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CONTINENTAL IM FOKUS Neuer Chef muss zahlreiche Probleme lösen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
05.03.2021, 08:35  |  519   |   |   

HANNOVER (dpa-AFX) - Beim Autozulieferer und Reifenhersteller Continental treibt auch der neue Chef Nikolai Setzer den Umbau zum Technologie- und Softwarekonzern voran. Dass die Dividende für das vergangene Jahr ausfallen soll, wird die Arbeitnehmer kaum mit dem angestrebten Jobabbau der Hannoveraner versöhnen. Was beim Dax-Konzern rund um die Jahreszahlen diesen Dienstag (9. März) los ist, wie die Analysten den weiteren Weg sehen und was die Aktie macht.

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Bei Conti schien wie auch bei anderen das Schlimmste der Covid-19-Pandemie im Tagesgeschäft überstanden. Doch aktuell stehen in vielen Ländern große Teile des öffentlichen Lebens still und niemand weiß, ob eine dritte Welle die vorsichtige derzeitige Lockerung der Maßnahmen nicht wieder umstößt.

Zudem hatte im dritten Quartal eine weitere Milliardenbelastung wegen Abschreibungen und Umbaukosten zu Buche geschlagen. Auch im Schlussquartal werden Sonderaufwendungen hinzukommen, weil Rückstellungen für Gewährleistungsfälle sowie Forschungs- und Entwicklungskosten höher ausfallen als erwartet. Am Ende werden - zum zweiten Mal nacheinander - rote Zahlen unter dem Strich stehen.

Immerhin gab sich Manager Setzer bei seiner ersten großen Präsentation auf dem Kapitalmarkttag im Dezember zuversichtlich für die Bereiche, die Conti künftig noch unter dem Konzerndach in eigener Hand hat. "Wir setzen künftig mit noch mehr Kraft und Mitteln auf unsere Wachstumsfelder und Zukunftstechnologien", sagte er. "Die Software macht den Unterschied."

Sichtbares Zeichen für den Umbruch weg von Mechanik hin zu neueren Technologien wird die Abspaltung der Antriebssparte mit dem Namen Vitesco sein, die dieses Jahr nun auch endlich durchgezogen werden soll. Die "alte" Conti teilt sich dann auf in die "neue" Conti mit Sensorik, Elektronik, Bremsen, Reifen und Kunststofftechnik, und auf der anderen Seite eben das Geschäft mit Antriebssträngen für Verbrenner und Elektromotoren.

Vitesco wird den Aktionären einfach ins Depot gebucht - wie sich der Marktwert der beiden Konzerne dann entwickelt, bleibt der Börse überlassen. Wann es genau soweit ist, steht noch nicht fest, im ersten Halbjahr wohl nicht mehr.

Auf Konzernebene strebt Setzer mittelfristig ein Wachstum aus eigener Kraft - also ohne Wechselkurseffekte und Zukäufe gerechnet - von fünf bis acht Prozent jährlich an. Die Antriebstechnik rechnet Conti hier schon nicht mehr dazu. Bei der um Sondereffekte bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern plant Conti mit acht bis elf Prozent.


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