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Weltautokrise: Autopapst Dudenhöffer attestiert Krisenmodus

Gastautor: w:o Gastbeitrag
12.06.2019, 13:23  |  3275   |   |   

Die vom US-Präsidenten Donald Trump ausgelösten Zollkriege und Sanktionen
treiben den Weltautomarkt immer tiefer in die Krise. Im Jahr 2019 wird die Nachfrage
nach Neuwagen weltweit um mehr als vier Millionen Verkäufe schrumpfen. So
erheblich war der Rückgang selbst in der Weltfinanzkrise 2008 und 2009 nicht. Derzeit
erleben wir den größten Einbruch des Weltautomarkts seit mehr als 20 Jahren. Setzt
der US-Präsident seine jüngste Drohung um, weitere US-Importe im Volumen von 300
Milliarden Dollar mit Strafzöllen zu belegen, besteht die Gefahr einer Weltautokrise.

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Die Pleite der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers am 15. September
2008 war Ausgangspunkt der Weltfinanzkrise, die deutliche Spuren im Weltautomarkt hinterließ. In der Folge mußten GM und Chrysler Insolvenz nach Chapter 11 des USHandelsrechts melden. Am stärksten war damals der US-Automarkt von 16,1 Millionen Fahrzeugen im Jahre 2007 auf 10,4 Millionen Neuwagenverkäufe im Jahre 2009 zusammengebrochen. Weltweit konnte China einen wichtigen Teil des US-Einbruchs gutmachen, so dass der Weltautomarkt auf 56,2 Millionen Neuwagenverkäufe zurückging, wie Abb. 1 zeigt.

Automarkt China seit 12 Monaten im Minus

Das Jahr 2019 wird weltweit für die Autoindustrie mit mehr Stress verbunden sein als
2009. Nach unserer eher konservativen Prognose werden 2019 die Fahrzeugverkäufe
weltweit um mehr vier Millionen Neuwagen gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Das
ist global ein doppelt so großer Rückgang wie mitten in der Weltfinanzkrise. Einer der
Hauptauslöser sind die großen Unsicherheiten durch die Zollkriege und Sanktionen
der US-amerikanischen Regierung unter Präsident Donald Trump. Am stärksten ist
China betroffen. In den ersten vier Monaten sind die Fahrzeugverkäufe um 15%
eingebrochen. Auch im Mai brach der chinesische Automarkt um 13% auf 1,61
Millionen Neuwagenverkäufe gegenüber dem Vorjahresvergleichsmonat ein. Damit
war der Neuwagenmarkt in China im 12. Monat hintereinander im Minus. Zwar plant
die chinesische Regierung Maßnahmen zur Belebung, etwa die verzögerte Einführung
von Euro 6 Emissionsvorschriften, aber selbst bei Abfederung des Rückgangs muß
über das Jahr mit einem Absatzeinbruch von mehr als zehn Prozent in China
gerechnet werden.

China-Probleme: Deutlichere Auswirkungen in Q2 erwartet

Die Auswirklungen auf die Geschäftszahlen der Autobauer werden sich erst im zweiten

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