DAX+0,26 % EUR/USD-0,05 % Gold+0,13 % Öl (Brent)0,00 %

Deutschland Auch Schwesig will "Spurwechsel"-Option für nicht Asylberechtigte

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
17.08.2018, 00:00  |  2622   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig plädiert für einen sogenannten Spurwechsel für Migranten, die gut integriert, aber nicht asylberechtigt sind. "In Deutschland haben die Menschen zum Teil den Eindruck, dass die falschen Leute abgeschoben werden. Wir schieben Leute ab, die integriert sind, die in Arbeit sind, deren Kinder längst zur Schule gehen und die sich in Vereinen engagieren", sagte Schwesig der "Welt".

Andere Migranten, die sich nicht an die Regeln halten, würden nicht abgeschoben, kritisierte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Eva Högl, Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, sagte: "Da wir ausschließlich diejenigen berücksichtigen wollen, die bereits in Deutschland leben, wäre eine Stichtagsregelung sinnvoll." Auch Schwesig befürwortet dies. Kerstin Tack, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, sagte zu dem Vorhaben: "Auf diese Weise schaffen wir mehrere Dinge gleichzeitig: Zum einen können wir dem steigenden Fachkräftebedarf entgegenkommen, weil wir den Zugang zu Arbeit und Ausbildung für Einwanderer erleichtern", sagte Tack. "Zum anderen haben es Menschen aus anderen Ländern dadurch leichter, sich in Deutschland einzubringen und teilzuhaben." Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), spricht sich nicht für einen generellen "Spurwechsel" aus. Er fordert aber, die Bedürfnisse von Unternehmen zu berücksichtigen: "Es wäre doch geradezu widersinnig, wenn man dann genau die abschiebt, die in unseren Betrieben zu diesen gesuchten Fachkräften ausgebildet worden sind", sagte Wollseifer der "Welt". Er betonte, dass im Handwerk händeringend Fachkräfte gesucht würden. "Wir müssen denjenigen unter den Geduldeten, die hier ausgebildet und integrationswillig sind, ein Bleiberecht gewähren, und dafür müssen wir eine gesetzliche Übergangsregelung schaffen", so Wollseifer. Alles andere sei betriebsschädigend und vor dem Hintergrund des bereits bestehenden Fachkräftemangels gesamtwirtschaftlicher Unsinn.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Wie wär's denn mal mit Mund halten und erst mal nachdenken, nachdenken und nochmals nachdenken.

Aber offensichtlich gilt immer noch: "Woher soll ich wissen was ich denke, wenn ich nicht höre was ich sage."

Neue Frauen braucht das Land, keine Frauenquote.

Mit Merkel über von der Leyen bis Schwesig: Mit diesen Frauen geht's steil in den Abgrund.
Ach so, ich vergaß: vermutlich war gemeint
"integriert in den steuerfressenden Sozialstaat".
Da sind alle irgendwie "integriert".
Nur eben nicht zum Guten.

Man sollte diejenigen dafür blechen lassen, die das wollen.
Aber diese linken Hedonisten zahlen keine Steuern.
"Da jedes Asyl-Verfahren mindestens 3 Jahre dauert, ist es klar, dass die Leute dann weitestgehend integriert sind."

Ein Beispiel für Extrem-Traumtänzerei.
Da jedes Asyl-Verfahren mindestens 3 Jahre dauert, ist es klar, dass die Leute dann weitestgehend integriert sind. Dann kann man aber das Verfahren auch abschaffen, weil es keine Konsequenz hat. Man wartet einfach drei Jahre. Wer sich integriert hat, darf bleiben, die anderen abgeschoben. Schon etwas intelligenter, aber doch durchschaubar. Mein Vorschlag wäre, die Verfahren zu beschleunigen, dann stellt sich die Frage der Integration nicht mehr.

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel