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Großer Frühjahrsputz? Das Stühlerücken geht weiter: Nun auch IT-Chefin Kim Hammonds weg

19.04.2018, 08:11  |  2994   |   |   

Nach einem wenig überraschenden Abgang von John Cryan an der Spitze der Deutschen Bank, hat nun seine IT-Chefin Kim Hammonds im gegensseitigen Einvernehmen ihren Rücktritt bekannt gegeben.

Die Amtszeit von Kim Hammonds endet "im gegenseitigen Einvernehmen" auf der Hauptversammlung am 24. Mai 2018, so eine am späten Mittwoch abgegebene Erklärung. Zuvor hatte die Bank in einem Schreiben an die Mitarbeiter angekündigt, dass John Andrews, seit fünf Jahren Leiter Investor Relations, wegen des jüngsten Führungswechsels ausscheidet.

"Kim Hammonds war ein frischer Wind, der eine Außenseiterperspektive mit tief greifender Erfahrung im Wandel brachte", schrieb Paul Achleitner, Vorsitzender des Aufsichtsrates, in der Mitteilung. Unter Cryan wurde Hammonds beauftragt, die IT-Kosten der Bank zu senken und die Anzahl der Betriebssysteme zu rationalisieren. Aber Sorgen über langsame Fortschritte haben zu Skepsis unter den Aufsichtsratsmitgliedern und dem Management geführt. Ihr Ansehen wurde weiter geschädigt, als sie die Deutsche Bank auf einer Firmenveranstaltung als "das dysfunktionellste Unternehmen" bezeichnete, für das sie je gearbeitet habe. Die 50-jährige Hammonds kam 2013 mit vielläftigen Erfahrungen zur Deutschen Bank. Mit einem Uni-Abschluss in Maschinenbau war Hammonds für Boeing, Dell und Ford in den Bereichen Produktentwicklung, Qualitätssicherheit, Marketing und Informationssicherheit tätig gewesen, bevor sie dann am 1. August 2016 Mitglied des DB-Vorstands wurde.

All diese Personalbewegungen folgen nach der Ernennung von Sewing zum neuen CEO. Sie könnten zur größten Veränderungswelle an der Spitze der Deutschen Bank innerhalb der letzten sechs Jahren führen. Jedoch gibt es auch kritische Stimmen. "Die Art und Weise, wie Achleitner den CEO ersetzte, war für alle Beteiligten unprofessionell und schädlich", sagte Klaus Nieding, Vizepräsident der Aktionärsberatung DSW.

Im Londoner Büro der Deutschen Bank gehen mindestens vier Investmentbanker, so Bloomberg. Zu den Abgängen gehören Guillaume Gnech, Direktor im Aktienderivatehandel, Neal Naidoo, der im systematischen Handel tätig war, und Jonny Edelman im Hedge-Fonds-Vertrieb.

Quelle:

Bloomberg

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Deutsche Bank


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