Egbert Prior Fresenius: Krankenhausgeschäft leidet unter Corona

Gastautor: Egbert Prior
07.09.2020, 11:19  |  2632   |   |   

Unaufhaltsam marschiert der DAX in Richtung Allzeithoch. Aktuell 13.400 Punkte. Die Rekordmarke liegt bei knapp 13.800 Punkten. Doch einige Titel verharren weiter im Keller. Nehmen Sie Fresenius, die Aktie notiert aktuell mit 40 Euro. Das ist nur die Hälfte der Rekordmarke im ersten Halbjahr 2017. Die Bad Homburger leiden unter Covid-19. Eine günstige Kaufgelegenheit für antizyklisch orientierte Anleger. Unter die Räder kam das Krankenhausgeschäft. Zu Fresenius gehören die deutsche Klinikkette Helios und der spanische Krankenhauskonzern Quironsalud. Wegen der Pandemie wurden viele Behandlungen und Operationen verschoben. Auch das Geschäft mit Infusionstherapien und klinischer Ernährung der Tochtergesellschaft Kabi mußte Federn lassen. Im Ergebnis schrumpfte der operative Gewinn (Ebit) bei Kabi um 5%, bei Helios um 29%. Wegen der Pandemie mußte CEO Stephan Sturm die Jahresprognose nach unten revidieren. Danach soll der Umsatz im laufenden Turnus zwischen 3 und 6% zulegen, während das Konzernergebnis in einer Spanne zwischen minus 4 und plus 1 prognostiziert wird. Usprünglich wurde der Anstieg der Erlöse in einer Range zwischen 4 und 7% erwartet, der Gewinn sollte zwischen 1 und 5% zulegen. Ein Lichtblick ist aber die Dialysetochter Fresenius Medical Care. Hier bleibt die Prognose bestehen: Umsatz und Nettogewinn sollen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Corona hin, Corona her, Dialysepatienten müssen regelmäßig zur Blutauffrischung. Trotz des Gegenwinds in Zeiten der Pandemie, stellt Unternehmenslenker Sturm das Klinikgeschäft nicht in Frage. Im August meldete der Gesundheitskonzern die Übernahme einiger Kliniken der katholischen Hilfsorganisation Malteser. Wir glauben, daß Fresenius gestärkt aus der Krise hervorgeht und an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen kann. 2019 war das 16. Rekordjahr in Folge! Vor wenigen Tagen HV. Der Gesundheitskonzern hat die Dividende zum 27. Mal hintereinander erhöht. Zuletzt waren 84 Cent fällig. Der aktuelle Börsenwert beläuft sich auf rund 22 Milliarden. Nicht viel, wenn Sie bedenken, daß der Umsatz fast doppelt so hoch liegt (35 Milliarden). Das KGV (2020) nur 12. Fast geschenkt für ein Wachstumsunternehmen mit diesem track record. Zumal die Gesundheit ein Megatrend ist, der noch für viele Jahre überproportionales Wachstum verspricht. Fazit: Für langfristig orientierte und antizyklisch handelnde Anleger ist die Aktie ein Kauf!



Fresenius Aktie jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de

Diesen Artikel teilen


Anzeige


Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere handeln: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.


Anzeige



0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Egbert Prior Fresenius: Krankenhausgeschäft leidet unter Corona Unaufhaltsam marschiert der DAX in Richtung Allzeithoch. Aktuell 13.400 Punkte. Die Rekordmarke liegt bei knapp 13.800 Punkten. Doch einige Titel verharren weiter im Keller. Nehmen Sie Fresenius, die Aktie notiert aktuell mit 40 Euro. Das ist nur …