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CTS EVENTIM IM FOKUS Aus die Maut

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.06.2019, 16:08  |  1145   |   |   

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Von der Pkw-Maut in Deutschland hatte sich CTS Eventim als Systemmitbetreiber einen Wachstumsschub versprochen. Diese Pläne sind mit dem Entscheid des Europäischen Gerichtshofs geplatzt. Der für Konzerttickets bekannte Konzern kann nun aber zumindest auf eine mögliche Entschädigung hoffen. Was bei dem im Nebenwerteindex SDax notierten Unternehmen los ist, was Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt lief.

DAS IST LOS BEI CTS EVENTIM:

Der Verkauf von Konzerttickets und die Promotion für Festivals wie "Rock im Park" und "Southside" sind das Kerngeschäft des Münchner Unternehmens mit Verwaltungssitz in Bremen. Zuletzt machte CTS Eventim aber vor allem durch ein völlig anderes Thema von sich reden: der deutschen Pkw-Maut, die am 18. Juni vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gestoppt wurde. Das Gericht sieht die Pläne der Bundesregierung als nicht vereinbar mit EU-Recht an, weil dadurch Fahrer aus dem Ausland benachteiligt würden.

Den Zuschlag für das Projekt hatte CTS Eventim gemeinsam mit dem österreichischen Mautsystem-Anbieter Kapsch Trafficcom im vergangenen Jahr erhalten. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kündigte die Verträge nach dem EuGH-Entscheid. "Gemeinsam mit unserem Joint-Venture-Partner Kapsch Trafficcom AG prüfen wir nun die Gründe für die Kündigung und deren Auswirkungen", hatte CTS am 19. Juni mitgeteilt.

Für den Verkehrsminister ist das Scheitern des Projekts ein Desaster, für den Steuerzahler ein teurer Flop. Für CTS bedeutet das Aus der Maut-Pläne möglicherweise Entschädigungszahlungen. Sollte es zum Streit darüber kommen, sähen die Verträge "Streitbeilegungsmechanismen" vor, also Wege zur Schlichtung, "die eine zügige Entscheidung ermöglichen", sagte Scheuer.

Bei einer Befragung im Bundestag am Mittwoch gab Scheuer dann drei Gründe für die Kündigung der Maut-Verträge an: Ordnungs- und Europarecht, die Leistung der Auftragnehmer und das Verhalten der Unternehmen nach der ausgesprochenen Kündigung - denn diese hätten auch danach noch Unteraufträge an andere weitere Firmen vergeben. Das sei ein "sehr, sehr triftiger Kündigungsgrund".

Zur Leistung des Vertragspartners sagte Scheuer, es sei um die "Feinplanung gegangen", da seien Fristen überschritten worden. Bei einem großen Projekt gebe es zwar "immer auch mal Ruckeleien". Aber das Entscheidende sei gewesen, dass der Auftragnehmer am Tag vor dem Gerichtsurteil - also am 17. Juni - mitgeteilt habe, "dass er mit dem gegenseitigen Arbeiten nicht zurechtkommt". Daraus habe sich ein weiterer Kündigungsgrund "mit sehr guten Chancen" entwickelt.

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Diskussion: CSU-Verkehrsexpertin: Maut-Urteil kam sehr überraschend


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