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Erneute Warnung vor Finanzrise II

Gastautor: Martin Siegel
28.03.2018, 08:50  |  6671   |   |   

Der Goldpreis schließt im gestrigen New Yorker Handel unverändert mit 1.345 $/oz. Heute Morgen gibt der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong leicht nach und notiert aktuell mit 1.342 $/oz um etwa 11 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien geben weltweit nach.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

IWF-Chefin Christine Lagarde schlägt einen neuen Rettungsfonds vor, in den Deutschland jedes Jahr 11 Mrd Euro einzahlen soll. Lagarde: „Diese Fiskalkapazität würde wohl nicht ausreichen, um die nächste Krise zu lösen. Aber sie wäre sicherlich hilfreich“.

Die richtige Überschrift über den Artikel wäre ehrlicherweise: IWF versucht verzweifelt, sich mit dem Zugriff auf Staatsfinanzen auf die nächste unausweichliche Bankenrettungskrise (Finanzkrise II) vorzubereiten (vgl. Tagesbericht vom 01.12.17: http://www.goldhotline.de/index.php/tagesbericht/1955-gold-nachgebend-ezb-warnt-vor-finanzkrise-ii).


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem stabileren Dollar leicht nach (aktueller Preis 34.791 Euro/kg, Vortag 34.960 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.


Silber verliert (aktueller Preis 16,46 $/oz, Vortag 16,72 $/oz). Platin fällt (aktueller Preis 942 $/oz, Vortag 956 $/oz). Palladium gibt nach (aktueller Preis 970 $/oz, Vortag 976 $/oz). Die Basismetalle geben leicht nach.


Der New Yorker Xau-Goldminenindex verliert 1,5 % oder 1,3 auf 81,3 Punkte. Bei den Standardwerten fallen B2 Gold 2,5 % und Newmont 2,2 %. Detour kann sich um 2,3 % befestigen. Bei den kleineren Werten geben Chesapeake 15,0 %, Torex 10,4 % und Premier 9,8 % nach. Bei den Silberwerten fallen Sabina 6,3 %, Silver Bull 6,1 % und Silvercorp 4,7 %. Impact verbessert sich um 4,3 %.


Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel seitwärts. Anglogold verliert 1,4 %. DRD verbessert sich 1,4 %.


Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen leichter. Bei den Produzenten fallen Beadell 3,6 %, Oceana 3,5 % und Medusa 3,3 %. Bei den Explorationswerten verliert Focus 6,8 %. Bassari erholt sich 7,1 %. Bei den Metallwerten geben Gindalbie 4,8 % und Fortescue 4,6 % nach. Cape Lambert verbessert sich 4,8 %.


Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verbessert sich um 0,2 % auf 105,74 Euro. Bester Fondswert ist heute Detour (+2,3 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Torex (-10,4 %), Asanko (-4,9 %) und Impala (-4,5 %). Der Fonds dürfte heute weniger als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Monatsauswertung zum 28.02.18 gibt der Fonds 0,2 % nach und entwickelt sich damit stabiler als der Xau-Vergleichsindex, der um 9,2 % nachgibt. Seit Auflage des Fonds im April 2007 setzt sich der Fonds mit einem Gewinn von 5,6 % vom Xau-Vergleichsindex (-41,4 %) deutlich ab. Das Fondsvolumen gibt parallel zu den Kursverlusten von 32,8 auf 32,7 Mio Euro nach.

Verlust im Jahr 2013: 62,9 %
Gewinn im Jahr 2014: 4,6 %
Gewinn im Jahr 2015: 38,5 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2016: 75,0 %
Gewinn im Jahr 2017: 0,5 % (bester Goldminenfonds auf 3-, 5- und 10-Jahressicht (Quelle: Euro)

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