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Wirecard mit neuem Kracher

Gastautor: Daniel Saurenz
15.02.2017, 13:30  |  1149   |   |   

Wirecard_AG_Hauptsitz_Aschheim1_72dpi_02Für Wirecard-Aktionäre lief das Jahr 2017 bisher erfreulich. Die Aktie kletterte seit Jahresbeginn um 12 Prozent. Ende Januar vermeldete der Zahlungsdienstleister den Meilenstein von einer Milliarde Euro Umsatz im abgelaufenen Jahr. Der operative Gewinn betrug 307 Millionen Euro. Für das laufende Jahr plant man mit weiteren Steigerungen bei Umsatz und Gewinn.

Daher bleibt auch Goldman Sachs weiter optimistisch und rechnet für die Wirecard-Aktie mit einem Potential von knapp 40 Prozent. Man belässt die Aktie laut einer aktuellen Studie auf der “Conviction Buy List” und visiert ein Kursziel von 64 Euro an. Wir stellen auf Wirecard eine Aktienanleihe mit der WKN PR1EA7 vor. Wer Discount bevorzugt, greift zur DL4GTV. Wer es offensiver mag, nimmt den Optionsschein mit der WKN TD60V1. Günstig handeln können Sie diese Produkte bei DEGIRO.

Der DAX kann sich am Mittwoch um 11.800 Punkte stabilisieren. Wir werden uns um 18.00 Uhr in der Finanzmarktrunde – Anmeldung hier -  mit den weiteren Aussichten der Finanzmärkte beschäftigen. Eine Überlegung lautet, ob man europäische Aktien, in den nächsten Monaten den US-Werten vorziehen sollte. Spannend ist auch der Die ZEW-Index, der im Februar deutlich von 16.6 auf 10.4 Punkte sank. Eigentlich wäre ein hoher ZEW ein guter Kontraindikator gegen den DAX. Ob die derzeitigen Indikatoren also für den Weg zum Rekordhoch sprechen, diskutieren wir im Webinar.

Bullenmarkt_SymbolDie Einschätzung von Dr. Thomas Gitzel von der VP Bank: “Die verbalen Geschütze, die Donald Trump gegenüber seinen Handelspartner auffährt, zeigen also durchaus Wirkung. Die vom ZEW befragten Finanzmarktanalysten gehen vorsorglich in Duckstellung. Tatsächlich gibt es bezüglich des zukünftigen deutsch-amerikanischen Warenhandels eine ganze Reihe offener Fragen. Offene Fragen bedeuten aber nichts anderes als Unsicherheit, was sich entsprechend negativ in wichtigen Konjunkturvorlaufindikatoren niederschlägt. Für die deutsche Wirtschaft bleibt aber ohnehin vorerst die Binnenwirtschaft ein wichtiger Treiber. In Anbetracht rekordtiefer Zinsen läuft die Bauwirtschaft rund. Darüber hinaus versorgt auch die öffentliche Hand die Privatwirtschaft mit Aufträgen. Kurzfristig beseht deshalb für die deutsche Konjunktur keine Gefahr.”

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Unsere Chartanalayse:

Nach den Gewinnen zum Wochenauftakt trat der DAX am Dienstag weitgehend auf der Stelle und schloss kaum verändert. Derzeit fehlt es an Kaufbereitschaft der Investoren über den breiten Markt hinweg. Damit besteht noch immer die Gefahr einer Korrektur, solange das Jahreshoch nicht durchstoßen wird.

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Der DAX beendete den gestrigen Handelstag nahezu unverändert bei 11.772 Punkten. Die geringe Schwankungsbreite dürfte zwar die Nerven viele Anleger strapazieren, verdeutlicht aber zugleich auch die Unsicherheit der Marktteilnehmer über die weitere Entwicklung. Kaum ein Anleger scheint derzeit bereit zu sein, im Dunstkreis des Jahreshochs größere Risiken einzugehen. Die Folge: Wer im Markt ist wartet ab und bleibt engagiert, während unterinvestierte Anleger auf einen größeren Rückschlag warten.

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Wie bereits mehrfach in den vergangenen Monaten könnte die Lethargie schon bald von einer volatileren Handelsphase abgelöst werden. Je länger und enger die Kurse seitwärts pendeln, desto größer die Wahrscheinlichkeit für einen kräftigeren Impuls. Wie so häufig sollten Anleger vor allem die Signale von der Wall Street beachten. Während die US-Indizes zuletzt ihre Bestmarken mehrfach verbesserten, steht der DAX noch unter seinem Jahreshoch und zeigt relative Schwäche. Sollten auch die US-Börsen zu einer Atempause ansetzen, dürfte beim DAX der Blick ebenfalls nach unten gehen.

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Um relevante Handelsmarken zu finden, lohnt sich zunächst der Blick auf den hochaufgelösten Fünf-Minuten-Chart. Orientierung auf der Oberseite liefert zunächst das Wochenhoch bei 11.813 Punkten. Wesentlich relevanter ist das Jahreshoch bei 11.893 Zählern. Knapp darüber verläuft derzeit auch die nördliche Begrenzung des im Stundenchart grau eingezeichneten Prognose-Korridors. Sowohl aus charttechnischer wie auch statistischer Sicht scheint daher das Potenzial limitiert. Fällt der Markt hingegen unter das gestrige Tief bei rund 11.750 Punkten, drohen Verluste bis in den Bereich um 11.680. Rund 30 Punkte tiefer stellt der Monatsdurchschnitt (blau) einen weiteren stabilisierenden Faktor dar.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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