Unternehmensführung von Hochbau Falkowski: Qualität als Strategie

Gastautor: Rainer Brosy
15.06.2018, 08:47  |  2949   |   |   

Geschäftsführer Tino Falkowski (li.) und Prokurist Frank Falkowski

Geschäftsführer Tino Falkowski (li.) und Prokurist Frank Falkowski, ©Hochbau Falkowski GmbH

Seit 2006 ist Hochbau Falkowski im boomenden Bausektor von Berlin und Brandenburg aktiv. Über 120 Projekte hat der Spezialist für Hochbau, Tief- und Spezialtiefbau bis heute realisiert. Zunehmend ist Hochbau Falkowski auch als Generalunternehmer für komplexe Bauprojekte verantwortlich. Das erfolgreiche Familienunternehmen wächst, 2017 ist es in eine neue Firmenzentrale eingezogen und plant bereits weitere Standorte. Mit Gründer und Geschäftsführer Tino Falkowski und seinem Vater Frank, der als Prokurist die juristischen Unternehmensfragen betreut, sprachen wir über die Geschäftsstrategie.

WO: Der Berliner Bausektor brummt. Wie behaupten Sie sich als mittelständisches Unternehmen gegenüber den Großen der Branche?

Tino Falkowski:Die ersten Schritte waren in der Tat nicht einfach. Hochbau Falkowski hat aber von Anbeginn die richtige Strategie gewählt: Spezialisierung und Qualität. Im Hoch- und Tiefbau reicht unsere Expertise weit über 2006 hinaus. Entsprechend konnten wir von Anbeginn hochwertiges Handwerk liefern. Dabei spielen auch Verlässlichkeit, Termintreue und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Zudem legen wir hohen Wert auf einen vertrauensvollen Umgang mit unseren Mitarbeitern, die uns auch deshalb seit vielen Jahren treu sind.

Frank Falkowski:Das schafft Kontinuität und wertvolle Erfahrung. Natürlich haben wir gleichzeitig begonnen, ein Netzwerk zu Partnern, Kommunen und Behörden aufzubauen, mit denen wir mittlerweile eng zusammenarbeiten.

WO: Was machen Sie besser als die Konkurrenz?

Tino Falkowski:Wir machen nicht alles selbst, aber was wir bauen ist hochwertig. Und wir wachsen vergleichsweise langsam. Inzwischen ist unser Erfahrungsschatz groß genug, um große Projekte als Generalunternehmer zu übernehmen. Demnächst eröffnen wir einen zweiten Standort, um immer nah am Kunden zu sein. Aber wir müssen auch Aufträge ablehnen. Denn wir können nicht jetzt in der Boomphase Kapazitäten aufbauen, die wir in fünf Jahren vielleicht nicht mehr brauchen. Wir setzen auf kurze Wege, lokale Lieferanten und schnelle Entscheidungen im Familienunternehmen. Außerdem sind uns Ehrlichkeit und persönliche Kontakte zu Kunden und Geschäftspartnern wichtig.

WO: Spielt Fachkräftemangel bei Hochbau Falkowski eine Rolle?

Frank Falkowski:Natürlich! Mit guten Leuten wächst der Betrieb! Aber wir arbeiten nach alter Handwerkstradition: Verträge sind einzuhalten! Wir übernehmen nichts, was wir nicht leisten können. Gleichzeitig engagieren wir uns auf Messen und über Berufsverbände, um das Bauhandwerk für junge Leute attraktiv zu machen. Das gilt auch für unsere eigenen Azubis: sie sollen bei Hochbau Falkowski in einem Unternehmen lernen, bei dem sie auch als ausgelernte Gesellen bleiben wollen. Bisher geht die Strategie auf.

WO: Wie sieht es mit der Digitalisierung im Baugewerbe aus?

Tino Falkowski:Modernes Equipment ist das A und O, wenn man konkurrenzfähig bleiben will. Deshalb investieren wir nicht nur in neue Kräne, sondern haben auch alle Poliere und Bauleiter mit digitalen Bautagebüchern ausgestattet. Da werden alle Baufortschritte dokumentiert und können sofort in der Zentrale abgerufen werden. Das spart lange Berichte, Wege, Besprechungen und Fehlplanungen. Baupläne sind sofort greifbar, der Personalstand abrufbar, - jeder kann sofort sehen, wer wofür verantwortlich ist. Bei den Verschalungen haben wir auf allen Baustellen quasi gleichzeitig eine permanente Online-Inventur. Wir können sehen, wo welches Material benötigt wird oder übrig ist, wie hoch der Verbrauch ist etc. Demnächst führen wir zudem ein digitales Mängelmanagement ein, wodurch Fehler frühzeitig behoben, und Streitfälle dokumentiert werden. Kurz: die Digitalisierung unserer Baustellen erhöht die Effizienz, spart Zeit und kostspieliges Material im Interesse unserer Kunden. Mittlerweile schätzen auch die Mitarbeiter diese Arbeitserleichterungen.

Wo sehen Sie künftig die Schwerpunkte von Hochbau Falkowski?

Tino Falkowski:Hoch- und Tiefbau werden immer gebraucht. Schlüsselfertiges Bauen durch Generalunternehmer wird zunehmend beliebter. In Berlin sammeln wir gerade Erfahrungen mit komprimierten Bauten bei hohem Komfort: Stichwort Townhäuser und Mikroapartments. Langfristig wird auch der höhere Geschossbau eine wachsende Rolle spielen.

Frank Falkowski:Trotzdem bleiben wir bei der Devise: Qualität geht vor Schnelligkeit. Nachhaltiges Bauen heißt nämlich nicht nur, solide Materialien kompetent und umweltschonend zu verarbeiten. Nachhaltigkeit gilt auch für das Wachstum von Hochbau Falkowski. Unsere Mitarbeiter sollen die Techniken – mechanisch wie digital - wirklich beherrschen. Wir geben ihnen die modernen Geräte, die Hochleistung ermöglichen. Manchmal benötigt eine neue Technik eine gewisse Einarbeitungszeit, - aber langfristig steigt letztlich die Effizienz. Das macht uns für viele Kunden zum Partner ihrer ersten Wahl.

Tino Falkowski:Machen wir uns doch nichts vor: die Baubranche ist eine Zunft, in der sich rumspricht, wer gute Arbeit leistet. Hochbau Falkowski hat sich mittlerweile auch bei größeren Investoren, Kommunen und Behörden einen Namen gemacht. Das zahlt sich jetzt aus, - warum sollten wir die Strategie wechseln?

WO: Danke für die interessanten Informationen.

Diesen Artikel teilen
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
Wahl + PartnerInvestorenBerlinBehördenLeu


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Gastautor

Rainer Brosy
Geschäftsführer
http://www.seoplus.expert/

Rainer Brosy (B.Eng.) betreibt eigene Finanz- und Energieportale und gehört zum Team verschiedener ICO`s.

RSS-Feed Rainer Brosy

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel