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DAX-Wochenplan: Zweiter Advent mit roter DAX-Kerze: Jahrestief eingestellt

DAX-Wochenplan Zweiter Advent mit roter DAX-Kerze: Jahrestief eingestellt

Gastautor: Andreas Mueller
09.12.2018, 12:01  |  9580   |   |   

Folgende Chartanalyse zeigt die relavanten Trading-Marken für die Kalenderwoche 50 im DAX auf.

Eine tiefrote Handelswoche ist vergangen. Mit mehr als 4 Prozent Kursverlust nahmen sich die Wall Street und der DAX gegenseitig nichts ab und vollzogen damit starke Bewegungen. Mit Blick auf die letzte Wochenanalyse ist damit die Frage nach der Range auch eindeutig beantwortet. Denn der dort skizzierte Bereicht wurde mit einem großen GAP auf der Oberseite zum Wochenstart bereits verlassen:

 

 

Mit einer Eröffnung über 11.500 Punkten war der erste Handelstag der Woche am Ende auch der stärkste und der einzige im Plusbereich. Dabei sahen wir einen kurzen Test des kleineren Abwärtstrends im Tageschart, den ich hier in rot erneut skizziere:

 

 

Es sollte wohl nicht sein. Der Ausbruch scheiterte auf Basis des Tagesschlusskurses. Im Hoch erreichten wir die Peaks aus November, wie in den Tages-Trading-Chancen zeitnah dargestellt:

 

 

Hier bot sich eine erste Short-Order in der Ermüdung des Ausbruchs an. Zur Nachvollziehbarkeit hatte ich dies einmal hier dokumentiert und lege den Trade auch kurz in dieser Wochenanalyse noch einmal anschaulich dar:

 

 

Der Stopp konnte bei Signal 2 dann entsprechend nachgezogen werden:

 

 

Mit dem Bruch der 11.460 war auch das Eröffnungsniveau vom Montag unterschritten und der Impuls als Bullenfalle enttarnt worden. Die Stimmung drehte somit komplett von Euphorie zum Wochenstart auf Abgabedruck im weiteren Verlauf. Der erste große Rutsch fand am Dienstag statt und lies das GAP komplett schließen:

 

 

Hintergrund des ersten Impulses war die erhoffte Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA beim G20-Treffen und deren Frist von 90 Tagen - eine Art "Waffenstillstand". Doch bei genauerer Prüfung erschienen den Marktteilnehmern die 90 Tage für ein so komplexes Thema als zu kurz. Nicht förderlich war dabei der Tweet von US-Präsident Donald Trump im Nachgang, entweder einen guten Deal zu machen oder keinen. Hier stehen also beide Machthaber enorm unter Druck und damit auch die Aktienmärkte, welche direkte Belastungen durch die Zölle spüren dürften.

 

So näherte sich der DAX erneut seinem Jahrestief an. Als am Mittwoch an der Wall Street wegen der Beerdigung des Ex-Präsidenten Bush kein Handel stattfand, suchte Europa nach einer Orientierung. Mehr als eine kurzfristige Erholung war es jedoch nicht und bereits zum Ende des Handelstages war die Zwischenerholung aufgezehrt. Auch hieraus ergab sich eine spannende Trading-Situation, welche ich gerne aufführte:

 

 

Über Nacht gab es dann den zweiten großen Impuls der Handelswoche. Eine Meldung zur Festnahme der Huawei-Chefin verschlechterte laut n-tv das Sentiment in Richtung Zollstreit-Einigung erneut. Die Folge war diesmal ein GAP auf der Unterseite mit einem schnellen Test des DAX-Jahrestiefs. Im klassischen Trend unterschritt der Markt diesen Punkt ohne große Gegenwehr und visierte tiefere Regionen an. Dabei war die runde Marke von 11.000 Punkten aus Sicht der Charttechnik keine Unterstützung, wie man hier noch einmal sehen kann:

 

 

Die Marke wurde am Freitag nicht noch einmal erreicht. So setzte sich der Wochentrend entsprechend auch am Freitag fort und sorgte für einen XETRA-Schlusskurs auf Wochentief.

 

 

In Summe verlor der DAX 750 Punkte und verbucht damit im Dezember ein aktuelles Minus von mehr als 4 Prozent. Die Vola war auch im Dow Jones zu sehen, welcher ebenfalls starke Volatilität zeigte:
 

 

Für die Implikationen im DAX greifen ich noch einmal den Tageschart aus der zweiten Abbildung auf. Dort ist die Tendenz sehr eindeutig - er tendiert weiter südwärts, wie beide Trendlinien anzeigen:

 

 

Das neue Jahrestief notiert auf dem ersten Zielniveau, was immer wieder in meinen Analysen des großen Bildes benannt wurde:

 

Ein schneller Fall auf 10.800 Punkte als obere Begrenzung eines Handelsbereichs, den wir im Jahr 2016 ausgeprägt hatten, wäre dabei für mich das erste Ziel.

 

Aus "Die 11.000 wackelt im DAX..." mit diesem Chartbild:

 

 

Als Update im Wochenchart ist diese alte Range nun gut zu sehen und nachbörslich mit der Indikation von XTB nahe 10.700 Punkten auch als "erreicht" markiert:

 

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