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Börse 2019 wird ein gutes Jahr, wenn … UN-Nachhaltigkeitsziele als Performancetreiber

Gastautor: Thomas Hellener
26.02.2019, 07:23  |  4412   |   |   

Die Alarmzeichen häufen sich. So hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter abgekühlt. Und genau durch diese weiterhin schwächelnde Industrie ist die deutsche Wirtschaft Ende 2018 nur knapp an einer Rezession vorbeigeschliddert. In Q4 stagnierte das Bruttoinlandsprodukt auf dem Niveau des vorherigen Quartals, in dem das BIP um 0,2 Prozent schrumpfte. Im Gesamtjahr 2018 wuchs das Bruttoinlandsprodukt dennoch um 1,4 Prozent. Dazu kommt, dass der Ifo-Geschäftsklimaindex im Februar mit 98,5 Punkte auf den niedrigsten Wert seit Dezember 2014 gesunken ist.

Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA in Sicht?

„Die Märkte brauchen einen Befreiungsschlag“, sagt deshalb auch Dr. Hendrik Leber, Manager unseres global investierenden Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Global Challenges, während dem jüngsten PRIMA-Fondsmanagerdialog (https://youtu.be/rNkC--fSZBI ). Und diesen Befreiungsschlag könne nur das Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China auslösen. Und Leber ist optimistisch, dass eine Lösung in Sicht ist. China brauche die Exporte in die USA, um seine Wachstumsziele zu erreichen. Und US-Präsident Donald Trump könne sich dann als großer Gewinner feiern lassen, der die Zölle senken konnte.

Folgen des Brexit sind kaum zu ermessen

Doch neben dem Handelskrieg zwischen Washington und Peking ist es vor allem der bevorstehende Brexit, der Leber Sorgen bereitet. „Wie auch immer er schlussendlich ausgeht, er wird tiefe Risse in der europäischen Wirtschaft hinterlassen. Unternehmen wie Honda, Toyota oder Dyson verlassen Großbritannien. Viele Superreiche flüchten, um sich vor den Folgen des Brexits zu schützen. Und das wohl nicht zu Unrecht. Denn sollte es zu einem ungeordneten Brexit kommen, werden wir ein großes Chaos erleben, dessen Folgen derzeit kaum zu ermessen sind“, ist sich Leber sicher. „Das Jahr wird für die Aktienmärkte gut verlaufen, wenn der Handelsstreit beigelegt wird, auch wenn der Brexit gerade für Europa ein großer Unsicherheitsfaktor bleiben wird. Geht beides schief, dann wird das ein sehr hartes Jahr für Anleger.“

UN-Nachhaltigkeitsziele sind Zukunftsthemen und Performancetreiber - Portfoliocheck

Das ist aber nur die kurzfristige Sicht. Auf mittlere und langfristige Sicht sei man aber gerade mit einen Nachhaltigkeitsfonds wie dem PRIMA – Global Challenges gut aufgestellt, ist sich Leber sicher, und macht dies an den Zukunftsthemen deutlich, wie sie von den Vereinten Nationen formuliert wurden. Mit ihren 17 „Sustainable Development Goals“, also ihren Nachhaltigkeitszielen, haben die UN einen Katalog formuliert, der die wichtigsten Zukunftsthemen umfasst. Und dass der Fonds hier sehr gut aufgestellt ist, um diese Ziele zu erreichen, wird an den Aktien im Fonds deutlich. Nehmen wir das 3. Ziel „Gesundheit und Wohlergehen“. Hier sind es Unternehmen wie Coloplast, Konica Minolta oder auch Sonova, die sich stark engagieren. Im Bereich „Hochwertige Bildung“ sind es Benesse Holdings, die im Bereich Fernunterricht tätig sind, und der britische Verlag Pearson, die sich hier besonders intensiv einbringen. Ein weiteres Ziel ist die „Gleichberechtigung der Geschlechter“. Hier zeigt der Aviva-Konzern, wie man den Anteil von Frauen in Führungspositionen ausbaut und dabei sehr erfolgreich ist. Auf der anderen Seite ist es die Swiss Re-Versicherung, die Trainings für Frauen in Führungspositionen anbietet und in ihren Führungsgremien selbst eine hohe Frauenquote hat. Und geht es um bezahlbare und saubere Energie sowie Maßnahmen zum Klimaschutz, hier sind Unternehmen wie SunPower, Nordex, Siemens Gamesa und Ormat Technologies aus dem Fondsportfolio zu nennen. Und für den Bereich „verantwortungsvoller Konsum“ engagieren sich zum Beispiel Henkel und Hain Celestial. Nicht zu vergessen die Portfoliowerte Osram und Signify, die sich intensiv dem Thema „vertical farming“ annehmen. Mit diesen vertikal gebauten Gewächshäusern kann man überall in der Welt Lebensmittel erzeugen, die dann der Bevölkerung direkt zu Gute kommt. Hinzu kommt, dass hierbei natürliche Ressourcen wie Wasser und das Sonnenlicht sehr effektiv eingesetzt werden. Ein anderer Vorteil: diese Lebensmittel werden nicht durch Pestizide belastet.

Und dann nicht zu vergessen: All dies sind Zukunftsthemen, mit denen man schon heute sehr gut Geld verdienen kann. Immerhin hat der Fonds seit Jahresbeginn einen Wertzuwachs von über 15 Prozent zu verzeichnen. Da der PRIMA – Global Challenges aber ein reiner Aktienfonds ist, muss Anlegern bewusst sein, dass kurzfristige Marktschwankungen in Kauf genommen werden müssen.

 

 

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