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Aktien Frankfurt: Dax schwächelt - Anleger befürchten Handelskrieg
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Dax schwächelt - Anleger befürchten Handelskrieg

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
11.07.2018, 12:04  |  847   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking hat die Aktienmärkte wieder voll im Griff. Nach der Ruhe der vergangenen Tage legte die US-Regierung eine weitere Liste mit möglichen Strafzöllen gegen China vor, was am Mittwochmorgen bereits die Börsen in Asien belastete. Hierzulande gab der Dax gegen Mittag um 1,32 Prozent auf 12 443,71 Punkte nach.

Der MDax , in dem sich die mittelgroßen Unternehmen befinden, verlor 0,86 Prozent auf 26 140,87 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,74 Prozent auf 2788,79 Zähler ein und auch europaweit zeigten sich die Börsen schwach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,12 Prozent.

"Die Trump-Administration lässt es eindeutig auf einen Handelskrieg ankommen", kommentierte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Nach den neuen Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump verlautete aus China, man sei "geschockt". Für den Fall des Inkrafttretens würden weitere Gegenmaßnahmen ergriffen werden, hieß es.

Abgesehen vom Zollkonflikt richten sich die Blicke auch auf den Nato-Gipfel in Brüssel. Dort droht ein heftiger Streit zwischen Trump und den Bündnispartnern um die Verteidigungsausgaben. Vor allem Deutschland wird von Trump scharf attackiert.

Unter den Einzelwerten waren die Anteile von Thyssenkrupp Schlusslicht mit minus 2,6 Prozent. Im MDax gaben Salzgitter 1,9 Prozent ab, und im SDax verloren Klöckner & Co 1 Prozent. Wie in ganz Europa litten sie besonders unter den Sorgen über einen aufflammenden Handelskrieg. Auch die deutschen Autowerte zeigten sich besonders schwach mit Verlusten zwischen 1,5 und 2,0 Prozent.

Dagegen rückten die Bedenken rund um Bayer und der frisch zugekauften Tochter Monsanto in den Hintergrund. Die Bayer-Papiere gaben um recht marktkonforme 1,6 Prozent nach. In den USA drohen dem Saatgut- und Herbizid-Hersteller zahlreiche Klagen wegen möglicher Krebsrisiken durch den Unkrautvernichter Glyphosat.

In der zweiten Reihe standen das IT-Unternehmen Bechtle und Jenoptik im Fokus. Bechtle will den französischen Branchenkollegen Inmac Wstore übernehmen. Es wäre der größte Zukauf in Unternehmensgeschichte, informierte Bechtle. Die Aktie profitierte von dem von Analysten als strategisch sinnvoll eingestuften Zukaufsplänen und stieg an der TecDax-Spitze um 4,0 Prozent.

Der Technologiekonzern Jenoptik hob nach einer Übernahme in Kanada sein Umsatzziel für 2018 an, was den Papieren zur Mittagszeit ein Plus von 0,5 Prozent bescherte./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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