Kordik: "Das tut Kärnten enorm weh", www.diepresse.com, 28.09.2015, abgerufen am 6.6.2015
(4) Wikipedia, Suche nach "SPÖ Wien", Eintrag abgerufen am 7.6.2016
(5) Entscheidung in der SPÖ, www.oe24.at, 4.5.2016, abgerufen am 7.6.2016
(6) Martin Stuhlpfarrer: Stadt Wien vergibt Auftrag: Millionen für Eigenwerbung, www.diepresse.com, 24.10.2013, abgerufen am 7.6.2016
Könnte es sein, daß in den genannten steigenden Arbeitslosenzahlen in Ösiland
ehrlicherweise Frühabseiler und Sozialmigranten eingerechnet sind?
In Schland sollen die immigrierenden Arbeitslosen bekanntlich für die Statistik
weg gelogen werden.


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