WTI /Brent ÖL Ölbohrinseln, Hongkong und Donald Trump!

Gastautor: Philip Hopf
01.06.2020, 13:52  |  3625   |   |   

Nach der wöchentlichen Bohrinselzählung von Baker Hughes, die ergab, dass die Anzahl der Ölbohrinseln in den USA in der vergangenen Woche um 15 auf 237 gesunken war, legen die Rohölpreise am Freitag noch einmal zu. Zwar hatten wir immer wieder betont, dass es in WTI ein Unterschreiten von $30.56 und in Brent von $34.01 bedarf, um ein Hoch zu bestätigen. Beide Unterstützungen konnten mehrfach verteidigt werden und haben letztlich noch einmal zu einem finalen Aufbäumen der beiden Märkte geführt. Mit Berücksichtigung der Gesamtlage als auch der rein technischen Betrachtung, gehen wir jedoch nicht davon aus, dass es sich hierbei momentan um eine nachhaltige Aufwärtsbewegung handelt.

So ist die Stimmung an den Finanzmärkten zum Wochenschluss weniger zuversichtlich. Dazu trägt zum einen der anhaltende Konflikt zwischen den USA und China bei, als auch der nun inmitten der zunehmenden Spannungen neu aufflammende Brandherd um die restriktiven Sicherheitsgesetze für Hongkong.

Das Säbelrasseln zwischen den beiden Großmächten wird somit noch eine Weile anhalten, was Donald Trump zum Wochenschluss noch einmal verdeutlich hat, in dem er sagte: „Wir werden bestimmte Entscheidungen treffen und sie morgen diskutieren“, ohne jedoch Details zu nennen.

Gleichzeitig haben die Amerikaner an der Heimatfront mit stetig steigenden Arbeitslosenzahlen und schlechten Konjunkturdaten zu kämpfen. Die US-Bürger haben ihren Konsum in der Corona-Krise drastisch eingeschränkt, wodurch die Konsumausgaben im April im Rekordtempo zurückgingen.

Der schrumpfende Konsum dämpft die Nachfrage nach Rohöl und belastet ohnehin schon überfüllte Lagerbestände. Mit der Hoffnung, dass durch den Wegfall von Beschränkungen in vielen Ländern die Nachfrage wieder anzieht, haben sich die Ölpreise zwar deutlich von ihrem Einbruch zu Beginn der Corona-Krise erholt. Dennoch sind die am Donnerstag veröffentlichten Rohöllagerbestände in den USA überraschend angestiegen.

Zwar konnten beide Sorten Ihre Unterstützungen verteidigen und folglich noch einmal eine Gegenbewegung ausbauen, dennoch müssen wir bei unserer Erwartung bleiben, dass es sich hierbei lediglich um eine Übertreibung handelt und WTI als auch Brent noch einmal eine deutliche Abwärtsbewegung ausbauen werden.

 

Brent Öl

Die Klaus Lage-Band: „Tausend mal berührt tausend Mal ist nix passiert, tausend und eine Nacht und es hat Zoom gemacht.“ So hat auch Brent mehrfach die Unterstützung bei $34.01 getestet bis es zum Wochenschluss letztlich Zoom gemacht hat und der Markt noch einmal deutlich zugelegt hat. Wir hatten mehrfach betont, dass es diese Unterstützung zu unterschreiten gilt, um das Hoch in Welle [i] in Rot zu bestätigen. Nun müssen hier noch einmal Notierungen im Bereich von $39.70 mit eingeplant werden, bevor sich die Bären wieder aufs Parket wagen. Auch das Ziel auf de Unterseite für Welle [ii] in Rot mussten wir nach oben anpassen. Dieses verläuft nun im Bereich von $25 - $28.

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