Passiert noch Schlimmes bis zur Wahl?
Das mit Solingen meinte ich natürlich nicht in meiner Überschrift. Dass bunte Feste der Vielfalt heute wohl auch immer Leichen beinhalten. Vielmehr genau anders herum.
Nur noch gut eine Woche bis zu den extrem wichtigen Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen. Bei INSA liegt die AfD momentan in beiden Bundesländern vorne und alle Ampelparteien kämpfen überall um den Verbleib im Parlament.
Dafür ist die Lage in den Medien erstaunlich ruhig, finde ich.
Wird das so bleiben? Ich bin sicher: Nein, das wird es nicht.
Doch was könnte passieren? In einer Kolumne kurz vor Weihnachten hatte ich schon einmal über eine mögliche Analogie zu dem Thema spekuliert, was in den 1970er und 1980er Jahren in Italien passiert ist, also eine gleichsam umgedrehte „Strategia della tensione“.
Das würde verdeckte Maßnahmen unter falscher Flagge bedeuten. Ob so etwas bei uns auch möglich ist? Bestimmt.
Und was machen Leute, denen das Wasser bis zum Hals steckt? Ich weiß es nicht. Die Correctiv-Lüge ist jetzt ja bereits durch, und eine neue derartige Lügengeschichte wird niemand mehr glauben.
Und dass der Kanzler in einer Rede sein Volk anlügt, das haben wir ja auch schon gehabt. Genauso wie Beschimpfungen von AfD-Wählern durch den Bundespräsidenten.
Jetzt müssen daher Tatsachen her. Doch wie könnten die aussehen?
An das Schlimmste will ich nicht denken. Denn das wäre ein Attentat auf einen Politiker der Ampel oder einen anderen Linken, bei dem die Spuren, die gelegt worden sind, zur AfD führen. Damit wäre die Partei nämlich tot, von einem Moment auf den anderen.
Oder ist es denkbar, dass der Verfassungsschutz noch eingreift? Nein, ich glaube, auch diese Karte ist bereits ausgespielt und zieht nicht mehr.
Ich könnte mir jedoch Folgendes vorstellen, und im Grunde bin ich sogar ziemlich sicher, dass das kommt. Was wiederum auch die Ruhe jetzt erklärt, denn dann haut das nämlich noch mehr rein.
Ich tippe, in der Woche vor der Wahl werden die Ampelparteien, vielleicht sogar zusammen mit der CDU, einen Verbotsantrag für die AfD beim Bundesverfassungsgericht einreichen.
Mit großem Getöse und einem riesigen Medienecho.
Dadurch passiert natürlich erst einmal nichts und das schafft auch keine neuen Fakten. Doch es würde viele Menschen, die noch zweifeln, ob sie die AfD wählen sollen, davon abhalten.
"Siehste, ich habe es doch gesagt."
Und wenn sich dann vielleicht sogar ein Beamter verplappert oder es gar Ungereimtheiten und Indiskretionen bei der Wahl gäbe, dann verlören Menschen ihre Pension und damit ihr Leben.
Doch genau um diese Angst geht es ja der Ampel. Ehrenmänner sind das nicht. Und die Frauen schon gar nicht.
Bernd Niquet
berndniquet@t-online.de