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Pressemeldung: Union Investment: Marktbericht Dezember 2017
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Pressemeldung Union Investment: Marktbericht Dezember 2017

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.01.2018, 00:00  |  709   |   |   

Der US-Aktienmarkt ging beflügelt von der Steuerreform mit weiteren Zugewinnen aus dem sehr positiven Handelsjahr und Europas Aktienmärkte blicken im Dezember auf eine heterogene Wertentwicklung zurück.

Aktien: US-Werte freundlich, Europa uneinheitlich

Renten: Fed erhöht den Zins

Aktienmärkte: Der US-Aktienmarkt ging beflügelt von der Steuerreform mit weiteren Zugewinnen aus dem sehr positiven Handelsjahr. In Europa war eine uneinheitliche Entwicklung zu beobachten, es mangelte vor allem an kursbeeinflussenden Unternehmens- und Konjunkturmeldungen.

Rentenmärkte: Die dritte Zinserhöhung durch die Fed blieb ohne Auswirkungen auf die Märkte. Die beschlossene US-Steuerreform hingegen lies die in der ersten Monatshälfte erzielten Gewinne am US-Staatsanleihemarkt wieder abschmelzen. Europäische Staatsanleihen gingen mit einem Minus aus dem letzten Handelsmonat.

Die Aktienmärkte

Europa

Europäische Aktien mit uneinheitlichem Jahresausklang

Europas Aktienmärkte blicken im Dezember auf eine heterogene Wertentwicklung zurück. Während der EURO STOXX 50-Index 1,9 Prozent leichter schloss, wies der marktbreite STOXX Europe 600-Index einen Wertzuwachs von 0,6 Prozent auf. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung legten in Summe 2,5 Prozent zu. Da es an kursbeeinflussenden Unternehmens- oder Konjunkturmeldungen mangelte, nahmen vor allem politische Entwicklungen Einfluss auf die Märkte. Mit Blick auf den "Brexit" haben sich die Europäische Union (EU) und Großbritannien in zentralen Fragen wie der Grenze zu Irland oder den künftigen Rechten von EU-Bürgern geeinigt. Damit ist der Weg frei zur Verhandlung künftiger Handelsbeziehungen. Der FTSE 100-Index reagierte erleichtert auf den Kompromiss und kletterte um 4,9 Prozent. In den Ländern der Euroland-Peripherie belastete das Politikgeschehen. In Katalonien haben die separatistischen Parteien bei den Regionalwahlen ihre Mehrheit verteidigt. Die Koalitionsverhandlungen könnten dennoch schwierig werden, da es Unstimmigkeiten unter den Unabhängigkeitsbefürwortern gibt. Gemessen am IBEX 35-Index verloren spanische Aktien 1,6 Prozent an Wert. Auch in Italien gaben die Notierungen nach, der FTSE MIB-Index schloss 2,3 Prozent leichter. Nachdem Staatspräsident Mattarella das Parlament aufgelöst hat, ist der Weg frei für Neuwahlen im März 2018. In aktuellen Umfragen kann derzeit aber keine der italienischen Parteien eine absolute Mehrheit auf sich vereinen. Die Unsicherheit dürfte hoch bleiben. Der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) hat im letzten Quartal des am 30. November endenden Geschäftsjahres überraschend schwach abgeschnitten. Die Umsätze gingen aufgrund schlecht laufender Geschäfte im stationären Handel zurück. H&M kündigte deshalb an, sein Ladenportfolio zu überprüfen. Die Aktien der Schweden verloren unter dem Strich über 14 Prozent an Wert. Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiter robust, es sind kaum konjunkturelle Störfeuer auszumachen. Das Umfeld für Aktienanlagen bleibt deshalb positiv.

Deutschland

Deutsche Aktien mit uneinheitlichem Jahresausklang Deutschlands Aktienmärkte blicken im Dezember auf eine heterogene Wertentwicklung zurück. Der DAX 30-Index mit den größten Unternehmen des Landes verzeichnete einen Verlust von 0,8 Prozent. Auch der MDAX-Index mit Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung gab 3,1 Prozent nach. Die im SDAX-Index geführten kleineren Gesellschaften schlossen hingegen 0,7 Prozent fester. Auch die im TecDAX-Index gelisteten Technologiefirmen legten 0,5 Prozent zu.Die Hochstimmung in der deutschen Wirtschaft hält unvermindert an. Zwar hat sich das ifo Geschäftsklima im Dezember etwas eingetrübt. Nach wie vor bewegt sich das Barometer aber nahe des erst im Vormonat erreichten Rekordwerts. Die Manager in den deutschen Chefetagen beurteilen ihre Geschäftslage besser, die Aussichten für die kommenden sechs Monate hingegen schlechter als zuletzt. Gleichzeitig kletterte die Inflationsrate in Deutschland auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Waren und Dienstleistungen kosteten 2017 im Schnitt 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr.Der deutsche Chemiekonzern BASF steht nach mehr als 100 Jahren vor dem Ausstieg aus der Ölförderung. Das Unternehmen hat eine Absichtserklärung zum Zusammenschluss seiner Kasseler Energietochter Wintershall mit der Dea-Gruppe unterzeichnet. Dadurch soll eines der größten unabhängigen europäischen Explorations- und Produktionsunternehmen entstehen. Der jährliche Umsatz des fusionierten Konzerns wird bei etwa 4,3 Milliarden Euro liegen. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte 2018 geplant. Gute Geschäfte mit Hotels und Kreuzfahrten haben dem weltgrößten Touristikkonzern TUI ein positives Ergebnis beschert. Trotz Terrorangst und Wirbelstürmen in der Karibik wuchs der operative Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als ein Zehntel auf 1,1 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz stieg um acht Prozent auf 18,5 Milliarden Euro. Die Aktien des Reiseunternehmens gewannen in der Berichtsperiode in Summe knapp zwölf Prozent an Wert. Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiter robust, es sind kaum konjunkturelle Störfeuer auszumachen. Das Umfeld für Aktienanlagen bleibt deshalb positiv.

Osteuropa

Osteuropäische Aktienmärkte tendieren freundlich

Die Börsen in Osteuropa legten im Dezember, gemessen am MSCI Emerging Markets Eastern Europe-Index, 1,4 Prozent in Lokalwährung zu. In US-Dollar gerechnet gewann das Börsenbarometer sogar 2,7 Prozent. In der Türkei haben sich die Aktienmärkte von den Verlusten des Vormonats erholt. Der BIST-Index gewann 10,9 Prozent an Wert. Auch die Türkische Lira legte im vergangenen Monat gegenüber dem US-Dollar um 2,9 Prozent zu. Die Notenbank hob erstmals seit acht Monaten den wichtigen Zins für kurzfristige Zentralbank-Kredite um 50 Basispunkte auf 12,75 Prozent an. Obwohl Experten mit einer Erhöhung um einen Prozentpunkt gerechnet hatten, konnte sich die Währung stabilisieren. Außerdem wurden die Marktteilnehmer von sehr guten Wachstumszahlen überrascht. Laut türkischem Statistikamt stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2017 um 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ist damit so kräftig wie seit sechs Jahren nicht mehr gewachsen. Unmittelbar nach dem Putschversuch, also im dritten Quartal 2016, war die türkische Wirtschaft um 0,8 Prozent geschrumpft. Dass die USA und die Türkei ihren Visa-Streit beigelegt haben, sorgte für weitere Marktunterstützung. Die russischen Börsen schlossen leicht im Plus (MICEX-Index, in Lokalwährung 0,4 Prozent). Der in US-Dollar notierende RTS-Index gewann 2,0 Prozent hinzu. Die russische Zentralbank hatte im Dezember die Zinsen stärker als erwartet gesenkt. Dank des wieder erstarkten Russischen Rubels ( 1,2 Prozent gegenüber dem US-Dollar) hat sich der Preisdruck abgeschwächt. Das eröffnete der Zentralbank Spielraum für Zinssenkungen. Darüber hinaus unterstützte der um 5,0 Prozent gestiegene Ölpreis (Brent) die Börsen. In Tschechien (PX 50-Index: 1,8 Prozent), Ungarn (BUX-Index: 1,8 Prozent) und Polen (WIG-Index: 2,1 Prozent) beschlossen die Aktienmärkte den Dezember mit etwa gleich hohen Zuwächsen. Die konjunkturelle Situation in Osteuropa reiht sich in das gute weltwirtschaftliche Umfeld ein. Trotzdem lauern globale Risiken, wie die Konflikte in Nordkorea oder im Nahen Osten, die auf die Märkte in den kommenden Wochen belastend wirken könnten.

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