DAX+1,07 % EUR/USD0,00 % Gold+0,07 % Öl (Brent)+1,87 %

Insolvenz: Neubeginn von Arcandor? Leider (fast) ohne die Altaktionäre! - 500 Beiträge pro Seite


ISIN: DE0006275001 | WKN: 627500 | Symbol: ARO
0,0070
31.01.18
Tradegate
-53,33 %
-0,0080 EUR

Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Nachdem Hr. Eick schon erklärte, dass jedes Ende auch ein Anfang ist, erscheint ein neuer Thread für die Zeit nach Insolvenzanmeldung sinnvoll.

Ich konnte die Diskussion heute nicht nachlesen, ist zu viel.

Aber ein paar Grundsatzfragen: Arcandor hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung beantragt. Das ist ein Sonderfall, in dem der Insolvenzverwalter nur die Aufsicht führt, aber die Geschäftsleitung weiter handelt. Das ist normalerweise nicht so. Bei einem "normalen" Insolvenzverfahren übernimmt der IV alle Macht.

Allerdings: Arcandor hat das so beantragt - ob es so kommt, ist offen, das entscheiden das Gericht, der Insolvenzverwalter und die Gläubiger.

Ziel soll ein Insolvenzplanverfahren sein. Das bedarf der Genehmigung und die kann noch nicht erteilt worden sein! Bei Erfolg würde die Aufhebung der Insolvenz folgen. Aber Achtung: Planen kann man viel - ob es was wird, entscheiden die Gläubiger! Arcandor kann das nicht mehr entscheiden. Und die Gläubiger haben sich ja auch schon vor der Insolvenz stur gestellt. Bei der SCHNEIDER Technologies AG haben das Land Bayern und andere Gläubiger am Ende den Insolvenzplan verhindert um ein Überleben der Firma zu verhindern - obwohl es für sie finanziell besser gewesen wäre, nach allem was bekannt ist! Es geht auch dabei (für Außenstehende) nicht immer rational zu!

Basis des Insolvenzplanes ist die Frage, wie viel Geld die Gläubiger wie (bar, Aktien usw.) bekommen. Wenn es nicht um die Vertuschung von gewissen Sachen gehen sollte, wie anscheinend bei der SCHNEIDER AG, gilt grob die Regel: Umso mehr Geld die Gläubiger bekommen, desto eher ist die Annahmewahrscheinlichkeit. Im Umkehrschluss: Umso schlechter für die Aktionäre!

Es könnte auf einen Kompromiss hinauslaufen: Arcandor erhält neue Kredite, dafür erhalten die Gläubiger Anteile am Unternehmen. Folge: Die Aktien werden drastisch entwertet! Das ist kaum zu verhindern! Zudem dürfte ein neuer Investor Eigenkapital einbringen müssen, ebenfalls im Verhältnis für die Aktionäre sehr ungünstig.

Übrigens: So bekommt man die Kleinaktionäre aus der Firma. Z. B. könnte SO eine KE machen, Basis 10 Cent je Aktie (umgerechnet, nach Kapitalschnitt und was es alles sonst noch so gibt). Damit könnte ein Investor, z. B. auch SO und Schickedanz, elegant 90 % der Firma übernehmen. Achtung: Aktiengesetze gelten nur noch eingeschränkt (z. B. bzgl. Bezugsrecht, Mindestpreis usw.): Es gilt jetzt das Insolvenzrecht!

Ohne Übertreibung könnten die BISHERIGEN Aktionäre - sollte eine Sanierung gelingen - nur noch 1/10 der späteren Aktien halten. Damit dürften die Aktien auch nur noch 1/10 so viel wert sein. In Anbetracht dessen erscheint der derzeitige Kurs von ca. 0,50 Euro drastisch zu hoch. Da es ja zudem zu einer Zusammenschrumpfung kommen sollte, dürfte die Perspektive auch schlechter sein!

Ein Insolvenzverfahren hat aber den Vorteil, das Metro jetzt mehr wird zahlen müssen, da sonst bei “Unterwertverkauf“ die Gläubiger benachteiligt würden. Das ist strafbar und riskiert keiner.

Ein ähnliches Verfahren wurde bei der SCHNEIDER AG versucht: Gescheitert an den Gläubigern - das kann auch bei Arcandor so kommen! Sie haben ja auch die Sanierung verhindert!, Bei SCHNEIDER ist die Aktie inzwischen mit ca. 0,02 Euro wertlos.

Erfolgreich wurde die Insolvenz bei Herlitz aufgehoben. Leider nicht für die Aktionäre. Die Aktie ist seit Jahren am Boden - und wird dort wohl auch nie wieder weg kommen. Das liegt daran, dass es über diverse Maßnahmen der Anteil der Altaktionäre unbedeutend wurde - die Aktien wurden einfach vervielfacht!



Das gleiche dürfte Arcandor-Aktionären blühen! Wer jetzt über 10 Cent (!) kauft, hat vermutlich keine Ahnung vom Ablauf eines Insolvenzverfahrens und der Beteiligung der Aktionäre. Auch Schickedanz hat nichts mehr zu sagen!

Grundregel: Aktionäre haben keinerlei Rechte. Alles Geld ist für die Gläubiger dar. Die brauchen die Aktionäre auch gar nicht! Ein Insolvenzplan könnte auch neue (!) Aktien ausgeben, (fast) ausschließlich an die Gläubiger. Arcandor wäre mit neuen Eigentümern zurück. Die bisherigen schauen in die Röhre! Es ist ausgeschlossen, dass für die Aktionäre noch viel übrig bleibt. Sie haben auch keine Stimme. Jetzt diktieren die Vermieter, Banken, Zulieferer, Sozialversicherungen, Pensionskassen und die sonstigen Gläubiger alles! Logisch, dass diese alles für sich haben wollen und den Aktionären allenfalls eine Minimalbeteiligung lassen. Wenn überhaupt.

Auch jeder neue Eigenkapitalgeber wird so viel Anteil an der Firma als möglich haben wollen. Warum sollte er Rücksicht auf die Aktionäre nehmen?

Fazit: Arcandor hat eine (geringe) Chance auf eine Zukunft. Die Altaktionäre haben weder eine Chance noch eine Zukunft bei Arcandor!

Es gibt einen Looser, der bei Insolvenzen IMMER feststeht: Die Aktionäre!
Gutes Posting, da ist fast nichts mehr dazu zu sagen. Ich würde allerdings sogar von einer Liquidation ausgehen, nicht von einer Fortführung. Das Geschäftsmodell scheint unhaltbar.

Trotzdem müsste man Dein Posting zur Pflichtlektüre für all die Leute machen, die in den nächsten Tagen Arcandor kaufen, und sich danach für den großen Kaufhausunternehmer halten.

Und glaub mir, diese Leute werden kommen. Das Unternehmen ist sehr bekannt, und deswegen wird der Kurs dieser Aktie nie auf ein "faires" Niveau fallen, bei dem die minimalen Chancen auf verwässerte Fortführung das Risiko des Totalverlusts aufwiegt.

Ein solches Niveau wär höchstens eine MK von 10-20 Millionen...

Bekannte Unternehmen notieren wegen der Kleindummzockern jedoch in den Wochen und Monaten nach ihrer Insolvenz erheblichst höher. GM ist ein aktuelles Beispiel.

Herlitz ist wirklich ein gutes Beispiel -- das ist eines der ganz ganz wenigen Unternehmen, wo die Altaktionäre in extrem reduziertem Umfang weiter teilnehmen durften. Auf eine Herlitz kommen in Deutschland hunderte börsenotierte Insolvenzfälle, wo die Aktien wertlos werden. Der Chart spricht Bände: auch in diesem einmalig günstigen Fall waren sie fast immer zu teuer...

Das einzige andere Beispiel was mir noch einfällt ist Senator Entertainment. Auch hier durften die Aktionäre nach einem Kapitalschnitt drinbleiben:



Da wo das "S" für "Split" in dem Chart ist, fand der Kapitalschnitt statt, und das Unternehmen war saniert. Der optimale Fall für Insolvenzaktionäre. Das Resultat ist auch hier äußerst ernüchternd...
Tagchen -Respekt :cool:

Konträr zu deiner etwas sturen Naivität und Gutgläubigkeit vor ein paar Wochen, dürfte dein Einstieg hier mit das Beste sein was seit Wochen hier gepostet wurde:)
Ah Pfandi, wenns morgen runtergeht werd ich mir mal welche holen.
Du empfiehlst ja wieder wärmstens.
Dumm wie Stroh und Geld wie Heu, natürlich wieder all in, auch Haus und Hof verzocken!:laugh:
Allen, die jetzt noch träumen, seien folgende Fragen zum Nachdenken empfohlen:

In welchem der tausenden Berichte von heute wurden sich Gedanken über die Zukunft der Aktionäre gemacht?

Haben Hr. Eick oder der neue Generalbevollmächtigte oder der IV die Aktionäre in ihren Ansprachen erwähnt?


Wer diese Fragen für sich objektiv beantwortet (Antwort: niemand interessiert sich noch für die Altaktionäre) sollte dann auch daraus Konsequenzen ziehen, in welcher Weise die Aktionäre in Zukunft noch eine Rolle spielen: Keine!

Am 18. Juni wird auch höchstwahrscheinlich nicht mehr der Halbjahresbericht veröffentlicht! Auskunftsberechtigt sind nur noch anerkannte (!) Gläubiger. Eventl. erfolgt eine Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger.

Die einzige Chance für Altaktionäre noch beteiligt zu bleiben, wäre, wenn der Insolvenzplan eine KE mit Bezugsrecht vorsieht (war bei SCHHNEIDER so (wurde jedoch verhindert durch die Gläubiger, darunter das Land Bayern), weil der IV keine anderen Investoren gefunden hat :cry: ). Aber auch dann müsste man massiv investieren - in eine Rumpffirma ohne einen höheren Anteil zu erhalten.
das posting erinnert mich an General Motors da hat auch jeder gesagt die sind wertlos und wo stehehn die jetzt:_(((
heute und morgen gehen die fonds raus da sie keinen ehemaligen oder jetzt noch mdaxtitel im depot habe dürfen/wollen kleine wette diese oder nächste woche nochmal über 1 euro
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.358.012 von tagchen am 09.06.09 22:02:22Tagchen lebt noch!:)
Sag bloss, Du bist bei Arcandor auch investiert gewesen, nach Schneider??:confused:
Viele Grüsse
Was ist denn mit der Sparte Thomas Cook???

Für die wurde keine Insolvenz angemeldet.
wie es kommt, so soll es sein...aber momentan ist alles offen.
1 € werden wir mit sicherheit noch wiedersehen, sei es nur resultierend aus zockerei:D
:D:D: hier kommt noch eine MEGA-Überraschung auf uns zu ....kurstechnisch......denke dass kurse zwischen 1,2 und 1,8 leicht und schnell möglich sind !!! bin seit 0,72 cent dabei und werde mit sicherheit halten........bin bei GM leider zu früh raus.....diesmal nicht !!! :cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.359.214 von bettelmann1 am 10.06.09 07:18:24Also versuche ich es nochmal mit meiner Frage:

Weiss jemand, was mit Thomas Cook wird? Für diese Sparte wurde keine Insolvenz angemeldet.

oder sind hier nur noch Zocker unterwegs, die blindlinks alles kaufen, was stark gefallen ist :eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.359.235 von jaguar1803 am 10.06.09 07:32:33na dann biste ja erst mal im minus. Ist das nicht Wwunschdenken.......1,80: look:?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.359.280 von bettelmann1 am 10.06.09 07:46:34Thomas Cook ist operativ vollkommen unabhängig unterwegs. Da läuft business as usual.

Die werden halt irgendwann in den nächsten Monaten einen neuen Hauptaktionär bekommen. That's all.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.358.012 von tagchen am 09.06.09 22:02:22Tagchen, endlich mal ein realistisches Posting von Dir!

Summary:

Stay short, stay lucky!

Stahlhelm
:cool::cool::cool:
hir wird das gleiche spiel wie gestern laufen..

vermute, der kurs geht erst 10% hoch, und faellt spaeter 30%

optimaler einstieg 0,35 - 0,40 meine meinung nach..:D
Ich bleibe dabei, wer hier zocken will sollte es erst bei 0,10 oder tiefer versuchen. Alles andere bringt ist Kamikaze. Wird heute mit Sicherheit weiter runter gehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.359.436 von mosbach am 10.06.09 08:27:30Ich glaub nicht, dass sie in der nächsten Zeit unter 0,10 gehen. Ist immer dasselbe. Solange sie in den Nachrichten vorkommen, gibt es Leute, die kaufen ohne nachzudenken, und eben diese halten den Kurs artifiziell hoch.

Unter 0,10 wird's erst fallen wenn die Leute schon nicht mehr wissen was Arcandor war. Und dann willst sie auch unter 0,10 nicht mehr...

Insolvenzaktien sind stets überbewertet, weil es mehr Leute als bei normalen Aktien gibt, die auch zu überbewerteten Kursen munter kaufen.
gm
wenn ich die von dgb schon wieder höre das der staat helfen soll haa... das wären die ersten gewesen die vor einem jahr bei solchen aktionen auf die bäume gestiegen wären

arcandor hätte schon längst insolvenz anmelden muss...immer neue kredite un kredite nur damit der vorstand nen neues haus auf malle bekommt...weg mit dem mist... un noch viel wichtiger: privathaftung für vorstände....
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.359.624 von Pfandbrief am 10.06.09 09:01:55sehe ich auch so 10ct kann noch Monate dauern, aber unter 50ct dürfte schnell kommen, bei 230Mio shares ist die MK derzeit noch sehr hoch interessiert akt. aber noch nicht.
Erfahrene trader können hier weiter gut Kasse machen, egal ob der Kurs teuer erscheint oder nicht.
BILD: Schickedanz selbst geht laut Ehemann (!) von TOTALVERLUST aus. Ist eventl. auf das Vermögen Ihres Mannes angewiesen. Es droht ihr offensichtlich sogar die private Insolvenz.

Jetzt ist klar: Wenn Schickedanz pleite ist und nichts mehr erwartet als Aktionärin, sind die anderen Aktien auch wertlos...



"KarstadtQuelle-Drama Hat Ihre Frau das Schickedanz-Erbe verzockt?
BILD am SONNTAG sprach mit Leo Herl, dem Ehemann von Grossaktionärin Madeleine Schickedanz und Aufsichtsratsmitglied von Karstadt-Mutter Arcandor
...
Das gesamte Vermögen meiner Frau steckt in dem Aktienpaket.
...
HERL: Meine Frau macht sich Sorgen, dass sie möglicherweise alles verlieren könnte, was ihre Eltern in harter Arbeit aufgebaut haben.
...
"HERL: Dann müssen wir rechnen. Für „ehemalige Milliardärinnen“ gibt es kein soziales Netz oder eine Rente. Meine Frau hat ihren Ehemann und die Kinder, die sie unterstützen. Bei uns herrscht Gütertrennung, weil ich bei der Heirat nichts vom Geld meiner Frau wollte. Umgekehrt ist das aus heutiger Sicht eine gute Entscheidung gewesen..."


Quelle:http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/06/14/madele…

Der letzte Satz ist eindeutig: Schickedanz geht sogar von privater Insolvenz aus.

Und ihr meint, bei der Firma ist noch eine MK von derzeit fast 200 Mio. Euro richtig. :laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:

Und wenn der Mann meint, der Aufsichtsrat wolle mit dem IV sprechen. Das kenne ich von SCHNEIDER. Der hört sich das an, geht raus und lacht sich fast Tod. Niemanden interessiert noch der AR von Arcandor! Jedenfalls niemanden, der etwas zu entscheiden hat. Und wenn der dann von den armen Aktionären wie Frau Schickedanz spricht, wird er mal darauf hinweisen, das er nur den Gläubigern verpflichtet ist und das Schickedanz nichts mehr zu erwarten hat. Natürlich wollen Aktionäre immer Anteile behalten - bekomme sie in der Praxis jedoch nie, oder nur minimale...
Die Schickedanz dürfte wirklich nichts mehr haben, das glaube ich ihr. (Wobei "nichts" bedeutet: nicht genug, um jetzt noch zur Sanierung beitragen zu können; verhungern wird sie nicht). Sie hat sich schon beim ersten Aufflammen der Krise 2004 wirklich für das Unternehmen engagiert, die KE damals bei 5,75 voll gezeichnet, usw. Eigentlich vorbildlich, deswegen war das Gerede von Seiten der SPD, dass sie nicht genug täte, eigentlich unfair...sie konnte es nicht mehr.

Bei Sal. Oppenheim mag es anders sein. Aber die sind ja, wenn ich mich recht erinnere, schon nicht ganz freiwillig eingestiegen in den Laden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.388.012 von tagchen am 14.06.09 01:22:52ich frage mich immer wieder warum sich Leute wie du so auffallend viel Mühe machen anderen zu einzureden, daß sie total wertlose Aktien besitzen.
Wärst du selbst in ARO investiert würdest du nicht stundenlang an einem solchen negativen posting arbeiten. Und andere davon abhalten hier ihre Kohle zu versenken - so viel Edelmut traue ich dir nicht zu.

Bleibt also wie immer nur ein Schluss - du willst bashen und am Montag unten billig einsammeln wie man das bei Inso-Buden eben so macht.
Ob du dich da bei ARO nicht überschätzt?
:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.388.892 von Effektentiger am 14.06.09 14:25:33Wenn du den "großen" Aro-Thread in den letzten Monaten verfolgt hättest, wüsstest du dass "tagchen" einer der überzeugtesten ARO-Anhänger war. Ich hab mich dort mit ihm monatelang sehr kontrovers "gezankt". Ihm vorzuwerfen er würde ARO schlecht reden ist blanker Unsinn.

Die Situation bei ARO ist folgende:

Die Aktionäre haben ein Ticket für einen Zug gelöst, der unweigerlich auf einen Abgrund zurast. Keiner weiss so ganz genau wie lange die Fahrt noch dauert. Vielleicht 3 Tage, vielleicht 3 Wochen.

Dummerweise sehen die Beförderungsbedingungen dieses "ARO-INSO-EXPRESS" vor, dass man nur dann während der Fahrt abspringen darf, wenn man seinen Sitzplatz an jemand anderen verkaufen kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.388.892 von Effektentiger am 14.06.09 14:25:33danke für die konkreten Zeilen, ich bin der gleichen Meinung. Hier haben sich die Basher gefunden und schreiben sich die Finger Wund.

Das sie nicht investiert sind, spricht aus jedem Wort das sie Schreiben:mad:
Schon wieder zwei, die nicht die Aktie hinterfragen die sie im Depot haben, sondern die Motive jener, die diese Aktie negativ bewerten.

Es gibt keine jämmerlichere Argumentationsstrategie als diese.

"mfierke" und "Effektentiger": Was würde es an den Argumenten eines Udo-K oder tagchen ändern, wenn sie short wären, oder "darauf warten billig einsteigen zu können"? Wären die Argumente deswegen falsch? Müsste man sie deswegen nicht prüfen, und ggf. widerlegen?

Aber das könnt ihr halt nicht. Daher dieses Ausweichmanöver. Drüben im GM Thread erleb' ich genau dasselbe von anderen im Argumentationsnotstand befindlichen Pushern. Jämmerlich seid Ihr.

Zweitens: Wie würde eigentlich ein Börsenboard aussehen, gäbe es nur Leute wie Euch? Wie würde ein Börsenboard aussehen, wäre es nur "erlaubt", zu posten wenn man long ist?

Vollkommen überflüssig wäre so ein Board.

Gerade weil es sich für kompetente Beobachter nicht lohnt, sich mit Leuten wie Euch auf Diskussionen einzulassen, sieht man Leute wie Udo-K oder tagchen so selten. Das ist die Ausnahme, nicht die Regel. Die Regel ist, dass es bei Loseraktien auf w:o ellenlange Threads gibt, bei denen man eine Art Sektenbildung bei den Investierten beobachten kann, die völlig ungestört ständig neue, idiotische Ergüsse hervorbringt. Auch wenn die Aktien auf 0,00x angelangt ist, sind diese Leute noch da und loben ihren Depotbestand.

Lässt sich dann jemand wie Udo-K, der ganz offensichtlich einiges von der Sache versteht, dazu herab, Euch die Wahrheit zu präsentieren, erntet er mitnichten den Dank den er sich für seine unbezahlte Tätigkeit verdienen würde. Im Gegenteil, dumme Sprüche sind es, die da kommen. Absolute und völlig verfestigte Lernresistenz, das ist was einem begegnet. Wieder und wieder.

Es sollte eine Reifeprüfung für Depotinhaber geben. Ebenso für Boarddiskussionsteilnehmer.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.001 von Pfandbrief am 14.06.09 15:02:35habe dich bislang für einen vernünftigen und kompetenten user hier gehalten und hoffe daher daß du mich lediglich missverstanden hast.
Es würde mich wundern wenn du nun allein solche postings wie das untenstehende von user "tagchen" für sinnvoll und wahrhaftig halten solltest.

Allein schon die spektakuläre Aufmachung im Stil von BILD hat mich genervt und ist daher nichts weiter als ein Indiz für billige Panikmache die keinem hilft.

Mein Kernsatz war der:

Ob du dich da bei ARO nicht überschätzt?

weil man bei ARO mit pushen und bashen den Kurs nicht bewegen kann und ein solcher Versuch nichts weiter als Naivität beweist.


Ich mag weder pusher noch basher weil beide Typen versuchen mit verachtenswerten Mitteln andere zu unüberlegten Handlungen zu verleiten um selbst Vorteile daraus zu ziehen. Man kann an der Börse auch Geld verdienen wenn man fair bleibt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.388.012 von tagchen am 14.06.09 01:22:52Wenn Frau Schickedanz Ihre Investition nicht rechtzeitig mit puts abgesichert hat, hat sie selbst Schuld. Zur Not wird sie wohl auch Harz IV beantragen können, nachdem alle Vermögenswerte veräußert worden sind.

Ich vermute aber eher, dass Arcandor einige der guten Sahnestückchen verkaufen wird und dann "klein" wieder anfängt.

Neben den zu hohen Karstadt-Mieten und dem hoffnungslosem Geschäftsmodell von Quelle [z.B. viel zu große Preisaufschläge für größere Größen] gibt es bei Arcandor auch noch Neckermann, MyBy, Thomas Cook. Die KarstadtQuelle Bank ging im Januar zu 100% an Arcandor (http://www.arcandor.com/de/presse/6329.asp) und dann wäre da noch die Versicherungssparte.

Vielleicht ist es ganz gut, wenn die Kaufhäuser und der Versand weggehen an jemand der sich damit auskennt.

Es gibt andere Firmen die Gewinn machen, obwohl sie nur eine Versicherung oder nur eine Bank sind...

Bin zwar momentan nicht investiert (aber jemand aus der Familie), weiss aber nicht, warum die Aktie von Arcandor wertlos sein sollte bzw. die Insolvenz nicht abgewendet werden kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.388.919 von Udo-K am 14.06.09 14:34:19Dummerweise sehen die Beförderungsbedingungen dieses "ARO-INSO-EXPRESS" vor, dass man nur dann während der Fahrt abspringen darf, wenn man seinen Sitzplatz an jemand anderen verkaufen kann.

So ist Börse nun mal, sie lebt vom "Tickethandel" und es wird auch bei ARO noch viele Tickets geben die den Besitzer mit Gewinn oder Verlust wechseln.

Am posting des users "tagchen" ist u. a. zu kritisieren, daß er das Leid der Madeleine Schickedanz dazu verwendet um den Investierten an einem abstrusen Beispiel glaubhaft zumachen daß die Aktie bereits jetzt wertlos ist. Genau das ist jedoch noch nicht bewiesen wie ich - nach lesen der akt. Infos von diesem WE - meine.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.061 von tflores am 14.06.09 15:26:01gibt es bei Arcandor auch noch Neckermann, MyBy, Thomas Cook.

Soweit ich weiss, gehört Neckermann nicht mehr zu ARO. Hat TM schon in 2007 an Sun Capital Partners verkauft.

Und zu Thomas Cook, das aktuell in den diversen Zeitunsgberichten immer als "Perle" tituliert wird.

TCG hat in 2008 ausweislich der TCG-Bilanz gerade mal 44 Mio. Pfund Gewinn erwirtschaftet. Davon entfielen 53 %, also ca. 27 Mio. € auf Arcandor. Hätte man sich rechtzeitig von dem TCG-Anteil getrennt, hätte man ca. 90 Mio. € an Zinsen einsparen könnnen, unter Strich also 63 Mio. € weniger Verlust "erwirtschaftet".

Für das laufende Geschäftjahr liegt TCG ausweislich der HJ-Bilanz zum 31.03.2009 mit einem Nettoverlust von 207 Mio. Pfund (VJ - 176 Mio. Pfd.) schlecht im Rennen. Natürlich kommt jetzt das im Reisegschäft wichtige Sommer-Halbjahr, trotzdem steht zu befürchten, dass TCG in 2009 rote Zahlen schreiben wird.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.388.932 von mfierke am 14.06.09 14:39:22Sorry!
Aber Du solltest doch Tagchen aus Schneider kennen oder??
War investiert und hat trotzdem immer die Basher gekämpft!
Tagchen ist eine ehrliche Haut, glaube mir! Eine seltene Ausnahme bei WO!
Glaube mir, Tagchen ist alles, aber gewiss kein Basher!
Aber, bitte, wenn Du meinst!
Arcandor ist ein Zock, sonst nix! Aber ein ganz gefährlicher Zock!
Schönen Sonntag!:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.061 von tflores am 14.06.09 15:26:01Middelhoff hat alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest war. Neckermann ist zu 51 %, verkauft (und wurde für umsonst abgegeben), die Versicherungen zu 100 % verkauft, myby.de ist schon offline und ja nun wirklich nichts tolles.

Arcandor hat Karstadt, Primodo und 53 % von TC. Das alles hat mit 1 bis 1,5 Mrd. Euro einen nicht zu verachtenden Wert - der leider nur drastisch unter den Schulden liegt: 2,6 Mrd. plus Pensionsverpflichtungen von ca. 4 Mrd. Euro, 100+X Mio. alle Kosten für das Insolvenzverfahren usw. Den Schulden steht somit nur ein Bruchteil von 10 bis 30% an Vermögen gegenüber. Wäre es anders, hätte es keine Insolvenz gegeben, da Arcandor dann noch kreditwürdig gewesen wäre.

Die Insolvenz konnte nicht abgewendet werden, weil die Banken überall Pfandrechte dran hatten und Arcandor somit keine Sicherheiten mehr für neue Kredite stellen konnte.

Es ist durchaus möglich, das Arcandor weiter besteht. Allerdings NUR, wenn Metro, Rewe, Otto & Co. ein wirtschaftlich weniger interessantes Angebot abgeben für die Gläubiger, als wenn die Firma fortgeführt wird. Im Gegenzug zu ihrer Zustimmung (die Aktionäre und der AR/Vorstand haben derzeit nichts mehr zu melden) werden die Gläubiger nahezu lalle Anteile an Arcandor verlangen. Das geht i. W. über eine verzehn- oder verhundertfachung der Aktienanzahl, da man die Aktien den anderen Aktionären nicht wegnehmen kann und so die Gründung einer ganz neuen AG umgeht. Wa si. Ü. auch möglich ist. Alles Vermögen wird an eine "Arcandor2 AG" übertragen, die Anteile an die Gläubiger verteilt. Im ersten Falle haben die Altaktionäre fast nichts mehr, im zweigen gar nichts mehr. Die Entwertung der bestehenden Aktien war bei herlitz so, wie auch bei allen anderen mir bekannten Insolvenzen. Selbst bei GM übernehmen der Staat und die Gewerkschaften fast alle Aktien, den bisherigen bleibt nur ein Anteil von 10 % (oder ähnlich, habe es nicht im Detail verfolgt). Nur: Was haben die Altaktionäre dann noch davon?

Auch wenn Zocker mal schnell 100 % (vom absoluten Tief aus gesehen) machen konnten, die Wirklichkeit bei GM sieht doch so aus:



Und das gleicht dem Verlauf von Herlitz.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.061 von tflores am 14.06.09 15:26:01und dann wäre da noch die Versicherungssparte.

PS:

Die ist auch schon längst an die ERGO-Gruppe (Tochter der Münchner Rück.) verkauft worden.
Warum werden folgende Zeilen aus dem Interwiev mit dem Ehemann der Schikedanz nicht mitzitiert:

Die Familie wolle nicht, "dass der Konzern zerschlagen oder verramscht wird", sagte Herl. Schickedanz werde ihr Aktienpaket nicht verkaufen. "Wir bleiben an Bord, die Kurse werden steigen."
Ich würde gerne die Diskussion versachlichen und auf die momentane Informationslage fokussieren. Nach vorliegenden Informationen ist Eicks Rettungsplan Grundlage der Sanierung. Ob dieses Konzept umgesetzt werden kann, ist natürlich fraglich und hängt von den Banken ab. Wie sich diese verhalten, kann aber von uns sicher niemand sagen. Welche Chancen seht ihr in diesem Konzept? Welche Risiken bestehen? Ist das nur das übliche Gerede vor einer Zerschlagung, oder sieht der Insolvenzverwalter eine realistische Möglichkeit Arcandor zu erhalten? Was meint ihr?

dpa 12.06.2009 20:33
Presse: Arcandor-Rettungsplan vom April Grundlage für Sanierung

Bei der Rettung des insolventen Handels- und Touristikkonzerns Arcandor <ARO.ETR> stützen sich Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und der Generalbevollmächtigte Horst Piepenburg laut einem Pressebericht auf das bereits im April von Vorstandschef Karl-Gerhard Eick vorgestellte Sanierungsprogramm. Eick habe das Konzept gemeinsam mit Piepenburg erarbeitet, berichtet "Euro am Sonntag" in der aktuellen Ausgabe.

Der Plan sah vor, dass sich der Konzern auf die profitablen Kernbereiche von Primondo und Karstadt konzentriert und den Wachstumskurs der Reisetochter Thomas Cook <TCG.FSE> <TCG.ISE> als Teil des Gesamtkonzerns fortsetzt. Im Warenhausbereich wollte man sich auf das mittlere Preissegment konzentrieren und sich von Edeladressen wie KaDeWe (Berlin), Alsterhaus (Hamburg) und Oberpollinger (München) trennen. Außerdem sollten Standorte geschlossen und in der Versandhandelssparte Primondo (Quelle) Stellen abgebaut werden. Ein gemeinsamer Einkauf von Versandhandel und Warenhäusern sollte zu Einsparungen von mehreren Hundert Millionen Euro pro Jahr führen.
Hoffentlich geht es ab morgen nur in einem Thread weiter.
Ist echt nervig :keks:
Alle Währungsangaben in EURO, soweit nicht anders angegeben

Name:ARCANDOR AG
BID:0.83
ASK:0.90
Tendenz:
Change:0.11
Change %:14.57%
Kurs von 2009-06-14 17:10:41


:look::look::look::look::look::look:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.221 von janosch2211 am 14.06.09 16:21:03Die selbe Antwort auch hier...

Vielleicht wäre es eine Möglichkeit diesen Thread für eine sachliche Diskussion zu benützen und Einzeiler - und Kurs hoch Kurs runter bald kommt der Euro:lick::lick::lick: übermorgen sehen wir die 30 Cent:eek::eek::eek: im Kusziel 1,00 Thread zu posten - was meint ihr?


Hallo janosch,

in Zeitungsberichten war zulesen, das der Sanierungsplan auf Annahmen beruht die ambitioniert erscheinen - Bspw. stabiler Umsatz.

Die Mitbewerber erleiden aber Umsatzeinbußen - was in einer harten Rezession eigentlich auch nicht weiter überrascht. Auch die Beiträge der Vermieter sind schwierig - da bei Highstreet wohl nur mit 10% EK gearbeitet wurde.

Highstreet scheint überhaupt die zentrale Rolle beim weiteren Karstadt überleben zu haben. Die Mieten scheinen auch nicht derart überhöht zu sein wie bei den 5 Oppenheim/Esch Filialen.

Bei Highstreet gibt Goldmann Sachs den Ton an - mit dem Metrochef Trauzeugen an der Spitze - und es ist auch noch ein Italienischer Warenhausbetreiber an Bord - der als möglicher Käufer einer Kaufhof/Karstadt Kombination gehandelt wird.

Für das entgegenkommen bzw. nicht entgegenkommen von Highstreet ist die alternative Verwertungsmöglichkeit entscheidend. Und natürlich die Vertragsgestaltung der Mietverträge. Es lässt sich vermuten das die Immobilienkäufer eine Insolvenz mit einkalkuliert haben, denn ein Teil des Kaufpreises ist noch nicht geflossen (könnte als Kaution gewertet werden)

Bei TCG ist ein Verkauf am wahrscheinlichsten - da sowieso unabhängig und großartige Synergien auch nicht wirklich zu erzielen sind. Auch die Erträge von TCG sind nicht so positiv das eine 100% Kreditfinanzierung einen positiven Ergebnisbeitrag erwarten lassen. Ausserdem sind, wie praktisch alle Aktiva bei ARO, auch die TCG Aktien an die Banken verpfändet. Sollte es dem IV tatsächlich gelingen den Banken das Pfand zu "entreißen" - bleibt eben die Frage ob ein verbleib wirtschaftlich sinnvoll ist.

Quelle hat ja leider auch schon seit Jahren mit operativen Verlusten zu kämpfen - ob jetzt in der Rezession da eine Wende zu erwarten ist - halte ich für mehr als fraglich, zumal es auch ein nicht unerhebliches Osteuropageschäft gibt...Und auch alle werthaltigen Assets HSE BabyWalz hessnatur dienen als Kreditsicherheiten anscheinend sogar die Marke "Privileg"...

Die Banken und Vermieter scheinen so gut abgesichert zu sein das die "Hilfsbereitschaft" gering erscheint - da sie im Falle der Auflösung wenig bis nichts zu verlieren haben. Ob es gelingen kann nötiges EK im MRD aufzutreiben scheint mir mehr als fraglich.

Grüße aufgepasst
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.221 von janosch2211 am 14.06.09 16:21:03Piepenburg ist zuversichtlich und auch glaubhaft, hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Auch die Speku um die Wiederbelebung von Hertie unter Einbeziehung von Karstadt-Häusern kann noch einiges bewegen.

Was mit den Aktienkursen längerfristig passiert weiß keiner, aber das Risiko für die Aktionäre ist enorm, Langzeitinvestierte werden wohl auf dicken Verlusten sitzen bleiben.
Kurzfr. trader werden hier allerdings noch viel Freude haben wertlos ist hier noch lange nichts.



Zitat aus u.s. link
"Ich übernehme keine aussichtslosen Mandate", fügte Piepenburg hinzu.

http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/71847…
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.548 von Effektentiger am 14.06.09 18:21:59Hallo Effektentiger,

hast Du beispiele wo bei "Piepenburg-Insolvenzen" die Alteigentümer gut weggekommen sind?

Hast Du Dir mal eine ARO Bilanz angesehen? Findest Du >30% immaterielle Vermögenswerte nicht etwas hoch? Und <5% EK nicht etwas wenig?

Grüße aufgepasst
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.960 von aufgepasst am 14.06.09 20:14:38in der Regel kümmert sich keiner um Altaktionäre, es geht eher um Arbeitsplätze, Gläubiger etc.

Da der Fall ARO aber auch eine politische Relevanz hat (z. B. verödete Innenstädte) ist vieles möglich, ich persönlich halte daher vieles für denkbar, was sonst undenkbar wäre.

Die Aktie ARO ist derzeit aber nur noch für trader interessant, andere sollten sich keine großen Hoffnungen mehr machen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.020 von Effektentiger am 14.06.09 20:31:12Und inwieweit hängt die Verödung von Innenstädten damit zusammen, dass irgendwelche Insolvenzzocker Gewinne machen?

Würden die Innenstädte nicht veröden, wenn die Insolvenzzocker Gewinne machen?

Würden die Insolvenzzocker Gewinne machen, wenn man die Innenstädte nicht veröden lässt?

Es ist immer dasselbe in den Insolvenzthreads. Naturgemäß sind Frischinsolvenzen in den Medien, und es wird zu Recht kontrovers diskutiert, wie man die Folgen der Insolvenz gegenüber diversen Interessengruppen (Gläubiger, Zulieferer, Arbeiter & Angestellte, Anrainer usw. usw.) abmildern könnte.

Das witzige dabei: die einzige Interessengruppe, die nach Lage der Dinge überhaupt nichts zu erwarten hat, nämlich die Aktionäre, erhofft sich von solchen Diskussionen einen Geldregen... :rolleyes:

Was bitte ist das konkrete Szenario, wo sich Aktionäre einen Rückfluß zu erhoffen hätten? Wohlgemerkt, ich spreche nicht davon, dass es möglich ist, die Aktie höher zu verkaufen, nur weil einer dümmer ist. Wie bleibt die Aktie werthaltig? Ist es nicht in den Postings #1 und #2 und den Beispielen Herlitz und Senator gezeigt worden, dass selbst in den ultraseltenen Fällen, wo die Aktionäre nicht alles verlieren, die Kurse Jahre nach der Insolvenz und folgenden Sanierung tiefer stehen als zur Zeit der Sinnlosspekulation unmittelbar nach der Insolvenz?

Das ist eine allgemeine Frage die man sich überall stellen könnte, nicht nur bei Arcandor.

Es wird nie genau gesagt von den Leuten, die hier das "Investment" in diese Aktien verteidigen. Es gibt immer nur so Andeutungen wie "man weiß nicht genau...vielleicht ERGIBT SICH JA WAS...blablabla blubb".

Wie sieht Euer optimales Szenario aus??
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.072 von Pfandbrief am 14.06.09 20:42:02Das witzige dabei: die einzige Interessengruppe, die nach Lage der Dinge überhaupt nichts zu erwarten hat, nämlich die Aktionäre, erhofft sich von solchen Diskussionen einen Geldregen...

Man muss natürlich zwischen den Altaktionären und den "Insolvenzzockern" wie du sie nennst unterscheiden.
Ganz sicher kann man derzeit mit ARO fette Gewinne machen wenn man zu letzteren gehört und das ist nicht verwerflich, da legal.
Auch werden durch diese "Zockereien" keine Arbeitsplätze vernichtet, das ist schon im Vorfeld passiert als ARO noch keine Inso-Aktie war.
Die Arbeit von Piepenburg und die Politik ist das eine, spekulative trader ziehen ihre Vorteile daraus, Altaktionäre gehen leer aus. Das ist die harte Wahrheit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.136 von Effektentiger am 14.06.09 21:03:43spekulative trader ziehen ihre Vorteile daraus, Altaktionäre gehen leer aus. Das ist die harte Wahrheit.

Hallo Effektentiger,

und wie ist Deine Einschätzung - können die trader in der Summe gewinnen. Also alle Insozocker trades saldiert?

Grüße aufgepasst
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.136 von Effektentiger am 14.06.09 21:03:43spekulative trader ziehen ihre Vorteile daraus

Schön. Das mag sein, war aber nicht die Frage. Willst Du uns damit sagen, dass auch Deiner Meinung nach die Arcandor Aktie in Wirklichkeit wertlos ist, wenn auch natürlich die Möglichkeit besteht, sie zu einem höheren Preis als dem eigenen Einkaufspreis zu verkaufen, weil irgendjemand anderer glaubt, sie sei etwas wert?

Wenn es so ist, sind wir durchaus auf einer Linie. Dann jedoch entzieht sich die Arcandor Aktie jeglicher sachlichen Diskussion. Es handelt sich einfach um die Reise nach Jerusalem, und irgendwer steht am Ende ohne Stuhl da, bzw. hat die Aktien.

Natürlich ist der ohne Stuhl immer der andere. Nie man selbst, denn man selbst ist ja immer der fixe Supertrader.

Es stellt sich dann aber die berechtigte Frage, warum man stattdessen nicht ins Casino geht und/oder an bewährten Pyramidenspielen wie Kettenbriefen, Vertriebssystemen u.dgl. teilnimmt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.215 von Pfandbrief am 14.06.09 21:21:43ich unterscheide klar zwischen Realwirtschaft und dem handeln mit Wertpapieren.

Mir ist es daher nicht egal, was mit den Arbeitsplätzen bei Arcandor passiert und ich wünsche mir auch nicht daß der Karstadt in meiner Stadt leersteht und irgendwann nur noch von Ratten aller Art bevölkert wird.

Bis vor 2 Wochen habe ich nie eine ARO-Aktie besessen, die Aktie wurde für mich erst durch die Turbulenzen interessant. Ich habe bisher mit 3 trades gute Kohle gemacht und wie es aussieht wird dies auch zumindest ein 4. Mal so sein.
Es sollte aber keiner denken daß ich mich deswegen schlecht fühle denn wie schon gesagt - die Vernichtung der Arbeitsplätze und des Konzerns wurden schon vor Jahren eingeleitet. Das hat mit meinem handeln nichts zu tun.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.327 von Effektentiger am 14.06.09 21:43:33Wie ist denn die Antwort auf meine Frage?


Wie ist Deine Einschätzung - können die trader in der Summe gewinnen. Also alle ARO Insozocker trades saldiert?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.346 von aufgepasst am 14.06.09 21:46:59solche Fragen beschäftigen mich nicht, mich interessiert beim traden ob ich Geld gewinne oder verliere. Da ich über die Jahre genug Erfahrungen gesammelt und dafür anfangs teuer bezahlt habe ist glücklicherweise meist das erstere der Fall.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.505 von Effektentiger am 14.06.09 22:30:13Es ist halt so, wenn real keine Werte geschaffen werden und ARO irgendwann dann ausgebucht wird - dann muss mehr verloren werden als gewonnen werden kann.

Und darauf wird hier hingewiesen.

Manche können gewinnen und die Mehrheit wird verlieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.539 von aufgepasst am 14.06.09 22:41:03Manche können gewinnen und die Mehrheit wird verlieren.

Auf Grund meiner besonderen hellseherischen Fähigkeiten ;) kann ich dir sogar ausrechnen, wie hoch der saldierte Verlust sein wird, jedenfalls für alle Trades nach dem 12.06.2009.

Es werden ganz genau 185,4 Mio. € sein. :eek:
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-06/14165538…

Arcandor könnte Massekredit beantragen

Hamburg (BoerseGo.de) - Nach der Einleitung des Insolvenzverfahrens kann der angeschlagene Handelskonzern Arcandor nun offenbar doch auf staatliche Unterstützung hoffen. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet, wäre die Bundesregierung bereit, einen Antrag auf einen sogenannten Massekredit wohlwollend zu prüfen und wenn möglich auch zu gewähren. Allerdings hat Arcandor bisher offenbar keinen solchen Antrag gestellt.

Ein sogenannter Massekredit soll das Überleben eines Unternehmens in der Insolvenz kurzfristig sichern und dient als Überbrückungsgeld, bis eine Sanierung möglich wird oder ein Investor gefunden wurde. Ein Massekredit wird vorrangig aus der Insolvenzmasse bedient, was für den Gläubiger eine relativ große Sicherheit bedeutet, das Geld wieder zurückzuerhalten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel versprach dem insolventen Handelskonzern unterdessen die Unterstützung der Bundesregierung. "Die zuständigen Ministerien innerhalb der Bundesregierung werden ihre Hilfe soweit das möglich ist anbieten", sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Ein Insolvenzplanverfahren eröffne Umstrukturierungschancen und könne damit auch eine Zukunft für die Beschäftigten sichern.

DGB-Chef Michael Sommer forderte die Bundesregierung auf, Arcandor in der Insolvenz zu unterstützen. "Im Fall Arcandor hoffe ich, dass der Staat im Insolvenzverfahren die notwendigen Hilfen gibt", sagte Sommer gegenüber der "Bild am Sonntag". Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt betonte gegenüber der Sonntagszeitung, dass der Staat mögliche Hilfen für Unternehmen "sorgfältig und sachverständig" prüfen müsse. "Der Staat kann nicht allen helfen, und die Steuerzahler können nicht für jede unternehmerische Fehlentscheidung haften", betonte Hundt.


da geht noch was :D :lick:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.829 von Udo-K am 15.06.09 01:03:32Wann fällt Dir eigentlich auf das Du seid 50 Cent negativ postest
und der Kurs steigt.:p:p

Nur tue uns bitte den Gefallen und bashe weiter :lick:- sonst fallen wir nachher noch!:laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.971 von Moneymaker123 am 15.06.09 07:26:04Wann fällt Dir eigentlich auf das Du seid 50 Cent negativ postest

Du irrst, ich poste schon seit 3,20 €...
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.047 von Udo-K am 15.06.09 08:03:03Dann hast Du also den Absturz zu verantworten ?:mad::mad::laugh:



Charttechnisch sieht es aber so aus, als solltest Du langsam covern!:D:D:D
Die ganze Geschichte ist momentan sehr einfach.
Ich habe mir mal Stichpunkthalber paar Postings rausgesucht bzw. gelesen und der einzige Grund warum hier vorbörslich was steigt, ist der das sich hier die bekannten Leute das komplette Wochenende gegenseitig hochgeschaukelt haben.
Das ihr nicht schon die 3 € und mehr für heute ausgerufen habt, das ist das einzige was noch fehlt und gerade das ist es auf was die shortis warten.....die sinnlose und Gnadenlose Übertreibung nach Oben und dann hauen die drauf, wenn gerade alle meinen es geht weiter hoch und kassieren euch wieder ab !

Nur einen Tip !
Wartet ab bis wirklich was entschieden wurde und was handfestes auf dem Tisch liegt, alles andere ist blindwütige Zockerei und wird zu 100% abkassiert !

Wenn nicht, viel Glück !
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.390.829 von Udo-K am 15.06.09 01:03:32Auf Grund meiner besonderen hellseherischen Fähigkeiten kann ich dir sogar ausrechnen, wie hoch der saldierte Verlust sein wird, jedenfalls für alle Trades nach dem 12.06.2009.

Es werden ganz genau 185,4 Mio. € sein.


Hallo Udo,

aktuell kann man sagen das es nicht ganz soviel werden wird. Denn bei den 185,4 Mio sind auch die Altaktionäre dabei.

@moneymaker

Nur tue uns bitte den Gefallen und bashe weiter - sonst fallen wir nachher noch!

Es sollte eigentlich für alle Threads gelten - aber in diesem besonders - poste doch etwas sachliches was über den Tag hinaus lesenswert ist.

Vielleicht könntest Du die von user Pfandbrief gestellte Frage beantworten. Anstatt andere User persönlich anzugreifen.

Wie sieht Euer optimales Szenario aus??

Grüße aufgepasst
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.260 von aufgepasst am 15.06.09 08:52:36Meinst Du diese Frage hier ?

Es stellt sich dann aber die berechtigte Frage, warum man stattdessen nicht ins Casino geht und/oder an bewährten Pyramidenspielen wie Kettenbriefen, Vertriebssystemen u.dgl. teilnimmt.

Antwort:

Die einzig gut ausrechendbare und dabei noch legale Masche an das Geld anderer zu kommen ist nun mal die Börse.
Das ist das größte Schneeballsystem der Welt.

Dazu anonym!

Die meisten hier sind wegen guter Tradingoptionen drinnen.
Die Geschichte um und mit Arcandor interessiert bei WO vielleicht
5 %.

Also verschone uns mit Forderungen nach Diskussionen mit Substanz!
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.334 von Moneymaker123 am 15.06.09 09:07:20Können wir dann gemeinsam feststellen das bei ARO in der Summe mehr Geld verloren als gewonnen wird?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.355 von aufgepasst am 15.06.09 09:11:09Das Geld geht nicht verloren - es wechselt nur den Besitzer.
damit hast du sicherlich recht, wobei es bei es jedem einzelnen auf den EK ankommt ;)

ein glas ist immer halbvoll oder halbleer...
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.401 von onkelhubert am 15.06.09 09:17:52war für aufgepasst bestimmt...
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.355 von aufgepasst am 15.06.09 09:11:09Tja da will ich mich gerne anschließen.
Bisher war das so.

Der Up Trend ist noch sehr jung deshalb wurde bisher mehr verloren.
Ebt der Uptrend wieder ab werden auch die verlieren, die jetzt kaufen.

Nur weiß man es halt nicht genau.

Ich denke das wir bald auch etwas über 1 € sehen werden.
GM läßt grüßen und hält sich doch ganz gut!;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.334 von Moneymaker123 am 15.06.09 09:07:20Richtig! Beim Handel mit WP gehts um Kohle machen sonst nix. Die meisten hier reden nur um den heißen Brei weil sie sich nicht reintrauen oder auf fetten Verlusten sitzen was natürlich bitter ist.
Habe mein Paket soeben mit +0,13/share gegeben und weiß nicht was da dran schlecht sein sollte! :D
Name Kurs Bid Stk. Bid Ask Ask Stk.
Tradegate 0,841 23.000 0,841 0,849 30.000
Xetra 0,83 33.500 0,83 0,84 17.568
Frankfurt 0,83 1.300 0,826 0,834 1.200
Stuttgart 0,842 33.430 50,44 0,84 199.939
Berlin 0,81 15.000 0,831 0,839 15.000
London Stock Exchange 0,70 n.a. 1,88 2,07 n.a.
Xetra-Orderbuch ARO / DE0006275001 Stand: 15.06.2009 09:08
12.06.: 09:00 | 10:00 | 11:00 | 12:00 | 13:00 | 14:00 | 15:00 | 16:00 | 17:00
15.06.: 09:00 | 10:00 | 11:00 | 12:00 | 13:00 | 14:00 | 15:00 | 16:00 | 17:00
Aktueller Aktienkurs + Xetra-Orderbuch von ARCANDOR AG O.N.
Stück Geld Kurs Brief Stück
0,93 46.361
0,92 13.288
0,91 80.200
0,90 134.649
0,89 90.885
0,88 109.154
0,87 168.480
0,86 134.700
0,85 197.166
0,84 71.468

Quelle: http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/ARO.aspx

4.000 0,83
155.800 0,82
101.058 0,81
238.312 0,80
175.140 0,79
117.650 0,78
88.020 0,77
117.215 0,76
122.867 0,75
63.990 0,74

Summe Aktien im Kauf Verhältnis Summe Aktien im Verkauf
1.184.052 1:0,88 1.046.351
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.432 von Effektentiger am 15.06.09 09:21:32Habe mein Paket soeben mit +0,13/share gegeben und weiß nicht was da dran schlecht sein sollte!

Hallo Effektentiger,

es sei jedem seine Gewinne gegönnt. Was mich nur stört ist, das jeder der darauf hinweist das die Mehrheit der Zocker hier allerwahrscheinlichkeit nach Geld verlieren wird - persönlich angegangen wird.

Und die Chancen hier als Aktionär mit Gewinn herauszugehen sind sicherlich schlechter als im Casino mit schwarz oder rot.

Grüße aufgepasst
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.491 von aufgepasst am 15.06.09 09:29:31Und die Chancen hier als Aktionär mit Gewinn herauszugehen sind sicherlich schlechter als im Casino mit schwarz oder rot.

habe da unten mehrfach geschrieben daß dies Sache hier nur noch was für erfahrene trader ist und für diese sind die Chancen bei weitem größer als du sie einschätzt oder als sie für dich wären.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.538 von Effektentiger am 15.06.09 09:36:15habe da unten mehrfach geschrieben daß dies Sache hier nur noch was für erfahrene trader ist und für diese sind die Chancen bei weitem größer als du sie einschätzt oder als sie für dich wären.

Warum weil es soviele Dumme gibt die mit Ihren käufen diese Gewinne bezahlen?

Oder weil ARO mehr als 200 MIO Wert sein soll?

@moneymaker

Hast Du das Eingangsposting gelesen? Vielleicht wäre der "ARO Kursziel 1,00......" Thread geigneter für Deine Postings, oder nicht?

Grüße aufgepasst
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.391.814 von aufgepasst am 15.06.09 10:04:46Danke,

habe gerade erst gemerkt das es hier zu ruhig und der
falsche Threat ist!


Good bye!

Und haltet den Kurs bitte unten ich will zu 0,75 rein.

Das ist jetzt noch zu teuer!:D
15.06.2009, 09:55 Uhr
Umstrittener Vertrag
Sorglos-Paket für Arcandor-Chef Eick
von Sönke Iwersen

Während mehr als 40.000 Mitarbeiter des insolventen Arcandor-Konzerns um ihre Arbeitsplätze bangen, arbeitet der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens mit Risiko Null. Mindestens zehn Millionen Euro erhält Karl-Gerhard Eick von Arcandor - ganz gleich, ob er noch drei Wochen bleibt oder bis zum Ende seines Vertrags 2014.
Arcandor-Chef Eick: Der frühere Finanzvorstand der Deutschen Telekom kann im neuen Amt deutlich mehr verdienen. Quelle: ap

ESSEN. Der Vorstandsvorsitzende des Essener Arcandor-Konzerns, Karl-Gerhard Eick, bleibt von der Insolvenz seines Unternehmens finanziell völlig unberührt. Wie Eick in einem Interview mit der "Bild-Zeitung" erklärte, ist sein Fünfjahresertrag bei Arcandor vom Großaktionär Sal. Oppenheim garantiert. Seine Vergütung enthalte zwei Millionen Euro Grundgehalt sowie eine Millionen Euro variable Prämie. Hinzu kommt ein weiterer erfolgsabhängiger Bonus, der sich am Aktienkurs von Arcandor orientiert. Weder die Insolvenz noch ein vorzeitiges Ausscheiden von Eick würden daran ändern, dass er mindestens zehn Millionen Euro von Arcandor erhält.

Eick bezeichnete diese Regelung als fair: "Da ich einen Vier-Jahres-Vertrag bei der Telekom hatte, war es doch klar, dass der Vertrag bei Arcandor dieselbe Sicherheit haben muss wie bei der Telekom", sagte er. Dort habe er zuletzt 2,8 Millionen Euro verdient.

Beim schlingernden Arcandor-Konzern kann Eick aber sogar ein Vielfaches seines Telekomgehalts kassieren. Die zweite Erfolgsprämie sieht vor, dass er 1,5 Prozent vom Wertzuwachs der Arcandor-Aktie erhält. Dies bedeutet, dass Eick für jeden Euro, den die Arcandor-Aktie steigt, rund 3,5 Millionen Euro Prämie erhält. Bei seinem Amtsantritt am ersten März 2009 lag der Kurs bei 1,34 Euro. Sollte Eick die Aktie zurück auf den Kurs von zehn Euro führen, wo sie vor einem Jahr notierte, stünden ihm 30 Millionen Euro Bonus zu.

Wer bei Arcandor die Strippen zieht

Eicks Vorgänger hatte 2007 einen Aktienkurs von "40 Euro plus x" als realistisch bezeichnet. Für Eick würde ein Aktienkurs von 40 Euro eine Prämie von 133 Millionen Euro bedeuten. Der Bonus wird direkt vom Großaktionär Sal. Oppenheim gezahlt.

Aktionärsschützer bezeichnen Eicks Vertrag als fragwürdig. "Als erstes müsste man fragen, ob der Vorstandschef eigentlich nur kassiert, wenn der Aktienkurs steigt, oder ob er auch etwas zahlt, wenn der Kurs sinkt", sagt Hans-Martin Buhlmann von der Vereinigung Institutionelle Privatanleger. "Dem Anreiz muss ja auch eine Verantwortung gegenüberstehen." Gefährlicher noch als die Sorglos-Regelung, sei die Loyalitätsverschiebung, die Eicks Vertrag mit sich bringe, sagen Kritiker. Ein Vorstandsvorsitzender sei rechtlich allen Aktionären gleichermaßen verpflichtet.

Weil Sal. Oppenheim Eicks finanzielle Ansprüche bei Arcandor garantiert, stehe der Vorstandschef aber zumindest indirekt auf der Gehaltsliste eines Großaktionärs, heißt es im aktuellen Platow-Brief. "Es bleibt ein fader Beigeschmack. Eine gute Corporate Governance sieht jedenfalls anders aus." Ein Sprecher von Sal. Oppenheim sagte, die Bank teile diese Kritik nicht. Wenn durch Eicks Arbeit der Aktienkurs steige, sei dies für das Unternehmen und die Aktionäre gleichermaßen gut.

Aktionärsvertreter Buhlmann dagegen hält den Eick-Vertrag insbesondere deshalb für kritisch, weil bei Arcandor bereits in der Vergangenheit Interessenskonflikte des Vorstandschef ein Thema waren. So hat die Staatsanwaltschaft Essen am vergangenen Freitag ein Ermittlungsverfahren gegen Eicks Vorgänger, Thomas Middelhoff, eingeleitet.

Middelhoff und seine Frau hatten sich vor seinem Amtsantritt bei Arcandor mit zweistelligen Millionenbeträgen an Immobilienfonds der Bank Oppenheim und des Projektentwicklers Josef Esch beteiligt. Diese Fonds erwarben Häuser der Arcandor-Tochter Karstadt und mieteten sie dem Unternehmen dann zurück. Middelhoff war ab 2005 in dem Grundkonflikt, als Privatmann an hohen Mieten für die Karstadt-Häuser interessiert zu sein, als Vorstandschef aber an niedrigen. Laut einem Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers zahlte Karstadt im letzten Geschäftsjahr durchschnittlich 7,2 Prozent der Warenhaus-Umsätze an die Vermieter, bei den Häuser aus dem Oppenheim-Esch-Fonds aber bis zu 17 Prozent. Sal. Oppenheim bezeichnet den Vergleich als unangebracht, weil die Mieten bei den Oppenheim-Esch-Häusern exklusive Ausbaukosten beinhalten.

Fest steht, dass es bei dem Geschäft zu einem Streit kam, bei dem Karstadt auf Forderungen von 75 Millionen Euro sitzen blieb. Middelhoff verzichtete darauf, diese Summe bei Esch einzuklagen und verweist als Begründung auf mehrere Gutachten, die die Aussichtslosigkeit eines solchen Unterfangens ergeben hätten. Der damals zuständige Chefjurist Bernd-Volker Schenk jedoch bestreitet diese Darstellung. Pikant: Esch ist nicht nur Geschäftspartner von Middelhoff, sondern auch dessen Vermögensverwalter. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister…
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.392.265 von Udo-K am 15.06.09 11:06:50Hallo Udo,

hört sich eigentlich so an - als ob SO bei ARO einen Kassensturz machen wollte nachdem klar wurde das TM wohl ein Blender ist. Und natürlich der Versuch an Steuergelder zu kommen mit Eick erfolgreicher eingeschätzt wurde....

Grüße aufgepasst
Hallo denke hier kommen bald Gewinnmitnahmen. Was denkt ihr läuft der Kurs weiter ???????????????????
Hallo denke hier kommen bald Gewinnmitnahmen

TH=0.85 - aktuell rund 0,80....

...bald ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.392.335 von aufgepasst am 15.06.09 11:18:50In der Tat...

Etwas sehr ungeschickt ist es aber diese Vertragsdetails, insbesondere das mit der Absicherung durch Sal.Opp., auch noch zu publizieren. Davon hätte doch, mangels einer nächsten Bilanz, ansonsten niemand was erfahren.

Ich erinnere noch an den Eickschen Auftritt bei Herrn Kerner, wo er gefühlte 28mal gesagt hatte, der Hauptgrund für sein Gastspiel bei Arcandor sei der Erhalt von Arbeitsplätzen. :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.392.368 von Udo-K am 15.06.09 11:25:03Etwas sehr ungeschickt ist es aber diese Vertragsdetails, insbesondere das mit der Absicherung durch Sal.Opp., auch noch zu publizieren. Davon hätte doch, mangels einer nächsten Bilanz, ansonsten niemand was erfahren.

Hallo Udo,

das ist eigentlich nur damit zu erklären, das sie mit einem gerichtlichen Nachspiel rechnen - wo es sowieso rauskommt.

Eigentlich verwunderlich das sie Eick nicht in einer Gesellschaft an der augegliederten Beteiligung beteiligt haben. Das hätte besser "vermarktet" werden können.

Aber wahrscheinlich wäre dann auch im Verlustfall "Schenkungssteuer" angefallen - und Eick wollte einfach gar nichts einsetzen...

@abazias

Hast Du das Eingangsposting gelesen? Vielleicht wäre der "ARO Kursziel 1,00......" Thread geigneter für Deine Postings, oder nicht?

Grüße aufgepasst

Grüße aufgepasst
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.392.265 von Udo-K am 15.06.09 11:06:50Hallo Udo,

Die genannten 7,2% hören sich nicht überhöht an, oder? Das müsste für den Kaufhof doch machbar sein.

Grüße aufgepasst
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.392.564 von aufgepasst am 15.06.09 11:53:287,2 % ist vollkommen OK, selbst H&M zahlt freiwillig 6,5 %, und deren QM-Umsätze dürften deutlich höher liegen als bei Karstadt.

Und wenn man die oberen Etagen an Saturn vermietet, dann bekommt man zwar nur ca 1,5 bis 1,8 %, allerdings machen die mindestens 10.000 €/qm (Karstadt 2.500 €).
Hallo Tagchen,

hab heute erst deinen Eingangsposting gelesen. Vielen Dank für die Information, hat mir viele Fragen beantwortet. Hatte schon darüber nachgedacht, wieder einzusteigen, da ich mir nicht vorstellen kann, daß die beiden Großaktionäre sich dauerhaft in solche Verlustregionen begeben, und da mir inzwischen alles hier als Klüngelwirtschaft erscheint.

Ich wart noch ein bißchen mit Einsteigen, mal sehen, ob wir noch Quartalszahlen bekommen.

Schön, daß es wieder einen thread mit Informationen außer dem 10-minütlichen Realtime-Kurs und "jetztgehtswiederhochjuhu"gibt.
Wusstet ihr, dass die Karstadt/Quelle-Bank gar nicht zu Arcandor gehört...? :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.393.430 von Udo-K am 15.06.09 14:03:21Yepp...

...schon lange(na ja Ende 2008) nicht mehr, übernommen von ergo...
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.393.468 von Baehrs am 15.06.09 14:06:51...schon lange(na ja Ende 2008) nicht mehr, übernommen von ergo...

Nööö, du meinst die Karstadt/Quelle-Versicherungen. Die Bank gehört einer Valovis AG, die wiederum Eigentum des KarstadtQuelle Mitarbeitertrust eV ist.
Wer lesen kann....

....yepp die wiederum ging ja zwischendurch in einem Joint Venture zwischen Ergo und Karstadt auf...und nun bei besagter Bank - aber immerhin in Essen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.393.495 von Udo-K am 15.06.09 14:09:23War wieder so ein typisches TM-Manöver um die Bilanz zu schönen.

Wie heute der Presse zu entnehmen ist, liegen die tatsächlichen Pensionverpflichtungen von ARO bei ca. 2 Mrd. €. In der Bilanz sind aber nur 1 Mrd. zurückgestellt.

Die andere Milliarde hat man dieser ausgegliederten "Zweck-Gesellschaft" aufgebürdet. Die Bank hat aber nur 245 Mio. € an Eigenkapital und machte im letzten Jahr einen Verlust in Höhe von 26 Mio. €.

Wie, bitte schön, sollen die für eine Milliarde gerade stehen können? :confused:
...letzter wurde aber zwischendurch als Immobilienbank gegründet...

Es bleibt verschachtelt...
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.393.555 von Baehrs am 15.06.09 14:17:53Es bleibt verschachtelt...

Schachteln an sich sind ja nix verkehrtes.

Dumm ist nur, wenn sie alle leer sind... :laugh:
Die "Valovis Bank" hieß früher KarstadtQuelle Hypothekenbank AG. Die haben sogar eine Pfandbrieflizenz nach altem Recht gehabt, und einige Pfandbriefe ausstehen, z.B. DE000A0E8849. Am 1.4.2009 dann musste die heutige Valovis Bank die KarstadtQuelle Bank scheinbar fressen. Dürfte ein ziemliches Imageproblem jetzt haben, die letztere...

Über das mit dem "Mitarbeitertrust eV" bin ich schon vor ein paar Wochen gestolpert...das ist nicht ohne weiteres klar, was da gelaufen ist. Eigentlich viel zu intransparent für eine Hypothekenbank!

http://www.karstadthyp.de/download/VAL-GB08-12de.pdf Geschäftsbericht 2008 der Valovis Bank, Achtung, noch ohne KarstadtQuelle Bank!! IFRS Jahresverlust vor Pseudosteuern 47 Millionen Euro. Dabei hat Island eine Rolle gespielt.

U.a. heißt es auf Seite 26, dass "der Anteilseigner" der Bank "Ende März" 30 Millionen frisches Eigenkapital zuführen werde (es wird im Futurum gesprochen). Ich weiß nicht ob das auch so erfolgt ist. Jedenfalls wurde scheinbar die KQ Bank reinfusioniert.

Dieses Institut könnte problematisch werden. Dieser Trust muss noch andere Vermögenswerte haben, wenn er solvent sein soll. Die Bank dürfte derzeit unverkäuflich sein. Sie ist auch nicht dividendenfähig.
Karstadt: Nur scheinbar in schwarzen Zahlen
von Christoph Schlautmann

Die Talfahrt der inzwischen insolventen Warenhauskette Karstadt beschleunigt sich. Entgegen anderslautenden Presseberichten sank der Betriebsgewinn (Ebit) deutlich. Dies geht aus einem von der Bundesregierung bestellten Gutachten der Wirtschaftsprüfer Pricewaterhouse-Coopers (PwC) hervor, das dem Handelsblatt vorliegt.


DÜSSELDORF. Danach sackte Karstadts Umsatz im ersten Geschäftshalbjahr um 2,1 Prozent ab, wobei die Warenhäuser auf vergleichbarer Fläche 1,1 Prozent ihrer Erlöse einbüßten. Entsprechend ging das Ergebnis gegenüber dem vergleichbaren Halbjahr von 26,7 Mio. auf sieben Mio. Euro zurück.

Die Arcandor-Tochter bleibt damit nur scheinbar in den schwarzen Zahlen. Weil das Geschäftsjahr schon am 1. Oktober beginnt, ist das lukrative Weihnachtsgeschäft in den Halbjahresergebnissen enthalten. In den beiden Sommerquartalen aber schreibt die Warenhauskette üblicherweise hohe Verluste. So häufte sich – trotz schwarzer Zahlen im ersten Halbjahr – bis zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres bei Karstadt ein Verlust von 272 Mio. Euro an.

Anderslautende Zeitungsmeldungen, nach denen Karstadt „besser als bekannt“ laufe, hatten am Sonntagabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“ für Irritationen gesorgt. So klagte die stellvertretende Gesamtbetriebsratschefin Maria Wagner, man habe die Warenhauskette in die Insolvenz getrieben, obwohl längst eine Besserung eingetreten sei.

Wer bei Arcandor die Strippen zieht

Wagner hätte es besser wissen müssen: Seit 2008 kontrolliert die 49-jährige Schaufenstergestalterin Karstadt im Aufsichtsrat. „Wir haben ihr die Geschäftszahlen nicht vorenthalten“, sagte dazu ein Konzernsprecher auf Anfrage.

Eine Klarstellung der Ertragssituation von Karstadt durch Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick blieb bislang aus. In der Talkrunde verwies er auf Schweigepflichten, schließlich werde Arcandor die aktuellen Halbjahreszahlen erst am kommenden Donnerstag offiziell vorlegen. Zu diesem Termin wird sich auch der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg zum ersten Mal der Presse stellen.

Dass die Planinsolvenz in den vergangenen Monaten sorgsam vorbereitet worden sei, wie Eick in der ARD-Talkshow behauptete, stößt auf Skepsis. „Von einem konkreten Insolvenzplan haben wir noch nichts gesehen“, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Man sei nach wie vor damit beschäftigt, die Fakten zusammenzutragen und Ansprechpartner im Konzern ausfindig zu machen.

Auch Insolvenzexperte Horst Piepenburg, der vor dem Insolvenzantrag gemeinsam mit Beratern von Roland Berger in die Arcandor-Zentrale eingezogen war und den Konzern nun als „Generalbevollmächtigter“ berät, sprach gestern im WDR von „einer extrem schwierigen Lage“. Auch wenn mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bis zum 1. September gerechnet wird, werde sich die komplette Umsetzung des Verfahrens voraussichtlich bis „weit ins nächste Jahr“ hinziehen. Mit 520 Gesellschaften besitze die Arcandor AG eine komplizierte Struktur.

Der Essener Insolvenzexperte Sebastian Krause wirft dem Arcandor-Vorstand deshalb schwere Versäumnisse vor. „Statt sich auf eine Planinsolvenz vorzubereiten, hat Eick zu lange auf die Rettung durch den Staat gesetzt“, moniert der Rechtsprofessor. Nun stehe der Manager vor einem Scherbenhaufen.

Karstadt: Erfolgsgeschichte mit offenem Ende

Für Kopfschütteln sorgte gestern das Angebot der Bundesregierung, dem Unternehmen mit einer Bürgschaft für den gewünschten Massekredit unter die Arme zu greifen. Um das dreimonatige Insolvenzgeld für die Mitarbeiter vorzufinanzieren, sei eine Bürgschaft nicht notwendig, erklärte Insolvenzfachanwalt Krause. Die Gelder würden später durch die Bundesagentur für Arbeit zurückgezahlt, das Geschäft sei für die Banken deshalb risikolos.

Weitere Mittel seien für Arcandor aber kaum nötig, rechnet er vor. Weil die Arbeitsverwaltung für drei Monate die Gehaltszahlungen übernimmt und Mietzahlungen zunächst eingestellt werden, sei Arcandor in den nächsten Monaten höchst profitabel. „So kommt genug Geld in die Kasse“, glaubt Krause, „um damit anschließend die Sanierung zu finanzieren".

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister…
Scheint so, als wäre die BAFIN nun schon an der Valovis Bank dran...wurde auch Zeit... :rolleyes:

Hab ich das vorhin richtig verstanden, Arcandor bleibt erstmal im MDAX?

Will sich die deutsche Börse eigentlich um jeden Preis international lächerlich machen? :confused:
Hie sind ja nicht gerade die Schnellmerker, oder doch, sie hoffen aber, rechtzeitig raus zu kommen? Es wird so enden wie bei jeder insolventen AG bisher...




"... Was Aktionäre bei einem insolventen Konzern noch zu melden oder zu erwarten haben - selbst wenn die Sanierung gelingt - zeigen Beispiele wie Babcock Borsig, Herlitz oder Senator Entertainment: nichts. Sie haben kaum noch Rechte im Hinblick auf die Transparenz und die Beteiligung an Kapitalmaßnahmen. Selbst wenn ein Retter einspringt, geht dies nie ohne herbe Verluste für Altaktionäre über die Bühne, da ihr Besitz über radikale Kapitalmaßnahmen enorm verwässert wird. Alternativ lässt ein Retter den alten Aktienmantel schlicht zugunsten eines neuen Unternehmens liegen..."

http://www.ftd.de/unternehmen/handel_dienstleister/:Zockerpa…




"Sal. Oppenheim/Arcandor
Arcandor & Oppenheim: Ende eines Abenteuers
...
Der Verkauf der Arcandor-Aktie zum aktuellen Kurs dürfte angesichts des durchschnittlichen Einstiegskurses von 2,11 Euro zwar rund 13 Mio. Euro Verlust für Sal. Oppenheim bedeuten. Aber die Bank will auskehren, Ruhe hineinbringen in ein Institut, bei dem die Beratung vermögender Privatkunden und institutioneller Klienten zu einem zentralen Geschäftsbereich gehört. Und für die ist das Arcandor-Abenteuer sicher keine Werbung. Das Signal ist klar: Schlussstrich für die Bank.

Ein Beweis des Vertrauens in die Überlebensfähigkeit von Arcandor nach der Insolvenz ist der Verkauf indes sicher nicht. Ob der Aktienkurs jemals wieder steigen wird, ist fraglich. Offen ist auch, ob die nüchterne Skepsis, die dem Verkaufsschritt innewohnt, nun auch bei den Eigentümern der Bank mit ihren knapp 25 Prozent eingezogen ist. Sie ist zugleich zweitgrößter Arcandor-Aktionär. Sie können mit ihrem Privatvermögen zwar ein größeres Risiko eingehen als die Bank. Anders als die Schickedanz-Familie besitzen die Eigentümer von Sal. Oppenheim aber keine jahrelange Verbindung zum Konzern, haben nicht von jahrelangen Dividendenzahlungen profitiert.

Nach den bisherigen Millionen, die sie mit der Auslagerung in die Familienholding bereits in die Arcandor-Beteiligung hineingebuttert haben, dürften sie eine weit größere Distanz zu dem Unternehmen haben als die Familie Schickedanz. Dass sie auf ein Bekenntnis zu ihrem Anteil verzichtet haben, ist Ausdruck dieser Nüchternheit.
"

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handelsblatt-komment…
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.423.599 von tagchen am 18.06.09 23:20:06Da hat sich die FTD aber kräftig am Material aus diesem Thread bedient, wie die Beispiele beweisen. ;)

Von einer (die Aktionäre beteiligenden) Sanierung von Babcock Borsig weiß ich allerdings nichts...
:eek::eek::eek::eek:



Zu Quelle:

"... sagte Sehofer. Er betonte aber, dass „wir noch einen sehr, sehr schwierigen Weg vor uns haben“. Niemand könne garantieren, dass die Ziele auch erreicht würden..."

und weiter:

"...Quelle brauche aber noch eine dreistelliger Millionensumme, um die Warenausstattung sicherzustellen – andernfalls könne der Geschäftsbetrieb nicht fortgeführt werden, hatte Görg bereits zuvor erklärt..."

Quelle: http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/arcandor-quell…

Dreeistellige Millonensumme... :eek::eek::eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.423.740 von tagchen am 18.06.09 23:55:18Zu Quelle:

"... sagte Sehofer. Er betonte aber, dass „wir noch einen sehr, sehr schwierigen Weg vor uns haben“. Niemand könne garantieren, dass die Ziele auch erreicht würden..."

und weiter:

"...Quelle brauche aber noch eine dreistelliger Millionensumme, um die Warenausstattung sicherzustellen – andernfalls könne der Geschäftsbetrieb nicht fortgeführt werden, hatte Görg bereits zuvor erklärt..."


In dem von dir angegebenen Link, kann ich die obigen Sätze nicht finden. Ich vermute einfach dass es eine absichtliche Desinformation deinerseits ist. Die Aktie wird morgen trotzdem nach Norden ausbrechen. dessen bin ich sicher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.423.776 von avorom am 19.06.09 00:09:49In dem von dir angegebenen Link, kann ich die obigen Sätze nicht finden.

Komisch...ich schon. Aber vielleicht ist das mein Problem. Ich hab ein echtes Problem mit dem QUERLESEN. Mit dem SCHNELL ÜBERFLIEGEN, und dann trotzdem in Fettschrift zu behaupten, dass ich sicher bin, dass eine wertlose Insoaktie morgen nach Norden ausbricht.

Wahrscheinlich muss man aber genau so beschaffen sein. Damit man nichts mehr spürt...
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.423.776 von avorom am 19.06.09 00:09:49In dem von dir angegebenen Link, kann ich die obigen Sätze nicht finden. Ich vermute einfach dass es eine absichtliche Desinformation deinerseits ist.

Hallo avorom,

ich kann sie lesen - vielleicht leidest Du unter selektiver Wahrnehmung? Dann solltest Du Deine Position überdenken...


Grüße aufgepasst


"... Eine klare Absage erteilte die Otto Group dem Nürnberger Versandhaus Quelle. Hier besteht laut Schrader keinerlei Interesse an einer Vollübernahme. Er begründete dies mit den fehlenden Zukunftsaussichten der Gesellschaft. "Wir glauben nicht, dass hier eine Sanierung erfolgreich möglich ist", sagte Schrader weiter. Eine Integration von Quelle in Otto würde aller Erfahrung nach drei bis fünf Jahre dauern. Diese Zeit habe Otto bei der derzeitigen finanziellen Verfassung von Quelle nicht. Vor einigen Jahren wäre eine Integration dagegen noch möglich gewesen...."

Quelle: http://kurse.focus.de/news/UPDATE-Otto-bekrftigt-Interesse-a…


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um eine ältere Diskussion, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier eine neue Diskussion.