Kein Interesse?

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Pokert UniCredit bei der Commerzbank-Übernahme?

Taten und Aussagen der UniCredit zur potenziellen Übernahme der Commerzbank scheinen auseinander zu gehen. Was steckt dahinter?

Für Sie zusammengefasst
  • UniCredit zeigt sich bei Commerzbank-Übernahme zurückhaltend.
  • CEO Orcel betont Wichtigkeit passender M&A-Bedingungen.
  • Barclays und Citigroup agieren möglicherweise für UniCredit.
  • Report: Goldpreis nicht zu stoppen
Kein Interesse? - Pokert UniCredit bei der Commerzbank-Übernahme?

Die italienische Großbank UniCredit zeigt sich bei der potenziellen Übernahme der Commerzbank offiziell zurückhaltend. Andrea Orcel, CEO von UniCredit, erklärte gegenüber Bloomberg, dass er bereit sei, sich von der Akquisition zurückzuziehen, falls die Bedingungen nicht passen.

Orcel betonte die Wichtigkeit der richtigen Rahmenbedingungen bei M&A-Aktivitäten: "M&A führt zu einer Wertsteigerung, wenn es zu den richtigen Konditionen, zur richtigen Zeit und auf die richtige Weise gemacht wird." Er verwies dabei auf frühere Entscheidungen, bei denen UniCredit von Übernahmen Abstand nahm, weil diese nicht mehr opportun erschienen.

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Inwieweit diese Zurückhaltung der Realität entspricht, bleibt offen. Erst gestern hatte Finanzminister Jörg Kukies das "intransparente und undurchsichtige" Vorgehen der Italiener kritisiert. "Wir sind fest davon überzeugt, dass feindliche Übernahmen nicht das Rezept für einen Erfolg sind, wenn es um eine systemisch relevante Bank geht", sagte Kukies in englischer Sprache auf die Frage eines Journalisten am Rande des Treffens der Eurogruppe in Brüssel.

Die britische Bank Barclays hat sich kürzlich über Aktien und Derivate Zugang zu mehr als 16 Prozent der Commerzbank-Aktien gesichert, was Fragen nach deren langfristigen Absichten aufwirft. Laut einer Mitteilung verfolgt Barclays keine eigenen strategischen Ziele mit diesen Beteiligungen, arbeitet also im Auftrag. Insidern zufolge gehört Barclays zu den Banken, die Unicredit beim Aufbau des Commerzbank-Portfolios unterstützt hatten.

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Zuletzt war zudem bekanntgeworden, dass die US-Bank Citigroup vor allem über Derivate Zugriff auf 5,1 Prozent an der Commerzbank hat. Auch sie wird zum Kreis der Banken gezählt, die für UniCredit arbeiten.

Offen ausgesprochen oder bestätigt, dass diese Beteiligungen im Auftrag von UniCredit getätigt wurden, wurde allerdings nichts davon. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die UniCredit sich zwar zurückhaltend präsentiert, hinter den Kulissen aber weiter eifrig an der Übernahme der zweitgrößten deutschen Bank arbeitet. Das hätte für die UniCredit – sollte es wirklich so sein – auch den Vorteil, dass der Aktienkurs der Commerzbank nicht nach oben katapultiert wird.

Am Dienstag fielen die Commerzbank-Aktien im Xetra-Handel zuletzt um 1,6 Prozent zurück auf 17,81 Euro. Damit haben sie seit Jahresbeginn immer noch etwa 14,5 Prozent hinzugewonnen. Titel von UniCredit büßten in Mailand 0,7 Prozent ein auf 42,82 Euro.

Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion


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