Infineon einigt sich im Qimonda-Streit: Vergleich über 753,5 Millionen Euro!

Infineon Technologies hat sich mit dem Insolvenzverwalter der ehemaligen Tochtergesellschaft Qimonda auf einen Vergleich geeinigt, der den langjährigen Rechtsstreit vor dem Landgericht München I beendet. Der Streit, der seit Ende 2010 anhängig war, drehte sich um Ansprüche des Insolvenzverwalters, der ursprünglich 3,4 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen gefordert hatte. Der nun vereinbarte Vergleich sieht eine Zahlung von 753,5 Millionen Euro vor, die sich aus einer nominellen Vergleichssumme von 800 Millionen Euro abzüglich Anrechnungsbeträgen aus früheren Verträgen zusammensetzt. Der Vergleich muss noch gerichtlich bestätigt werden.
Infineon plant, die für den Rechtsstreit gebildeten Rückstellungen in Höhe von 212 Millionen Euro zu nutzen, um die Zahlung zu leisten. Der darüber hinausgehende Betrag wird voraussichtlich das Ergebnis und den Cashflow aus nicht fortgeführten Aktivitäten belasten. Analysten schätzen, dass die Nettobelastung für Infineon aufgrund steuerlicher Effekte bei etwa 660 Millionen Euro liegen wird. Trotz der höheren als erwarteten Zahlung zeigt sich der Markt insgesamt freundlich, wenngleich die Infineon-Aktie zu Handelsbeginn leicht nachgab.
Die Insolvenz von Qimonda, die im Januar 2009 beantragt wurde, war das Resultat eines drastischen Preisverfalls bei Speicherchips, der zu erheblichen Verlusten führte. In Deutschland waren rund 4.600 Mitarbeiter betroffen, insbesondere in der Zentrale in München und im Dresdner Chipwerk. Qimonda hatte auch eine Fabrik in Richmond, Virginia, USA. Die Schwierigkeiten des Unternehmens hatten wiederholt negative Auswirkungen auf die Bilanz von Infineon, das sein Speicherchipgeschäft 2006 in die Qimonda AG ausgegliedert hatte.
Der Insolvenzverwalter warf Infineon vor, das Speicherchipgeschäft zu überhöhten Preisen ausgegliedert zu haben, was zu einer wirtschaftlichen Neugründung geführt habe. Infineon hatte die Klage als unbegründet betrachtet und angekündigt, sich durch alle Instanzen zu wehren. Letztlich entschied sich das Unternehmen jedoch für den Vergleich, um weitere langwierige und unsichere Prozessführungen zu vermeiden. Die Einigung wird als akzeptabel für beide Seiten beschrieben und markiert einen wichtigen Schritt zur Beilegung eines langanhaltenden Konflikts, der sowohl rechtliche als auch finanzielle Herausforderungen für Infineon mit sich brachte.









Die Infineon Technologies Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,39 % und einem Kurs von 32,15EUR auf Tradegate (23. August 2024, 22:26 Uhr) gehandelt.
Diskutieren Sie über die enthaltenen Werte
Disclaimer für Finanznachrichten mit KI-Autor "wO newsflash" Die bereitgestellten Artikel wurden mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich Informationszwecken. Die Richtigkeit der Informationen kann nicht garantiert werden. Vor finanziellen Entscheidungen unbedingt unabhängige Quellen konsultieren. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste oder Schäden. Investieren birgt Risiken. Keine Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Urheberrechtlich geschützt, keine Reproduktion ohne Genehmigung. Technische Fehlfunktionen sind jederzeit möglich. Änderungen vorbehalten.