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„Ich kann das“ Bodo Schäfers neuer Roman – über Selbstbewusstsein

Gastautor: Rainer Zitelmann
03.04.2021, 19:33  |  1931   |   |   

Bodo Schäfer, Ich kann das. Eine Geschichte über die drei Worte, die unser Leben verändern. dtv, München 2021, 249 Seiten.

Bodo Schäfer hat einmal gesagt, dass ich der erste Rezensent war, der sein erstes Buch besprochen hat: 1998, damals war ich noch Redakteur bei der Zeitung „Die Welt“, hatte ich sein Erstlingswerk „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ besprochen. Seitdem habe ich alle Bücher von Schäfer mit Gewinn gelesen und häufiger seine Seminare besucht. Bodo Schäfer ist nicht unumstritten, und manches, was er sagt (z.B. zum Thema Aktien) teile ich ganz und gar nicht. Aber ich bin an seine Bücher und Seminare nie als Kritiker herangegangen, also mit der Frage, was man daran aussetzen könnte, sondern mit der Frage, welchen Nutzen ich daraus ziehen könnte, was ich lernen kann. Und mit dieser Einstellung habe ich sehr viel Nutzen aus Bodo Schäfers Büchern und Seminaren gezogen, vor allem aus seinem Buch „Die Gesetze der Gewinner“, das ich oft als CD gehört habe.

Die zentralen Botschaften von Büchern wie „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ und „Die Gesetze der Gewinner“ finden sich auch in seinem neuesten Buch – mit dem schönen Titel: „Ich kann das“. In diesem Buch stehen allerdings nicht Geld und die Frage, wie man reich wird, im Mittelpunkt, sondern die Entwicklung des Selbstbewusstseins. Und er hat seine Thesen neu verpackt, in einen Roman.

Obwohl ich sonst keine Romane lese, habe ich diesen gelesen, weil er von Bodo Schäfer ist. Die Hauptrolle spielt Karl, ein junger Mann, der Jura studiert, weil seine Eltern das so wollen. Er ist mit seinem Leben aber nicht glücklich, denn eigentlich wäre er viel lieber Schauspieler. Zufällig trifft er – bei einem Autounfall – auf Marc, einen Coach, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen Menschen dabei zu helfen, ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln bzw. zu steigern.

Selbstbewusstsein, so Marc, ist die wichtigste Eigenschaft eines Menschen. Karl hat zunächst Zweifel. Gibt es nicht andere Dinge, die wichtiger sind, z.B. Liebe, Freundschaft, beruflicher Erfolg oder ein gutes Einkommen? „Du kannst nicht lieben“, sagt Marc, wenn du dich selbst nicht magst. Du kannst auch keine Freundschaften haben, wenn du dir selbst nicht vertraust. Und du wirst keinen beruflichen Erfolg haben, wenn du nicht weißt, was du gut kannst. Alles, wirklich alles, nimmt seinen Ausgang bei unserem Selbstbewusstsein.“

Solange wir negative Glaubenssätze über uns selbst in uns tragen, trauen wir uns nicht, unseren Traumpartner anzusprechen, wir suchen nicht nach unserem Traumjob und haben nicht die Kraft, unsere Träume zu leben. Karls Traum ist es, Schauspieler zu werden. Aber davon ist er weit entfernt. Neben seinem Studium, das ihn im Grunde nicht interessiert, arbeitet er als „Lichtdouble“, also als Platzhalter für prominente Schauspieler bei Filmaufnahmen. Der Einsatzbereich eines Lichtdoubles liegt im Bereich der Einleuchtung und optimalen Kameraplatzierung für Filmszenen.

In Marcs Akademie für Selbstbewusstsein lernt Karl die schöne Anna kennen, in die er sich verliebt. Sie stellt ihm die entscheidende Frage: „Wovon würdest du wagen zu träumen, wenn du wüsstest, dass du nicht scheitern kannst?“ Und das ist bei Karl natürlich weder die Rolle eines Lichtdoubles noch die eines Juristen, sondern sein großer Traum ist die Schauspielerei.

Karl lernt, dass es das Wichtigste im Leben ist, seine Einstellungen und Glaubenssätze zu ändern. Marc erklärt ihm: „Viele der schlimmsten Lügen beginnen mit: Ich bin… Dahinter steckt: Ich war immer so, und ich werde auch immer so bleiben. Das stimmt aber nicht. Alle erfolgreichen Menschen wissen: So war ich vielleicht bis heute, aber ab heute kann ich ein anderer sein.“

Karl nimmt sich vor, seinen Traum, Schauspieler zu werden, zu verwirklichen. Er weiß noch nicht, wie er dieses Ziel erreichen kann, aber das ist nicht so wichtig: Er weiß, was er will und vor allem: Er hat einen klaren Entschluss gefasst. Dass es unterwegs zu dem Ziel Probleme geben, wird, das weiß er. Aber Probleme sind gut. Wir brauchen sie. „Je mehr Selbstbewusstsein du hast, umso mehr Ideen hast du. Und umso eher erkennst du die guten Ideen. Je mehr gute Ideen du hast, umso mehr Probleme löst du. Und je mehr Probleme du löst, umso mehr verdienst du. Letztendlich werden wir immer dafür bezahlt, wie viele Probleme wir lösen können. Dafür brauchen wir Selbstbewusstsein.“

Entscheidend ist im Leben die Selbstwirksamkeit, also das Maß an Zutrauen, das wir in uns selbst und unsere eigene Problemlösungskompetenz haben. Selbstbewusste Menschen trauen sich zu, große Probleme zu lösen, Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein geben schon bei kleinen Problemen auf.

Ich habe das Buch von Bodo Schäfer gerne gelesen. Menschen, die mich kennen lernen, sagen mir oft, dass sie sofort ein ungewöhnlich großes Selbstbewusstsein bei mir gespürt haben. Ich hatte Glück, weil mir schon mein Vater sagte, ich sei intelligenter als die anderen (und ich habe das geglaubt). Und ich bin heute der Meinung: Zu viel Selbstbewusstsein geht gar nicht. Wir können unser Selbstbewusstsein so entwickeln wie einen Muskel. Nur, dass es beim Muskel eine genetische Grenze für das Wachstum gibt, beim Selbstbewusstsein jedoch nicht. Bodo Schäfers Buch hilft dabei auf unterhaltsame Weise.

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„Ich kann das“ Bodo Schäfers neuer Roman – über Selbstbewusstsein Bodo Schäfer, Ich kann das. Eine Geschichte über die drei Worte, die unser Leben verändern. dtv, München 2021, 249 Seiten.



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