Hapag-Lloyd: Rückgang der Gewinne, aber Umsatz steigt – was steckt dahinter?

Die Hamburger Großreederei Hapag-Lloyd hat im zweiten Quartal 2024 wie erwartet einen deutlichen Rückgang der finanziellen Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von 808 Millionen Euro auf 450 Millionen Euro, während der Nettogewinn von über einer Milliarde Euro auf 434 Millionen Euro sank. Diese Entwicklung ist auf die veränderten Marktbedingungen nach dem Ende der Corona-Pandemie zurückzuführen, in der Reedereien von hohen Frachtraten profitierten. Trotz dieser Rückgänge konnte der Umsatz im zweiten Quartal leicht auf etwa 4,5 Milliarden Euro steigen, was auf eine unerwartet hohe Nachfrage und steigende Frachtraten zurückzuführen ist.
Der Vorstand von Hapag-Lloyd hatte bereits im Juli die Prognose angehoben, was Firmenchef Rolf Habben Jansen als Zeichen eines „sehr guten Halbjahres“ wertete. Das Unternehmen hat in den letzten Monaten zahlreiche Schiffs- und Containerneubauten in seine Flotte integriert, um dem gestiegenen Kapazitätsbedarf gerecht zu werden, insbesondere aufgrund der Sicherheitslage im Roten Meer und der Umleitung von Schiffen um das Kap der Guten Hoffnung. Zum Ende des ersten Halbjahres verfügte Hapag-Lloyd über 287 Containerschiffe, 29 mehr als im Vorjahr.
Im ersten Halbjahr 2024 erzielte Hapag-Lloyd ein Konzern-EBITDA von 2 Milliarden US-Dollar (1,8 Milliarden Euro), während das EBIT auf 0,9 Milliarden US-Dollar (0,8 Milliarden Euro) und das Konzernergebnis auf 0,8 Milliarden US-Dollar (0,7 Milliarden Euro) zurückging. Der Umsatz im Segment Linienschifffahrt verringerte sich um 14 Prozent auf 9,3 Milliarden US-Dollar, was auf eine niedrigere durchschnittliche Frachtrate zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu verzeichnete das Segment Terminal & Infrastruktur einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg, was auf Zukäufe im Vorjahr zurückzuführen ist.
Hapag-Lloyd plant, sich in der zweiten Jahreshälfte auf weiteres Wachstum und die Verbesserung der Servicequalität zu konzentrieren. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde aufgrund der über den Erwartungen liegenden Nachfrage und Frachtraten angehoben, wobei das Konzern-EBITDA zwischen 3,5 und 4,6 Milliarden US-Dollar und das EBIT zwischen 1,3 und 2,4 Milliarden US-Dollar erwartet wird. Trotz dieser positiven Aussichten bleibt die Prognose aufgrund der volatilen Frachtraten und geopolitischen Herausforderungen mit Unsicherheiten behaftet.









Die Hapag-Lloyd Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,13 % und einem Kurs von 153,1EUR auf Lang & Schwarz (15. August 2024, 07:46 Uhr) gehandelt.
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