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DAX-Chartanalyse: Runde Marken und Nordkorea-Konflikt

DAX-Chartanalyse Runde Marken und Nordkorea-Konflikt

Gastautor: Andreas Mueller
03.09.2017, 13:38  |  14552   |   |   

Chancen an runden Marken gab es genug. Nicht nur die DAX 12.000 spielte eine Rolle, sondern auch die Gold 1.300 und EUR/USD 1,20 neben der Dow Jones 22.000 und Nasdaq10 bei 6.000

Es mag schon fast ironisch klingen, doch der Titel der Vorwoche "Die Range fesselt weiter" (hier nachzulesen ->) trifft auf diesmal wieder das Marktgeschehen. Denn per Wochenschluss sind wir erneut in der Range verblieben und haben uns im DAX nur um 0,2 Prozent bewegt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn in der Woche sah es streckenweise sehr dunkel für die Bullen aus. Die 12.000er-Marke fiel und zog entsprechende Anschlussverkäufe nach sich.

 

Etwas geordneter stelle ich dies nun dar und gebe danach einen Ausblick auf die kommende Handelwoche, die nach aktuellen Meldungen der Nachrichtenticker wohl erneut stark auf Nordkorea blicken dürfte.

 

Eine Woche voller Emotionen

 

Noch mit Euphorie begann die letzte Handelswoche im August. Doch die Nordkorea-Krise kehrte an die Märkte zurück. Mit einem erneuten Raketentest provozierte Kim Jong Un nun auch seine direkten Nachbarn. Denn die Rakete flog über Japan hinweg und somit sieht sich dieses Land nun "ernsthaft bedroht". Kein Wunder, dass die Aktienmärkte im ersten Affekt abtauchten. Damit wurden auch die Short-Trigger aus der Analyse der Vorwoche aktiviert, wie hier noch einmal im Rückblick dargestellt:

 

Und dabei riss der DAX nicht nur den Trigger von 12.080 Punkten, sondern unterschritt auch die Marke von 12.000 Punkten am Dienstag. Als weiteres Ziel stand dann charttechnisch das August-Tief, bei dem der DAX auch die 12.000er-Marke unterschritt, im Raum. Dies kennzeichnete ich hier:

Immerhin bot es kurz Halt, wurde dann jedoch mit entsprechendem Druck aus den Korrelationsmärkten auch unterschritten. Gemeint ist der Goldpreis, welcher über 1.300 Dollar in Folge dieser Meldungen ausbrach. Das Chartbild war ebenso im Forum verankert:

Im Gleichlauf stieg der EUR/USD das erste Mal seit 2 Jahren über die 1,20 und machte es den Exportwerten damit sehr schwer. Beruhigung fand der Markt erst am Nachmittag nach einem Tief bei 11.868 Punkten und einer Wall Street, die nicht auf die Meldungen reagierte. Auch hielt sich der US-Präsident Donald Trump zurück und kümmerte sich eher um die Probleme im eigenen Land. Denn dort tobt aktuell der Wirbelsturm "Harvey" mit schätzungsweise dreistelligem Milliardenschaden!

 

Zurück zum DAX. Durch die positive Wall Street stand dieser bereits am Mittwoch wieder über der 12.000 und hat sich damit wie Mitte August verhalten, als er nur einen Tag unter dieser Marke notierte. Das damit entstandene GAP auf der Unterseite konnte man im XETRA-Chart deutlich sehen und im Forum diskutieren:

(hier zum Beitrag)

Spannender war dann scheinbar das GAP auf der Oberseite, welches wir am Donnerstag dann fast schließen konnten. Nur fast, soviel Genauigeit musste HIER sein:

 

Und genauer waren die Marktteilnehmer dann am Freitag mit einem perfekten GAP-Schluss! Im Zuge der US-Arbeitsmarktdaten konnte sich der DAX dann sogar bis fast 12.200 Punkten nach oben bewegen. Diese lagen unter den Erwartungen und drückten damit den Euro wieder deutlicher unter die 1.20 zum Dollar. Denn eine schnelle Zinsanhebung im September von der US-Notenbank dürfte damit wohl unwahrscheinlicher werden. Auch steht die FED vor einem Dilemma mit Blick auf den Immobilienmarkt. Dazu hatte die Redaktion von wallstreet-online einen interessanten Artikel hier ->

 

In den USA selbst konnte der Dow Jones seine runde Marke von 22.000 Punkten im Handelsverlauf erobern, jedoch nicht bis ins Wochenende retten. Bullischer sah es bei den Technologiewerten aus. Apple verzeichnete ein neues Allzeithoch und ebenso der Nasdaq100 mit rund 6.000 Punkten. Das beeindruckt vor dem Hintergrund der US-Daten und deren möglichem Eingriff in die Nordkorea-Krise. Doch schauen wir nun auf die kommende Handelswoche.

 

Das ist in der neuen Woche wichtig

 

Das Verbleiben in der Range per Schlusskurs hatte ich bereits eingangs erwähnt. Das zugehörige Chartbild erspare ich Ihnen, daher eine andere spannende Konstellation: Die Verbindung der Hochs aus den vergangenen Handelswochen im Stundenchart. Sie zeigen die Abwärtstendenz deutlich:

Zum Stand der Märkte am Wochenende lässt sich auch noch ein Aufwärtstrend konstruieren, der ab der Wochenmitte ausgeprägt wurde:

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