ROUNDUP 2 Daimler setzt auf Erfahrung - Pischetsrieder soll Aufsichtsrat führen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
03.12.2020, 17:28  |  181   |   |   

(neu: mehr Details und Hintergrund)

STUTTGART (dpa-AFX) - Daimler schiebt einen Generationswechsel an der Spitze seines Aufsichtsrats erstmal auf und setzt für die kommenden Jahre auf einen erfahrenen, aber auch nicht immer unumstrittenen Auto-Manager. Bernd Pischetsrieder soll das Kontrollgremium künftig leiten und damit die Nachfolge des langjährigen Chefkontrolleurs Manfred Bischoff antreten, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Der 72-Jährige, der seit 2014 im Daimler-Aufsichtsrat sitzt, war in den 1990er-Jahren Vorstandschef bei BMW , nach der Jahrtausendwende stand er an der Spitze des Volkswagen -Konzerns. Später leitete er den Aufsichtsrat des Rückversicherers Munich Re .

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"Seine Expertise und sein Erfahrungsschatz sind für die Daimler AG von herausragender Bedeutung", sagte Bischoff, der den Posten nach der Hauptversammlung Ende März mit dann fast 79 Jahren abgeben wird. "Er hat die Entscheidungen, den Konzern zu digitalisieren und das Produktportfolio zu elektrifizieren und damit neu auszurichten, intensiv begleitet."

Seit seinem Abschied von der Daimler-Spitze vor eineinhalb Jahren hatte eigentlich Ex-Vorstandschef Dieter Zetsche als Favorit für den Posten gegolten - bis er vor gut zwei Monaten in Folge anhaltender Kritik einen Rückzieher machte. Um Zetsches Alter - er ist 67 - ging es dabei nicht. Investoren werfen ihm aber vor, sich zum Ende seiner Zeit als Vorstandschef auf den Rekorden der zurückliegenden Jahre ausgeruht und wichtige Weichenstellungen vor allem für den Umstieg auf die Elektromobilität verschlafen zu haben.

Zetsche hätte den Job durchaus gern gemacht, er werde von einigen Investoren von vorneherein aber "nicht als Hoffnungsträger, sondern als Belastung" angesehen werden, sagte er in einem Interview. Und: "Nein, das brauche ich nicht."

Dass es nun Pischetsrieder machen soll und nicht etwa der von vielen gehandelte Noch-Siemens -Chef Joe Kaeser, gilt durchaus als Überraschung - auch wenn der Ingenieur aus München in der Branche seit Jahrzehnten ein gefragter Mann ist. Beide Engagements als Vorstandschef endeten trotz unbestreitbarer Erfolge mit einem großen Knall. Bei BMW waren es Milliardenverluste mit dem übernommenen britischen Autobauer Rover, die Pischetsrieders Ära beendeten, bei VW der Stress mit Vorgänger und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch.

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