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Aktien Frankfurt: Schnäppchenjäger verhelfen Dax zur weiteren Erholung
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Schnäppchenjäger verhelfen Dax zur weiteren Erholung

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
06.03.2018, 15:01  |  1246   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seinen Erholungskurs fortgesetzt. Ein positiv erwarteter Börsenstart in den USA stützte die gute Stimmung. Der Dax stieg bis zum Nachmittag um 0,98 Prozent auf 12 208,86 Punkte.

Investoren nutzten die wieder günstigeren Kurse für Käufe, nachdem der deutsche Leitindex in der Vorwoche wegen Sorgen um steigende Zinsen und einen sich anbahnenden Handelskonflikt mit den USA auf Talfahrt gegangen war. "Auf dem aktuellen Kursniveau sind einige Schnäppchenjäger unterwegs, die auf eine zumindest temporäre Erholung spekulieren", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Bereits zu Wochenbeginn war so die Rückkehr über die Marke von 12 000 Punkten im Dax geglückt. Auch die Experten vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar halten nun eine - zumindest vorläufige - Stabilisierung für denkbar. Zu viel sollten sich Anleger aber davon nicht versprechen, denn nach wie vor seien weitere Verluste in nächster Zeit wahrscheinlich.

Die jüngste Erholungsbewegung setzte sich auch in den übrigen Indizes fort: Der MDax , in dem mittelgroße deutsche Unternehmen versammelt sind, gewann zuletzt 1,14 Prozent auf 25 878,74 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 1,60 Prozent auf 2577,87 Zähler vor. Europaweit zeigten sich die Börsen ebenfalls im grünen Bereich. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, legte um 0,83 Prozent zu.

Im Dax sorgten wieder aufgeflammte Spekulationen über einen bevorstehenden Börsengang der VW-Nutzfahrzeugsparte für Kursgewinne der Volkswagen-Aktie von fast 4 Prozent.

Gefragt waren auch die Anteile von Covestro mit einem Plus von 1,6 Prozent, denn für viele überraschend wird der Kunststoff-Konzern im Verlauf des Monats März ProSiebenSat.1 im Dax ersetzen.

Die Papiere des Medienkonzerns brachen zugleich unter einer "Short-Attacke" ein, bei der die Urheber auf Kursverluste setzen, um Geld zu verdienen. Das selbst ernannte Analysehaus Viceroy Research erhob zahlreiche Anschuldigungen gegen das Unternehmen. Zeitweise sackte der Kurs von ProSiebenSat.1 auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember ab. Mit einem Minus von zuletzt etwas mehr als 5 Prozent bei 28,45 Euro notierte die Aktie weiterhin auf dem letzten Platz im Dax. Ein Händler bezeichnete die Vorwürfe als "unsachlich und nicht nachvollziehbar". Auch der Konzern wies die Vorwürfe zurück.

Aufmerksamkeit zogen darüber hinaus auch zahlreiche Unternehmen mit ihren Bilanzvorlagen auf sich. Der Immobilienkonzern Vonovia enttäuschte nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr mit seinem Ausblick. Die Papiere gaben um 1,6 Prozent nach und waren zweitschwächster Dax-Werte. Die Aktien des Shoppingcenter-Investors Deutsche Euroshop legten dagegen im MDax nach einem unerwartet guten Jahr 2017 um 2,5 Prozent zu.

Schlusslicht im Mittelwerteindex mit einem Minus von 2,5 Prozent waren die Aktien des Spezialchemiekonzerns Evonik . Analysten bemängelten vor allem den überraschend schwachen freien Barmittelfluss im vierten Quartal.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,42 Prozent am Vortag auf 0,43 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 139,45 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,33 Prozent auf 159,02 Punkte. Der Euro stieg erstmals wieder seit Februar über die Marke von 1,24 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,2307 (Freitag: 1,2312) Dollar festgesetzt./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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