ROUNDUP: Greenpeace fordert Ende der Öl- und Gasindustrie in der Nordsee
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ROUNDUP Greenpeace fordert Ende der Öl- und Gasindustrie in der Nordsee

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
30.07.2020, 15:11  |  402   |   |   

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Umweltorganisation Greenpeace hat ein schnelles Ende der Öl- und Gasförderung in der Nordsee gefordert. "Die Öl- und Gasindustrie befeuert seit Jahrzehnten die Klimakrise und verschmutzt unsere Meere - das muss endlich aufhören", sagte Greenpeace-Meeresbiologin Sandra Schöttner am Donnerstag bei der Vorstellung des aktuellen Berichts "25 Jahre nach Brent Spar". "Diese Industrie ist veraltet, gefährlich und gehört nicht in die neue grüne Welt."

Kritik kam vom Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie in Hannover. Ein zeitnahes Ende der Förderung in der Nordsee würde nur dazu führen, dass die für die Energieversorgung in Europa weiterhin benötigten Öl- und Gasmengen aus anderen Teilen der Welt importiert werden müssten - mit dem zusätzlichen CO2-Fußabduck des Transports aus großen Entfernungen, sagte Hauptgeschäftsführer Ludwig Möhring. Denn klar sei: "Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird nur einen graduellen Ausstieg aus Öl und Gas ermöglichen." Es gehe darum, das Nebeneinander von erneuerbaren und konventionellen Energien möglichst klima- und umweltschonend zu gestalten.

Greenpeace erklärte, nach wie vor würden die 727 umweltrelevanten Anlagen im Nordostatlantik 30 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen und das Meer mit 9200 Tonnen Öl pro Jahr verschmutzen. "Das entspricht einem jährlichen Tankerunglück nur durch den regulären Betrieb", heißt es in dem Bericht. Mehr als 95 Prozent dieser Anlagen befinden sich nach Angaben von Greenpeace in der Nordsee. "Die Nordsee ist Industriegebiet, aber sie ist auch ein extrem gestresster Lebensraum", sagte Schöttner. Die Öl- und Gasindustrie befeuere dies. Mit den Schiffen "Esperanza" und "Rainbow Warrior" wollen die Umweltschützer die Zerstörung des Meeres und die Belastung des Klimas durch die Öl- und Gasindustrie nun dokumentieren.

Christian Bussau, Öl-Experte bei Greenpeace, erinnerte an eine Greenpeace-Aktion vor 25 Jahren. Damals besetzten Aktivisten in der Nordsee den ausgedienten Lagertank Brent Spar. Sie forderten den britischen Ölkonzern Shell auf, auf die geplante Versenkung zu verzichten. Die Aktion mobilisierte große Teile der deutschen Öffentlichkeit. Shell verzichtete letztlich auf die geplante Versenkung und entsorgte die Brent Spar an Land.

Nach Brent Spar haben die Anrainer-Staaten der Nordsee die Versenkung von Ölförderanlagen in einem Abkommen ausgeschlossen. Doch auch ein Vierteljahrhundert später gibt es Streit um die Entsorgung alter Fördertechnik aus dem Brent-Ölfeld nordöstlich der Shetland-Inseln.

Drei seien Betonplattformen, berichtete Bussau. "Die haben an der Basis am Meeresboden riesige Öltanks und in diesen Öltanks ist ein Rückstand enthalten.", Dabei gehe es um 11 000 Tonnen Öl. Shell wolle die Sockel der Plattformen Brent B, C und D im Meer lassen und nicht umweltgerecht an Land entsorgen. "Das ist nicht akzeptabel", kritisierte Bussau. Es könne nicht sein, dass Shell das Meer 25 Jahre nach Brent Spar erneut als Müllkippe missbrauchen wolle.

Nach Ansicht von Shell sind die Risiken der vollständigen Entfernung größer als der Nutzen für die Umwelt. "Die Empfehlungen von Shell für die Außerbetriebnahme des Brent-Feldes sind das Ergebnis von zehn Jahren Forschung und mehr als 300 wissenschaftlichen und technischen Studien", sagte ein Sprecher der deutschen Tochterorganisation des Konzerns auf Anfrage. Das Öl fließe nicht und sei schwer zu bewegen. "Shell hat die Empfehlungen erst eingereicht, nachdem wir zu dem Schluss gekommen sind, dass sie sicher, technisch umsetzbar, umweltverträglich sowie sozial und wirtschaftlich verantwortungsvoll sind."/let/DP/eas

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Kommentare

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05.08.20 07:35:36
Greenpeace zerbröselt sich. Sie haben mit den Atomausstieg dazu geführt, dass Deutschland nun Kohlestrom hat.
Nun gehen sie die Companie welche das Gas für die klimafreundlicherin GUD‘s liefert.
Man muss schon mal bei einer Linie bleiben, sonst wird’s armselig. Demnächst machen sie bestimmt Aktionen gegen die Shells Windparks in der Nordsee. Konzeptlos!
Ein Protest gegen Biogasanlagen wäre größerer Umweltschutz.
Aber da steht ja Bio drauf und rechtfertigt den ineffiziente Raubbau an der Natur weltweit zu Kosten von Nahrungsmitteln und Regenwaldrodung.
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04.08.20 21:35:21
Zitat von morimori: Greenpeace sind Öko Diktatoren.

Sie fahren mit Dieselschiffen zu Ihren Einsätzen auf See.
Sie lügen über Bohrinseln, wie früher bei Shell. Die Mengen stimmen nicht und der von Ihnen gewünsche Rückbau war umweltschädlicher, als die andere Lösung.

Sie nehmen Medizin aus Erdöl, benutzen Plastik in Booten und privat, fahren privat und leben von der Allgemeinheit.
Steuern gehen an sie, Spenden werden eingeworben und die Jugend verführt.

Dabei geht es um die Einführung eines grünen Sozialismus.

Armut für alle ist das Ziel.
Steinzeitkommunismus, wie bei Pol Pot.


Dicke Hose, wa?
Junge, wechsel ma dat Gras.
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04.08.20 11:41:51
Greenpeace sind Öko Diktatoren.

Sie fahren mit Dieselschiffen zu Ihren Einsätzen auf See.
Sie lügen über Bohrinseln, wie früher bei Shell. Die Mengen stimmen nicht und der von Ihnen gewünsche Rückbau war umweltschädlicher, als die andere Lösung.

Sie nehmen Medizin aus Erdöl, benutzen Plastik in Booten und privat, fahren privat und leben von der Allgemeinheit.
Steuern gehen an sie, Spenden werden eingeworben und die Jugend verführt.

Dabei geht es um die Einführung eines grünen Sozialismus.

Armut für alle ist das Ziel.
Steinzeitkommunismus, wie bei Pol Pot.
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30.07.20 16:30:41
Bei den Steinen vor Rügen o.k., aber wenn Greenpeace glaubt das Öl und Gas dann nicht umweltschädlich woanders her kommen muss sind’s Idioten die das Maul nicht halten können.

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