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DAX-Wochenplan: DAX-Ausblick neblig: Keine Weihnachtsrallye in Sicht

DAX-Wochenplan DAX-Ausblick neblig: Keine Weihnachtsrallye in Sicht

Gastautor: Andreas Mueller
16.12.2018, 12:40  |  8211   |   |   

Auf diese Frage der zukünftigen DAX-Entwicklung werde ich hier anhand einer technischen Analyse gezielt eingehen.

Trotz negativem Gesamtmarkt konnte der DAX in der aktuellen Handelswoche ein kleines Plus generieren und sich zumindest etwas von den neuerlichen Jahrestiefs lösen. Im direkten Vergleich zwischen dem DAX und dem Dow Jones als Vorzeige-Index der Wall Street geht der Punkt diesmal an unseren Index. Zwar betrug der Wochengewinn nur 0,72 Prozent, doch der Dow Jones rutschte vor allem am Freitag ins Minus und hinterlässt eine negative Woche mit -1,2 Prozent und einem Indexstand nahe der Verlaufstiefs. Darauf gehe ich etwas später noch einmal gesondert ein. Zuvor ein kleiner Wochenrückblick.

Nach der "tiefroten Woche zum 2. Advent" (hier nachzulesen) tauchte der Deutsche Aktienindex direkt am Montag tiefer in den skizzierten Auffangbereich des Wochencharts aus der Vorwochenanalyse ein:

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Unter hohem Abgabedruck war der Montag auch der schwächste Börsentag der Handelswoche. Im Tief erreichten wir 10.585 Punkte und markierten damit ein neues 2-Jahrestief. Erst nach diesem "Ausschütteln" des Marktes kam es dann zu der in Aussicht gestellten Korrektur. Sie vollzog sich sehr langsam, wie man beim Blick auf die Wochenentwicklung sehen kann:

 

 

Der Markt folgte damit einem Korrekturmuster, was ich in der Vorwoche anhand des Tageschart wie folgt skizziert und angedeutet hatte (altes Chartbild):

 

 

Trägt man die aktuellen Hochpunkte der Woche nun in diesem Chartbild ab, wird die Berührung des Marktes mit der Trendlinie sehr gut sichtbar und ist keine "Überraschung" mehr. Sie stellte sich als Widerstand heraus:

 

 

Dabei war der Bereich um 10.940 Punkte sehr relevant - kurzer Einwurf aus der Vorwoche als Zitat:

 

Aufgezoomt wird der Bereich noch deutlicher sichtbar. Konkret endet er erst über 10.940 Punkten und unterstreicht noch einmal, dass solche Marken relevanter sind, als optisch runde Marken wie die 11.000er.

 

Auch die EZB konnte den Markt letztlich nicht darüber hinwegheben. Wie Mario Draghi am Donnerstag zur EZB-Sitzung aussagte, ist wohl die "große Geldschwemme" (mit den Worten der SZ gesprochen) vorbei, die Europäische Zentralbank bleibt jedoch der größte Akteur am Anleihemarkt. Die Zinsen blieben weiterhin auf historisch niedrigem Niveau. Dies soll auch bis in den Sommer 2019 hinein so bleiben.

Ohne Vola zu diesem Event blieb daher nur die Orientierung an den vorherigen Chartmarken. Der unten blau markierte Bereich war somit das Ziel der Bullen und hatte bei einem Bruch das Potenzial, erneut die Bären die in den Markt zu locken. Ich nenne solche Marken dann immer "Short-Trigger" und versuche mich direkt dort zu positionieren, wie auch im Forum vermerkt:

 

 

Ausgelöst wurde dieser Trigger in der Nacht, was man nur in einem Endloskontrakt mit CFDs handeln konnte, nicht jedoch zu den Börsenhandelszeiten.

Hier bildete sich erneut ein GAP aus, eine so genannte "Kurslücke" im Chartbild zwischen dem abendlichen Schlusskurs und der Markteröffnung des Folgetages. Auch dies ist immer wieder ein spannendes Szenario, auf das vor allem Daytrader mit ihren Setups abzielen. Wie man in der Nachbereitung des gezeigten Handelstages sehen kann, wurde diese Kurslücke dann am Freitag geschlossen und zeigte damit einmal mehr den Sinn hinter solchen Analysen:

 

 

Selbige GAP-Strategie konnte auch an der Wall Street eingesetzt werden. Hier sahen wir mehrfach mehrere hundert Punkte GAPs zur jeweiligen Handelseröffnung, welche bereits wenig später geschlossen wurden. Zwischen diesen beiden Markierungen schwankte somit der Freitag:

 

 

So als Beispiel am Dienstag, als 400 Punkte Aufschlag in der Eröffnungsphase komplett abverkauft wurden und im Forum für entsprechende Emotionen sorgte:

 

 

Auch hier war eine blau skizzierte Range im Markt dominant, an der sich die Akteure orientierten. Im Falle des Dow Jones kommt diesem Bereich noch eine weiter Bedeutung zu. Denn mit der 24.000 Punkte hat der Dow Jones nicht nur für Daytrader eine spannende Marke im Blick. Diesen Bereich konnten wir in den letzten Monaten bereits mehrfach berühren und uns davon bisher dynamisch lösen:

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Kommentare

Heute wird es interessant, die FED sollte mit spielen das wäre dann das Streichholz für die Jahresendrally.

Bereits gelöst Fragen im Vorfeld:

Italien wurde gelöst indirekt durch Frankreich, die Britten Ende Januar und Trump geht über Weihnachten in sich und damit wird der Handelskonflikt mit China auch noch entschärft.

In diesem Sinn sehen wir dem Abend mit Spannung entgegen. :-)
Zitat von pegasusorion: Es sieht nach Bodenbildung um die 24000 er Marke aus, die bis dato mehrfach verteidigt wurde und somit dürft ein neuer Ausbruch anstehen in Richtung des alten Hochs.

Ich sage Weihnachstrally, das sagt übrigens auch der Goldpreis? :-)


Gestern ist es durchgerattert und die Jahrestiefs sind nicht weit:

Bild: 164_20181218084043_2018-12-18-dow-jones-jahrestief

Ob diese dann halten? Immerhin sind keine Jahresgewinne dann mehr vorhanden bei den US-Anlegern :eek:

Gruß Bernecker1977
Es sieht nach Bodenbildung um die 24000 er Marke aus, die bis dato mehrfach verteidigt wurde und somit dürft ein neuer Ausbruch anstehen in Richtung des alten Hochs.

Ich sage Weihnachstrally, das sagt übrigens auch der Goldpreis? :-)
@soko1
Aufpassen ! Das Offensichtliche ist richtig, aber andereseits breite Marktmeinung und "in".
Überraschungen hätten antizyklisch Potenzial.

Es wäre einfach zu einfach.

Bin selbst gespannt.

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