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AfD in der Kritik Buchautor Kemper wirft Vertretern der Alternative für Deutschland Demokratiefeindlichkeit vor

22.07.2013, 18:11  |  8532   |  11   |   
Andreas Kemper, 50, Soziologe aus Münster, kritisiert im Interview mit dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“ Mitglieder der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) wegen ihrer antidemokratischen und homophoben Tendenzen.
 
„Es wird oft übersehen, dass die AfD nicht nur von dem Ökonomen-Kreis um Bernd Lucke gebildet wurde. Dieser technokratische Flügel hat sich primär auf wirtschaftspolitische Themen wie Euro-Rettung und Staatsverschuldung eingeschossen. Aber es gibt eine zweite Fraktion, vergleichbar mit der Tea Party in den USA, die mit der AfD ganz andere Themen aufgreifen möchte,“ so Kemper auf die Frage, was er der Partei in seinem neuen Buch „Rechte Euro-Rebellion“ vorwerfe.
 
Auf die Frage, was die AfD eigentlich wolle, antwortet Kemper: „Die AfD hat starke Wurzeln im nationalliberalen Lager, das elitäre und homophobe Meinungen propagiert. Vertreter dieses Kreises äußern sich regelrecht demokratiefeindlich. Vorstandsmitglied Konrad Adam hat etwa schon mal implizit gefordert, Arbeitslosen das Wahlrecht abzuerkennen. Der Ökonom Roland Vaubel, wissenschaftlicher Berater der AfD, spricht sich für eine „unternehmerfreundlichere Demokratie“ aus, zu Lasten finanziell schwacher Kreise. Und die „Zivile Koalition“ von Beatrix von Storch, die auf Listenplatz zwei der Berliner AfD steht, kämpft gegen das, was sie als „Minderheiten-Lobby“ der Schwulen und Lesben bezeichnet.“
 
Auf die Fragen warum sich im offiziellen AfD-Programm dazu nichts finden lasse, entgegnet Kemper: „Natürlich tritt die AfD in ihrem ersten Wahlkampf nicht offen für eine Einschränkung des Wahlrechts ein. Aber wichtige Wortführer innerhalb der Partei verfolgen dieses Ziel, das ist gefährlich.“
 


11 Kommentare

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Kommentare

Die beiden nominierten AfD-Bundestagskandidaten Sigurd Greinert und Beate Hölsken traten im Mai 2013 aus der AfD aus. Als Grund nannte Greinert, „dass Mitglieder aus Parteien mit rechtspopulistischen Motiven unkontrolliert aufgenommen werden“ und der Landesvorstand Hamburg auf seine Aufforderung, sich „eindeutig gegen eine generelle Islamkritik zu positionieren“, nicht reagiert habe. (Quelle)

Dietmar Neuerer vom Handelsblatt beurteilte Personalentscheidungen von AfD-Landesverbänden für rechtskonservative Mitglieder und ehemalige Vertreter der Partei Die Freiheit Ende Juni 2013 als Öffnung der AfD für „ehemals rechte Parteigänger“. (Quelle)
Mr. DAX und Börsenguru DIRK MÜLLER greift KEMPER und Konsorten frontal an!
Es ist einer wahre Wonne´, diesem hochbrisanten,staatskritischen Kommentar
zuzusehen bzw. zu hören:

https://www.facebook.com/photo.php?v=415136255257839%C2%ACif…

Bei Gefallen unbedingt teilen / posten !
Anti-Euro-Partei: AfD-Landesverbände fürchten rechte Unterwanderung

Sie besetzen Posten und kandidieren auf Landeslisten: Ehemalige Mitglieder der rechtspopulistischen Partei "Die Freiheit" wechseln nach SPIEGEL-Informationen zur Anti-Euro-Partei AfD. Erste Landesverbände sind alarmiert, doch Parteichef Lucke beunruhigt das wenig.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-landesverbaend…
Zitat von dasheinerle: AfD - explodiert seit dem Wahlkampfstart vor 8 Tagen regelrecht!!!



Das tut mir aber leid ....:laugh:

Wer sammelt den Schrott anschließend auf ???:cry::cry:

Oder ist die Moneybomb für die Aufräumkosten ??:yawn::yawn:

Komisch finde den Thread nicht mehr ????:D:D:D


Quando

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