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Marktkommentar: Stefan Amenda (MEAG): Tiefer Zins, hoher Ertrag
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Marktkommentar Stefan Amenda (MEAG): Tiefer Zins, hoher Ertrag

Nachrichtenquelle: Asset Standard
02.12.2019, 14:00  |  108   |   |   

Stefan Amenda, Leiter Multi Asset, über ein ungewöhnliches Anlagejahr, das als eines der besten in die jüngere Geschichte eingehen wird. Wie geht es weiter?

Stefan Amenda, Leiter Multi Asset, über ein ungewöhnliches Anlagejahr, das als eines der besten in die jüngere Geschichte eingehen wird. Wie geht es weiter?

Hätten Sie vor einem Jahr gedacht, dass viele Anleihen und Aktien heute nicht nur einfach im Plus liegen würden, sondern zu einem guten Teil sogar im deutlich zweistelligen Bereich?

Die Märkte waren 2018 über weite Strecken enorm unter Druck. Insbesondere im vierten Quartal kam es nochmals zu einem massiven Ausverkauf insbesondere an den Aktienmärkten. Doch auch nahezu alle anderen Anlageklassen verbuchten Verluste. Daher konnten selbst breit diversifizierte Portfolios keinen positiven Ertrag erwirtschaften. Entsprechend verhalten war in diesem Umfeld die Markterwartung der meisten Akteure für 2019. Im Gegensatz zur Mehrheit der Investoren sind wir als Multi Asset-Team konstruktiv ins Jahr gestartet und waren mit unserer Positionierung über das Jahr hinweg sehr erfolgreich. Sowohl in den ERGO Vermögensmanagement-Fonds als auch in den MEAG Mischfonds haben wir eine sehr erfreuliche Wertentwicklung für unsere Kunden erzielt.

Wann drehte die Stimmung?

Die Stimmung an den Märkten war Ende 2018 extrem negativ. Spätestens im Dezember hatten auch die letzten Investoren kapituliert und ihre Positionen am Aktienmarkt deutlich reduziert. Das lag vor allem an den Risikobudgets, mit denen viele Investoren arbeiten. Ein Risikobudget ist sozusagen ein Puffer für mit eventuellen Verlusten verbundene Risiken. Als dann diese Budgets durch die massiven Kursverluste aufgebraucht waren, mussten die Investoren in einem illiquiden Markt zu niedrigen Kursen verkaufen. Die Stimmung drehte dann Anfang Januar, als die US-Arbeitsmarktzahlen über den Erwartungen lagen. Diese Nachricht löste an den Märkten eine Kettenreaktion aus. Investoren, die mittlerweile von einer Rezession in den USA ausgingen und sich entsprechend defensiv positioniert hatten, mussten ihre vorsichtige Haltung aufgeben und ihre Aktienquoten erhöhen. Das führte zu steigenden Kursen. In den Wochen und Monaten darauf sahen sich immer mehr Anleger gezwungen, sich an den Märkten zu engagieren, was die Kurse weiter nach oben trieb. Aufgrund unserer konstruktiven Marktmeinung zu Beginn des Jahres waren wir also in einer sehr komfortablen Position. Davon haben unsere Anleger eindeutig profitiert.

Was hat sich geändert seit letztem Jahr?

Der weiterhin ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China belastet das globale konjunkturelle Umfeld. Allerdings haben sich beide Länder im Oktober auf die Ausarbeitung eines Interimsabkommens verständigt. Darüber hinaus gab es zuletzt weitere positive Signale von beiden Seiten, was die Märkte mit Erleichterung aufgenommen haben. Positiv stimmt auch die weitere Stabilisierung bei einigen Wirtschaftsindikatoren insbesondere in Europa sowie in den Schwellenländern. In den USA zeigt sich die Konjunktur weiterhin in einer robusten Verfassung. Auch hat der Brexit seine politische und wirtschaftliche Sprengkraft verloren, nachdem sich Zug um Zug herauskristallisierte, dass es einen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der EU wohl nicht geben dürfte. Günstig für die Kapitalmärkte hat sich auch die klare Positionierung der Notenbanken in Richtung einer weiterhin sehr expansiven Geldpolitik ausgewirkt.

Was heißt das für den Anleger?

Das ist eine gute Frage. Wir machen uns aktuell intensiv Gedanken, wie wir unsere Fonds für das nächste Jahr positionieren. Auf der einen Seite sehen wir eine gewisse Stabilisierung, was das konjunkturelle Umfeld anbelangt, sowie eine leichte Entspannung im Handelsstreit. Die Notenbanken dürften zunächst bei ihrer expansiven Geldpolitik bleiben. Auf der anderen Seite ist nach unserer Einschätzung die Positionierung der Marktteilnehmer nicht mehr ganz so defensiv wie in den letzten Monaten. Viele Investoren haben mittlerweile ihr Untergewicht in Aktien reduziert und ihre Cash-Quoten verringert. Daher werden wir voraussichtlich etwas vorsichtiger ins neue Jahr starten. Mit den ERGO Vermögensmanagement-Fonds ist der Anleger langfristig gut aufgestellt, da uns in diesen Fonds nahezu das gesamte Kapitalmarktuniversum zur Auswahl steht und wir die jeweilige Anlage je nach Performance-Potenzial flexibel über die verschiedenen Anlageklassen steuern können.


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