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FRESENIUS/FMC IM FOKUS Corona nimmt Dax-Konzernen den Wind aus den Segeln

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
11.02.2021, 08:35  |  321   |   |   

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Krankenhaus- und Medizinkonzern Fresenius war in der Corona-Pandemie bislang mit einem blauen Auge davon gekommen. Doch nun schockt plötzlich die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) mit einem düsteren Ausblick. Die Talfahrt der beiden im Dax notierten Papiere bekam damit zuletzt neuen Schub. Zur Lage der Unternehmen, was die Papiere machen und was die Analysten sagen.

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Eigentlich brauchte Fresenius-Chef Stephan Sturm im Jahr 2020 endlich eine richtig gute Erfolgsmeldung. Mit dem verpatzten Kauf des US-Generikaherstellers Akorn im Jahr 2018 hatte der Manager Skepsis unter Investoren gesät. Der frühere Fresenius-Chef und jetzige Nestle-Lenker Ulf Schneider hatte die Bad Homburger Firma in mehr als einer Dekade durch gezielte Zukäufe groß gemacht - von seinem Mitte 2016 angetretenen Nachfolger wurde Ähnliches erwartet.

Dass der gewiefte frühere Investmentbanker Sturm in dieser Hinsicht aber kürzer tritt, der erhoffte Milliardendeal bisher ausblieb und der Fresenius-Vorstand sogar im Jahr 2018 eine Gewinnwarnung aussprechen musste - all dies hat der Wahrnehmung des Konzerns an Börse geschadet. Hie und da waren in der jüngsten Vergangenheit unter Branchenkennern sogar Forderungen nach einer Verschlankung des Konzerns aufgekommen.

Nach einem Übergangsjahr 2019, in dem Fresenius Milliarden Euro in den Ausbau seiner Geschäfte investierte, wollte Sturm 2020 eigentlich wieder richtig durchstarten. Doch seit mehr als einem Jahr hält Corona Fresenius nun auf Trab. Zunächst erwischte es die Kliniktochter, die im Frühjahr Betten für Covid-19-Patienten freihielt, die dann zu großen Teilen frei blieben. Außerdem fehlten Einnahmen und Patienten, weil Operationen verschoben wurden.

Darunter litt auch zeitweise die auf Flüssigmedizin wie klinische Ernährung und Narkosemittel spezialisierte Tochter Kabi. Während im Klinikgeschäft staatliche Finanzspritzen die Belastungen zu großen Teilen zwar ausgleichen konnten, rutschte die kleinste Tochter Vamed wegen verschobener Projekte in die roten Zahlen.

Im Sommer musste Sturm musste daher seine Jahresziele kürzen - zuletzt wurde für das bereinigte Konzernergebnis nur noch das untere Ende der Spanne von minus vier bis plus ein Prozent prognostiziert. Investoren müssen sich also auf einen Ergebnisrückgang gefasst machen.

Mit dem Dialyseanbieter FMC gerät nun für viele überraschend auch die größte Konzerntochter ins Schlingern. In der Pandemie hatte sich das Unternehmen bislang recht gut geschlagen, weil seine Patienten auf die lebenswichtige Blutwäsche angewiesen sind. Zudem hatte FMC im vergangenen Jahr vom Corona-Paket der US-Regierung profitiert.


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