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Wozu braucht man Analysten? - 500 Beiträge pro Seite


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29.06.15
Frankfurt
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Hallo Leute,

ich habe diesen Beitrag eröffnet, da mir der gestrige Kursverlust von Fantastic noch ziemlich im Magen liegt.

Wenn die Anleger eine Aktie abstrafen, weil die Planzahlen nicht erreicht wurden oder weil sonst irgendetwas schiefgelaufen ist, finde ich das absolut o.k. (auch wenn die Börse oftmals übertreibt, so hat sie doch immer recht).

Wenn sich aber die Herren Analysten von den großen Banken oder Fonds über eine Aktie äußern, ohne dabei richtig informiert zu sein, so finde ich das eine riesige Sauerei.

Im Ersnst, wozu brauchen wir die Analysten überhaupt?
Ich denke, dass sie in den wenigsten Fällen nur aus der inneren Überzeugung, die Anleger informieren zu müssen, handeln.
Vielmehr denke ich, dass sie nach den ungeschriebenen Gesetzen handeln, nachdem derjenige mit der meisten Macht und dem meisten Geld auch den Markt beliebig manipulieren kann.

Wenn ein Analyst eine Aktie kaufen möchte, so braucht er doch nur die Akite herabzustufen, um sie dann 10 oder 20% günstiger wieder einzusammeln (viel Geld, wenn man mit großen Summen kauft). Die Kleinanleger verkaufen erst wegen der Herabstufung, dann, weil ihre Stopps ausgelöst werden und dann aus reiner Panik (siehe Fantastic gestern). Viele Institutionelle sammeln dann ganz gemütlich die abgestoßenen Aktien ein.

Ebenso geht es andersherum. Will ein Analyst seine Aktien loswerden (vielleicht sogar seine eigenen), so empfiehlt er sogar Aktien, die schon super gelaufen sind und schon hoffnungslos überbewertet sind, um noch ein paar Prozent herauszuholen oder um seine großen Aktienpaktete noch komplett zu dem hohen Preis loszuwerden.

Ich bin mir sicher, dass der Großteil der Analysten und der Fonds nur im Eigeninteresse handelt. Der Schaden hat der Kleinanleger!

Bitte um eure ehrlichen Meinungen!
Sehe ich ganz genauso, das ist wirklich nur Eigeninteresse, was hinter diesen "Empfehlungen" steckt!

Grüsse von Franka
Hallo Tracks

Ich sehe es genauso wie Du. Ich verstehe aber nicht wieso die Masse so "dumm" auf einer Herabstufung reagiert. Ich habe selbst vor ein paar Minuten mit diesem Analyst am Telefon geredet. Der kann sicher Finanzzahlen lesen wie ich C++-Code lese, der versteht aber nichts von Technologie. Plapperte nur etwas über Geschäftsmodell der nicht aufgehen kann usw...

Gruss
fhai
mit teilweise enormer krimmineller energie! förtsch ist nur die spitze des berges. bisher hat die finanzlobby schärfere aufsichtsgesetze verhindert, nicht ohne grund.
bin ganz Deiner Meinung!!
Übrigens wo bleibt die Börsenaufsicht ???
Lauter überbezahlte Papiertiger mit sehr viel Eigennutz ???
Wozu braucht man Analysten???

Um die Verantwortung von sich weisen zu können......wozu denn sonst!!!

Man muss allerdings auch differenzieren, jene die noch nie eine IDW-Stellungnahme vor Augen hatten und jene
die sich seriöserweise auch ab und zu mit Konsolidierungsmassnahmen, Bewertungsfragen und dergleichen beschäftigen,
Kenntnisse der Rechenschaftslegung sind wohl unabdingbar in meinen Augen (gerade der Wirrwarr um HGB,IAS und US-Gaap
macht es Anfängern nicht leicht sich einzulesen....ganz zu schweigen von dem Massgeblichkeitsschrott....



Schlafgut
Anal-ysten sind doch meißt für Banken
tätig. Da die Banken Neuemis begleiten
und daran sehr gut verdienen ist doch
klar daß nichts geäussert werden darf,
was gegen die eigenen Geschäftsinteressen
verstösst. Deshalb auch die schöne
Geheimsprache:
-halten = verkaufen
-sell = Kacke bereits am dampfen
-strong sell = eh schon alles zuspät.
Nur sehr selten zieht man über Unternehmen
her, und auch nur dann wenn diese wahrscheinlich
verloren sind.
Da stimme ich Dir voll zu.
Analysten braucht man nicht, wenn man sich selbst informiert. Ich komme aus dem Rußlandforum. Dort sind wir alles Typen, die auf die Analysten scheißen, denn wir haben meist unheimlich viele Rußlandaktien im Depot und versuchen uns selber ein Bild zu machen.


www.uptotrade.de
Rußland anklicken.
Tach auch!

Ich bin Jurastudent und muss auch sagen, dass mir die Börsenaufsicht zu lasch arbeitet, vor allem sind die Gesetze nicht streng genug, wie zum Beispiel in den USA!! Da werden Schwarzeschafe sofort erkannt und dementsprechend gehandelt!!!
Allerdings ist bei uns halt die Politik nicht in der Lage solche Gesetze zu erlassen, da sich immer einer auf den Schlips getreten fühlen könnte!! Und das sind ja schließlich Wählerstimmen und vor allem SPENDER!!!!

Es müsste mal einen Bundeskanzler geben, der auf so was scheißt, sorry diesen Audruck, ist aber war, der 4 Jahre lang dieses Gottverdammte Vetternsystem, Steuerhinterziehung und Bürokratiegerümpel ausmisstet und dann sagt, seht her was ich geschafft habe!!

So einer würde wahrscheinlich sogar wiedergewählt werden, weil die Leute nach kürzester Zeit schon feststellen, dass es ihnen besser geht als früher!! Siehe USA, Holland, Norwegen (Sonderstellung wegen ÖL, aber trotzdem) usw. Super Wachstum, niedrige Arbeitslosenquote, niedrige Steuern und trotzdem im Vergleich wesentlich höhere Einnahmen des Staates an Steuern als zum Beispiel in Deutschland!!

So, das musste mal gesagt werden!!!

Servas und schönen 1. Nov.!

Scheiß Aktien an solchen Tagen, dass musste ich auch noch loswerden!!!

:cry:
@josstheboss

Grundsaetzlich gebe ich Dir recht, habe allerdings den Eindruck, Du musstest Deinen Emotionen freien Lauf lassen. Endlich mal en Jurist, der dies zulaesst, die meisten verbiegen sich bei diesem Thema.
Zum Kern: aufraeumen tut wirklich not in diesem unseren Land. Nach den vielen aufgedeckten und noch verborgenen Geschichten komme ich mir manchmal wie in einem Bananenstatt vor. In Singapore, Finnland, Daenemark oder Norwegen kaeme dies nicht vor. Du hast allerdings alle Moeglichkeiten, ueber Deinen Beruf spaeter mal Deinen Beitrag zu leisten. Tu es.
Was die Analysten angeht, so plaediere ich schon lange ( in mehreren Postings ) fuer eine verstaerkte Aufsicht ( wie in USA ). Dort gibt es Ratings fuer Analysten. schwarze Schafe werden aussortiert oder werden rausgeworfen. Es erscheint merkwuerdig, aber dort gibt man noch was auf Ethik ( meistens zumindest ). Es liegt aber auch viel am Management der Banken, die koennten dem leicht ueber interne Vorgaben Einhalt gebieten.
Ich denke, es wird bald was passieren, denn das " System " bricht sich selbst bald den Nacken. Es gibt auch immer mehr Leute, die aufmucken und den Analysten die kalte Schulter zeigen.
Wenn es stimmt, dass die DB die Zahlen für das 3. Quartal schon hatte und anderen Institutionellen diese Zahlen weitergab bzw. in der Empfehlung darauf aufmerksam machte, dann ist das auf jeden Fall illegal.

Wenn die Zahlen normal ausfallen sollten, so müßte dieser gute Mensch von der DB sich allerdings einen neuen Job suchen und sich mal fragen, wieviele Kleinanleger durch ihn eine Menge Geld verloren haben (ist ihm aber wahrscheinlich sowieso egal).

Ich habe momentan keine Ahnung was ich von der ganzen Sache halten soll und ob ich drin bleibe oder doch aussteige (mit einem großen Verlust).

Der einzig ware Zug, um die Glaubwürdigkeit der DB bzw. der gesamten Analystengilde noch zu erhalten, wäre, wenn sich Herr Roller hier im Board oder im Chat stellen würde und sagen würde, was er seinen Kollegen mitteilen wolte. Vielleicht wäre auch Herr Bollag gerne dabei.
Ich denke sie sollten sich die Zeit nehmen. Schließlich möchte der eine nicht als Lügner und Dummkopf da stehen und für den anderen geht es um das Vertrauen seiner Kapitalgeber.
Ein guter Thread ist das, wie ich finde!
Ich habe zwar an anderer Stelle und im anderen Zusammenhang mitdiskutiert, möchte meine Meinung aber auch hier reinposten:
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Fakt ist leider, die IR-Abteilungen der NEMAX -Unternehmen sind löchrig wie ein Schweizer Käse.
Insiderinformationen werden, um selber nicht unter die Räder zu geraten, an Analysten weitergegeben.
Im Extremfall wären die Firmen sicherlich erpressbar, wenn sie den einstufenden Banken/Analysten die Neuigkeiten verweigern würden.

Meiner Meinung nach sollten auch solche Meldungen unter Strafe gestellt werden wie:
Mainvestor aus gutinformierten Kreisen erfahren konnte..., oder Dem Platow Brief liegen Exclusiv-News bezüglich... AG vor.

Solange diese Praktiken zwischen den Unternehmen und den Banken/Analysten aber geduldet werden, sollte auch jeder Anleger für sich versuchen, diese News gewinnbringend zu verwerten.
Leute wie Frick und Co. haben nunmal einen Informationsvorsprung und deren Hinweise sind nicht immer falsch.

Ich betone aber nochmal, dass die Regeln am NM dringend reformiert werden müssten!
jaja die Analysten... im Mittelalter hätte
man das Pack gesteinigt. Die gute alte Zeit eben ;)
Anbei Chatbeitrag, Going Public:
Fantastic ist sicher ein spekulativer Titel, allerdings sehen wir die Technologie des Unternehmens sehr positiv. Die Kritik der DB ist auf dem aktuellen Kursniveau völlig überzogen. Wer Poet bei 150 Euro zum Kauf empfiehlt, sollte vorsichtig sein...



Diskussion:
Geht das nicht zuweit was die DB zu Fantastic mkt. - SÜDSTAAT (01/11/2000 - 18:29)
fantastic... - GOINGPUBLIC-ONLINE (01/11/2000 - 18:39)

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