Bullen werfen das Handtuch

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Tesla: "Story is over", sagt Investor Ross Gerber – Ist die Aktie zu riskant?

Einige institutionelle Tesla-Aktionäre werfen das Handtuch und steigen aus zum Teil massiven Positionen aus. Was sind ihre Gründe?

Für Sie zusammengefasst
  • Institutionelle Tesla-Aktionäre steigen aus
  • Fundamentaldaten entfernen sich von Realität
  • Analysten skeptisch: Tesla-Aktie könnte weiter fallen
  • Report: Goldpreis nicht zu stoppen
Bullen werfen das Handtuch - Tesla: "Story is over", sagt Investor Ross Gerber – Ist die Aktie zu riskant?

Die Aktien des E-Autobauers sind in diesem Jahr um fast 30 Prozent gesunken und haben seit ihrem Höchststand im Jahr 2021 mehr als 50 Prozent eingebüßt, wodurch rund 600 Milliarden US-Dollar an Marktwert vernichtet wurden. Tesla-CEO Elon Musk hat mit einem harten Wettbewerb und sinkenden Umsätzen zu kämpfen.

"Man hatte das Gefühl, dass sich die Fundamentaldaten von der Realität entfernten", zitiert Reuters John Belton, ein Portfoliomanager bei Gabelli Funds, dessen Firma ihren gesamten Anteil von 65.900 Aktien im ersten Quartal dieses Jahres verkaufte. "Wir glauben, dass die Aktie am besten funktioniert, wenn die Fundamentaldaten des Autounternehmens den Aktienkurs rechtfertigen."

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Von den 18 von Morningstar beobachteten Investmentfonds, die Tesla-Aktien seit 2019 halten, haben zehn ihre Positionen im letzten Quartal reduziert, wobei vier ihre Anteile um 15 Prozent oder mehr verringert haben, wie Morningstar-Daten zeigen. Nur fünf stockten ihre Anteile auf.

Auch Ross Gerber, dessen in Los Angeles ansässige Firma Gerber Kawasaki Wealth & Investment Management vor mehr als einem Jahrzehnt 500.000 Aktien kaufte, hat in diesem Jahr kontinuierlich verkauft.

"Ich denke, the story is over, so kann man es am besten ausdrücken", sagte Gerber, der seine Position auf rund 300.000 Aktien reduziert hat. "In den letzten anderthalb Jahren haben Elons persönliche Bestrebungen, die auf der Art und Weise basieren, wie er die Welt sieht, die Interessen von Tesla und seinen Aktionären verdrängt", so Gerber weiter.

Gerber ist der Ansicht, dass die Aktien mit 100 US-Dollar fair bewertet sind, solange Musk am Ruder bleibt. Das Kursziel liegt etwa 40 Prozent unter dem aktuellen Niveau. Gerber geht davon aus, dass er einen Teil der verbleibenden Aktien für wohltätige Zwecke spenden wird, um die steuerlichen Folgen eines Verkaufs abzumildern, oder er wird sie für den Verkauf von Verkaufsoptionen verwenden, die es ihm ermöglichen, sein Einkommen zu erhöhen, ohne Steuerstrafen zahlen zu müssen.

Auch der Investor Graham Tanaka hat in den letzten sechs Monaten die gesamte Tesla-Position in seinem 21,5 Millionen US-Dollar schweren Tanaka Growth Fund aufgelöst. Der Fonds besaß die Aktie seit etwa 2011, als sie bei zwei US-Dollar gehandelt wurde. Stattdessen hat er Aktien von Nvidia gekauft. "Das Risiko bei Tesla ist zu groß, wenn man ein großartiges Unternehmen wie Nvidia hat, das zur Hälfte der Bewertung gehandelt wird", sagte er.

Guggenheim-Analyse

Das Investmentunternehmen Guggenheim reiht sich in einer neuen Analyse in den Chor der Tesla-Skeptiker ein. Tesla-Investoren könnten demnach noch mehr Schmerzen durchleben, wenn der Markt Elon Musks Traum von einer autonomen Zukunft nicht annimmt, so Guggenheim.

"Das ist ein schwieriger Balanceakt, der von den Anlegern verlangt, in eine Zukunftsvision zu investieren, für die es nur wenige Belege gibt, und gleichzeitig die aktuelle Verschlechterung des Leichtfahrzeuggeschäfts zu ignorieren", so Analyst Ronald Jewsikow.

Jewsikow hat ein Kursziel für die Tesla-Aktie von 126 US-Dollar, das entspricht einem Abschlag von etwa 28 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag. Der Analyst bekräftigt außerdem sein Sell-Rating. Wie es mit Tesla weitergeht, hänge stark von Musk und dem Vorstoß des Unternehmens in autonome Fahrzeuge ab, so Jewsikow. Wie wallstreetONLINE Redakteur Max die Aktie einschätzt, lesen Sie in seiner Chartanalyse.

Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

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Verfasst vonGina Moesing
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