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Egbert Prior PNE Wind: Neuer Investor sorgt für frischen Wind

Gastautor: Egbert Prior
01.03.2017, 11:07  |  2801   |   |   

Die Aktie dümpelte bei 2,16 Euro. In den letzten Wochen ist Leben in die Bude gekommen, der Kurs ist aktuell bis auf 2,50 Euro angezogen. Hintergrund ist der Einstieg der „aktivistischen“ Fondsgesellschaft SPSW Capital mit knapp 10%. Die Anteile kommen vom Windunternehmer Volker Friedrichsen, der in der Vergangenheit für manche Stürme am Firmensitz in Cuxhaven gesorgt hatte, nach dem Austausch des Aufsichtsrats und von Vorständen aber das Kriegsbeil begraben hatte. Der neue Hauptaktionär dürfte auf Wertsteigerungspotential hoffen. Eine aktuelle Analystenstudie setzt das Kursziel auf 3,80 Euro – gut 50% über dem momentanen Niveau. Aktueller Börsenwert 193 Millionen. Die Bewertung erscheint extrem niedrig, wenn Sie bedenken, daß PNE Wind für das abgelaufene Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von bis zu 100 Millionen Euro in Aussicht stellt. Freilich schwankt das Projektgeschäft stark und ist kaum planbar. Den Löwenanteil des üppigen 2016er Profits steuerte ein Projektverkauf an die Allianz bei, der erst im Dezember und damit kurz vor Toresschluß in trockene Tücher kam. Kaufpreis 103 Millionen und damit der größte Deal der Firmengeschichte. Die Nordlichter sind gut in das neue Jahr gestartet. Sie versilberten das in der Nordsee gelegene Offshore-Projekt Atlantis 1 an den schwedischen Energiekonzern Vattenfall. Der Kaufpreis liegt im „unteren zweistelligen Millionenbereich“, bei weiteren Projektfortschritten sind Meilensteinzahlungen vereinbart. Für das ebenfalls in der Nordsee befindliche Vorhaben Gode Wind 3 wurde der Planfeststellungsbeschluß erteilt, was ebenfalls Meilensteinzahlungen auslöst. PNE hatte das Projekt bereits an den dänischen Energiekonzern Dong verkauft. Der neue Investor dürfte es auf die rappelvolle Projektpipeline abgesehen haben, rund 10.000 MW On- und Offshore warten auf Realisierung. Wenn große Transaktionen gelingen, ist das meistens mit einem warmen Geldregen verbunden. Da sollte in Zukunft eine höhere Dividende drin sein. Zuletzt wurden lumpige 4 Cent gezahlt. In der Vergangenheit wurde der Führung immer wieder Selbstbedienungsmentalität vorgeworfen. Der neue Großaktionär  dürfte mehr an sich und die übrigen Anteilseigner denken. Fazit: Projekte stapeln sich bis unters Dach. Weitere Kursgewinne programmiert.

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