Analysten im Goldfieber
Fed-Chef Powell macht Weg für Goldrallye frei: 3.000 USD sind drin bis 2025!
Der Goldpreis erhält Rückenwind durch die schwächelnde US-Währung, sinkende Staatsanleihenrenditen und die Worte des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell.
- Goldpreis profitiert von schwachem US-Dollar und Zinsen.
- Zinssenkungen könnten Goldpreis auf 2.700 USD treiben.
- Perus Goldexporte nach Indien steigen stark an.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

Der US-Dollar bewegt sich nahe einem 13-Monatstief, was Gold für internationale Käufer attraktiver macht, während auch die Renditen der 10-jährigen US-Anleihen nachgeben. Nach Meinung von Tim Waterer, leitender Marktanalyst bei KCM Trade, wird Gold nun die Marke von 2.550 US-Dollar testen, vorausgesetzt, der Widerstand bei 2.530 US-Dollar wird überwunden. Er betont:
Gold bleibt im Aufwärtstrend, solange der US-Dollar schwächer wird und die US-Renditen niedrig bleiben.
Der Markt rechnet fest mit einer Zinssenkung im September, wie die CME FedWatch-Umfrage zeigt. Händler sehen eine 62-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Lockerung um 25 Basispunkte, während die Chance auf eine Senkung um 50 Basispunkte bei 38 Prozent liegt. Dieses Umfeld mit niedrigen Zinsen begünstigt das zinslose Edelmetall.
Derweil steigen Perus Goldexporte nach Indien stark an, was Reuters zufolge auf die wachsende Nachfrage des zweitgrößten Goldkonsumenten weltweit zurückzuführen ist. Erwartet werde für das Jahr 2024 ein Anstieg um insgesamt 36 Prozent auf 3 Milliarden US-Dollar.
Die Rallye des Goldpreises über der Marke von 2.500 US-Dollar dürfte sich fortsetzen, sollten die Zinssenkungen kommen, die Staatsanleihenrenditen weiter sinken und Investoren weiterhin vermehrt in den Goldmarkt einsteigen. Jay Hatfield von Infrastructure Capital Advisors hebt hervor, dass Powells Zusage zu Zinssenkungen in Jackson Hole einen Wendepunkt für Gold markiert habe.
Auch die jüngsten Angriffe zwischen Hisbollah und Israel könnten die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Gold weiter antreiben. In den vergangenen 12 Monaten verzeichnete der Rohstoff bereits einen Anstieg um mehr als 30 Prozent, wobei Analysten wie bei Goldman Sachs davon ausgehen, dass der Preis 2.700 US-Dollar pro Unze erreichen könnte.









Die Citigroup erwartet laut Bloomberg in den nächsten sechs bis zwölf Monaten signifikante Zuflüsse in Gold-ETFs, unterstützt durch die lockere Geldpolitik und erhöhte Volatilität aufgrund von Rezessionsrisiken. Der Goldpreis könnte bis Mitte 2025 die Marke von 3.000 US-Dollar erreichen, während die UBS für das letzte Quartal 2024 einen Preis von 2.600 US-Dollar prognostiziert. Das macht die Schweizer so optimistisch.
Laut Rohstoffexperte Marcel Torney könnten auch die Aktien von Goldproduzenten von den positiven Aussichten profitieren. Ein weiterer Kursanstieg in diesem Sektor wäre für ihn keine Überraschung. Details zu potenziellen Gewinnern sind im kostenlosen Report "Gold – die besten Aktien für den nächsten Preisschub" zu finden.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion

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