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    Passives Einkommen  99601  0 Kommentare Deutschlands Rekordhalter bei Dividendenerhöhungen ist die MDAX-Perle Fuchs

    Der MDAX-Konzern Fuchs ist so nahe dran ein Dividenden-Aristokrat zu werden wie kein anderes Unternehmen in Deutschland. Die Aussichten sind gut.

    Für Sie zusammengefasst
    • Fuchs auf dem Weg zum Dividenden-Aristokraten in Deutschland, gute Aussichten.
    • Dividenden-Philosophie in Deutschland anders als in den USA, Fuchs als Ausnahme.
    • Experten raten zur Aufstockung der Fuchs-Aktie, Kursziel 48,70 Euro.
    • Report: Hebeln - aber richtig!
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    Im Dividenden-Radar wenden wir uns heute dem Unternehmen in Deutschland zu, dass über einen längeren Zeitraum seine Dividenden konstant erhöht hat als jedes andere – Fuchs. Der MDAX-Konzern, der bis zum vergangenen Jahr noch Fuchs Petrolub hieß, hat mittlerweile 22 Jahre in Folge seine Ausschüttungen aufgestockt und ist damit nur noch drei Jahre davon entfernt, zum Dividenden-Aristokraten zu werden.

    Seit Fresenius Ende vergangenen Jahres beschlossen hat, die Dividendenzahlungen auszusetzen, gibt es in Deutschland kein Unternehmen mehr, das mindestens 25 Jahre in Folge seine Ausschüttungen gesteigert hätte. Das ist aber die Voraussetzung, um in den Kreis der Dividenden-Aristokraten aufgenommen zu werden. In der noch exklusiveren Königs-Kategorie – Unternehmen mit mindestens 50 Jahren kontinuierlicher Dividendenerhöhungen – befinden sich fast nur US-Konzerne, wie beispielsweise Coca-Cola, die wir in der vergangenen Woche besprochen haben oder Altria aus dem Radar von Anfang April.

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    Die Dividenden-Philosophie in Deutschland setzt andere Schwerpunkte als in den USA. Während hierzulande darauf geachtet wird, eine möglichst hohe Dividende auszuschütten, hat auf der anderen Seite des Atlantiks die Verlässlichkeit der Dividendenerhöhungen einen höheren Stellenwert. Umso schwerer ist es, hier ein Unternehmen zu finden, das einem passiven Investor diese Stabilität bietet. Fuchs stellt da eine rühmliche Ausnahme dar, und die Dividendenrendite des Schmierstoff-Spezialisten kann sich auch sehen lassen. Bei den Vorzügen (Dividende 1,11 Euro je Aktie) beträgt die Rendite mit Blick auf den Jahresschlusskurs rund 3,0 Prozent.

    Fuchs hat als eines der Unternehmensziele festgelegt, dass die Dividende jährlich gesteigert werden soll. Die alte Vorgabe, wonach auch eine Dividende auf Vorjahresniveau möglich ist, wurde im vergangenen Jahr über Bord geworfen. Das zeigt ein großes Vertrauen in die Geschäftsentwicklung durch die Konzernspitze. 

    FUCHS Pref

    +1,95 %
    -4,48 %
    +1,97 %
    +3,08 %
    +26,45 %
    +0,97 %
    +24,43 %
    +28,46 %
    +51,39 %
    ISIN:DE000A3E5D64WKN:A3E5D6

    Zu den Finanzzielen des Konzerns zählt auch eine Steigerung des EBIT bis 2025 auf 500 Millionen Euro, von der 2023 erreichen Rekordmarke von 413 Millionen Euro ausgehend. Der Nettogewinn, der 2023 um neun Prozent auf 283 Millionen Euro gestiegen ist, soll Analystenprognosen zufolge im laufenden Jahr auf 308 bis 311 Millionen Euro steigen. Das wäre erneut ein Plus zwischen neun und zehn Prozent. Liquidität und Cashflow sehen ebenfalls sehr gut aus, eine erneuten Erhöhung der Dividende im nächsten Jahr ist also durchaus vertretbar.

    Das sagen die Experten

    Die Aktie läuft schon seit etwa 20 Monaten sehr gut und hat sich in diesem Zeitraum um etwa 80 Prozent verteuert. Allein seit Jahresbeginn steht ein Kursgewinn von 12,4 Prozent zu Buche. Wobei die Kursperformance natürlich nicht ausschlaggebend für die Wahl einer Dividendenaktie ist. Die Experten sehen die Kurschancen der Titel in den nächsten zwölf Monaten auch deutlich verhaltener.

    Die zehn von MarketScreener erfassten Analysten, die die Fuchs-Aktie beobachten, raten im Schnitt dazu, sie aufzustocken. Ihr mittleres Kursziel von 48,70 Euro entspricht einem Aufwärtspotenzial zum aktuellen Kurs von lediglich 6,9 Prozent.

    Fazit

    Mit Blick auf die Dividendenrendite und die Verlässlichkeit gibt es durchaus Vergleichspunkte zwischen unserem Champion der vergangenen Woche, Coca-Cola und der MDAX-Perle Fuchs. Es ist auch nicht absehbar, dass die Nachfrage nach den Produkten der beiden Konzerne in näherer Zukunft nachlassen könnte. Fuchs ist mit weltweit über 100.000 Kunden aus so ziemlich allen Branchen von Automobil über Bergbau, Maschinenbau, Energie, Bau bis hin zu Lebensmitteln der weltgrößte unabhängige Hersteller von Schmierstoffen.

    Das 1931 gegründete Unternehmen wird von Stefan Fuchs geführt, der Mitglied der Gründerfamilie ist. Diese hält mit rund 55 Prozent der Stammaktien auch die Mehrheit an dem Unternehmen. Für 2024 haben es sich die Mannheimer zum Ziel gesetzt, einen freien Cashflow von etwa 250 Millionen Euro zu generieren. Im vergangenen Jahr war er inflationsbedingt außergewöhnlich stark von 61 Millionen Euro (2022) auf 465 Millionen Euro (2023) hochgeschnellt. Diese Entwicklung war zwar einmalig und kann nicht in gleichem Umfang wiederholt werden, das angestrebte Jahresziel ist jedoch mehr als ausreichend, um auch eine höhere Dividende zu finanzieren. zur Einordnung: Für 2023 schüttete Fuchs insgesamt 147 Millionen Euro an seine Anteilseigerinnen und Anteilseigner aus.

    Wer mit der Fuchs-Aktie auf ein monatliches passives Einkommen von 1000 Euro, beziehungsweise von 12.000 Euro im gesamten Jahr, kommen will, benötigt dafür 10.811 Vorzugsaktien des Unternehmens. Bei einem aktuellen Kurs von 45,56 Euro entspricht das einem Kapitaleinsatz von etwa 492.550 Euro. Zum Vergleich: Bei Coca-Cola waren es etwa 358.000 Euro, bei der Allianz sind es derzeit rund 230.000 Euro und bei der Munich Re 370.000 Euro.

    Übersicht zur Dividende (VZ) von Fuchs*

    Marktkapitalisierung: 5,62 Milliarden Euro

    Dividende erhöht: 22 Jahre in Folge

    Dividende nicht reduziert: 30 Jahre in Folge

    Durchschnittliche Erhöhung der Dividende in zehn Jahren: ca. 4,7% p.a.

    Durchschnittliche Erhöhung über die letzten 22 Jahre: 12% p.a.

    Zeitplan

    11.03.2024: Dividendenankündigung

    09.05.2024: Notierung ex Dividende

    13.05.2024: Dividendenzahlung

    * Quelle: Fuchs, wallstreetONLINE.

    GJ

    Dividendenrendite in %

    Dividende in Euro

    (Vorzugsaktie)

    2026e       2,83e     1,29e
    2025e       2,70e     1,23e
    2024e       2,55e     1,16e
    2023       3,0     1,11
    2022       3,3     1,07
    2021       2,6     1,03
    2020       2,1     0,99
    2019       2,2     0,97
    2018       2,6     0,95
    2017       2,1     0,91

    * Quellen: Fuchs, FactSet, wallstreetONLINE

    Die optimale Dividendenstrategie

    Eine optimale langfristige Dividendenstrategie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter dem individuellen Risikoprofil, den Anlagezielen und der finanziellen Situation. Hier sind jedoch einige allgemeine Prinzipien, die empfohlen werden können:

    Diversifikation: Investieren Sie in eine breite Palette von Unternehmen und Sektoren, um das Risiko zu streuen. Diversifikation kann helfen, das Portfoliorisiko zu mindern, da nicht alle Sektoren gleichzeitig von Marktschwankungen betroffen sind.

    Qualitätsaktien wählen: Achten Sie auf Unternehmen mit einer starken Bilanz, stabilen Cashflows und einer Geschichte von zuverlässigen und wachsenden Ausschüttungen. Solche Unternehmen sind oft besser positioniert, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Dividenden zu zahlen.

    Reinvestition von Dividenden: Das Reinvestieren von Dividenden kann das Wachstum des Portfolios beschleunigen. Durch den Zinseszinseffekt können reinvestierte Dividenden über die Zeit einen signifikanten Beitrag zum Gesamtertrag des Portfolios leisten.

    Langfristige Perspektive: Dividendenstrategien sind oft langfristig ausgerichtet. Marktschwankungen sollten daher nicht zu überstürzten Entscheidungen führen. Geduld und Beständigkeit sind Schlüssel zum Erfolg.

    Steuereffizienz berücksichtigen: Die steuerliche Behandlung von Dividenden kann je nach Land und individueller Situation variieren. Es ist wichtig, Steuereffekte in die Strategie einzubeziehen.

    Überwachung und Anpassung des Portfolios: Portfolios sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden, um sicherzustellen, dass es weiterhin den eigenen Anlagezielen entspricht und gut diversifiziert bleibt.

    Bewertung: Achten Sie auf die Bewertung der Aktien. Hohe Dividendenrenditen sind nicht immer ein gutes Zeichen; sie können auch ein Hinweis auf Probleme im Unternehmen sein.

    Verwendung von Dividendenfonds, -ETFs: Für Anleger, die nicht direkt einzelne Aktien auswählen möchten, können Dividendenfonds eine praktikable Alternative sein, da sie eine gute Möglichkeit zur Diversifikation bieten.

    Fazit:

    Dividendeninvestitionen können eine großartige Möglichkeit sein, ein passives Einkommen aufzubauen. Indem Sie sich auf Unternehmen mit stabiler Dividendenhistorie konzentrieren, können Sie Ihr Portfolio schrittweise ausbauen. Dabei ist natürlich immer zu beachten, dass Investitionen in Dividendenaktien – wie alle Investitionen – mit Risiken verbunden sind.

    Weitere interessante Dividendenaktien finden Sie auch in der Dividenden-Watchlist unseres Börsenexperten Markus Weingran, dessen Börsenlounge sich täglich mit aktuellen Marktentwicklungen, Investitionstipps und Finanzthemen befasst.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

    Der große Dividenden-Überblick!Dennis Riedl verrät, wer wann oder wie viel am deutschen und am US-Markt zahlt. Wer ragt dabei im DAX heraus? Was machen die US-Werte? Welche Unternehmen kommen sogar auf zweistellige Renditen? Das alles erfahren Sie in seinem kostenlosen Dividenden-Report.




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    Verfasst vonIngo Kolf
    Passives Einkommen Deutschlands Rekordhalter bei Dividendenerhöhungen ist die MDAX-Perle Fuchs Der MDAX-Konzern Fuchs ist so nahe dran ein Dividenden-Aristokrat zu werden wie kein anderes Unternehmen in Deutschland. Die Aussichten sind gut.

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