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3 Dividendenrendite-Hits aus dem MDax, die jeder kennen sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
16.02.2019, 09:02  |  786   |   |   

Bald startet die neue Dividendensaison und wir Einkommensinvestoren müssen uns positionieren, um von dem kommenden Dividendenregen zu profitieren.

Aus diesem Anlass habe ich mal den MDax nach Aktien durchsucht, die aktuell eine hohe Dividendenrendite versprechen sowie ein relativ günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aufweisen.

Deutsche Euroshop mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der Deutsche Euroshop steigt...
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Drei Aktien fielen mir dabei besonders auf: die Deutsche Euroshop (WKN:748020), der Telekom-Service-Provider Freenet (WKN:A0Z2ZZ) sowie der auf Büroimmobilien spezialisierte Konzern Alstria Office REIT (WKN:A0LD2U). Schauen wir uns diese Werte mal genauer an.

1. Deutsche Euroshop – 5,6 % Dividendenrendite

Die in Hamburg angesiedelte Deutsche Euroshop ist eine Investmentgesellschaft mit Investitionsfokus auf ertragsstarke Shoppingcenter in Deutschland. Fast jeder von euch war bestimmt schon einmal in einem der 21 Konsumpaläste der Deutschen Euroshop.

Im letzten Jahr konnten die Aktionäre eine Dividende von 1,45 Euro vereinnahmen. Das Management hatte bereits im letzten November angekündigt, die Dividende um 5 Cent auf 1,50 Euro erhöhen zu wollen. Sollte dies passieren, dann würde man beim aktuellen Kurs (Xetra-Schlusskurs vom 8.2.2019: 26,60 Euro) eine Rendite von 5,6 % erhalten.

Die Deutsche Euroshop war in der Vergangenheit ein verlässlicher Dividendenzahler und konnte die Dividende über die vergangen 10 Jahre um insgesamt 43 % erhöhen.

Schauen wir uns einmal die Funds From Operations (FFO) an, eine in der Immobilienwirtschaft sehr häufig genutzte Kennzahl, bei der die Erträge um Abschreibungen auf das Immobilienvermögen korrigiert werden. Gemessen an diesem Wert, der vom Unternehmen mit einer Spanne von 2,35 bis 2,39 Euro prognostiziert wird, ergibt sich ein Multiple von rund 11.

2. Freenet AG – 9,5 % Dividendenrendite

Die Freenet AG ist einer der zwei großen Telekommunikationsanbieter ohne eigene Netzinfrastruktur. Über die vergangenen Jahre hat sich das Unternehmen zu einem soliden Dividendenzahler gemausert.

So wurden im letzten Jahr 1,65 Euro als Dividende gezahlt. Sollte eine gleichbleibende Dividende gezahlt werden, dürften die Aktionäre mit einer Rendite von satten 9,5 % rechnen (Xetra-Schlusskurs vom 8.2.2019: 17,30 Euro). Das KGV auf Basis der Gewinne des Jahres 2017 liegt bei 7,8.

Für das Gesamtjahr 2018 erwartet Freenet stabile Umsatzerlöse bei einem Free-Cashflow in einer Spanne von 290 bis 310 Mio. Euro. Die Free-Cashflow-Werte sind wiederum leicht unter denen der Jahre 2017 und 2016, wo ein Wert von jeweils 342,8 sowie 341,5 Mio. Euro ausgewiesen wurde.

3. Alstria Office REIT – 3,9 % Dividendenrendite

Der Hamburger Immobilienkonzern hat sich als Bestandshalter von 117 Büroimmobilien positioniert, die im letzten Quartalsbericht einen Wert von 3,5 Mrd. Euro aufwiesen.

Im vergangenen Jahr hatte der REIT eine Dividende in Höhe von 0,52 Euro gezahlt. Beim aktuellen Kurs und einer eventuell gleichbleibenden Dividende dürfen die Aktionäre auf eine Rendite von 3,9 % hoffen (Xetra-Schlusskurs vom 8.2.2019: 13,35 Euro).

Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr 2018 mit einem Umsatz von 190 Mio. Euro bei einem FFO von 113 Mio. Euro. Diese Prognose entspricht grob den Werten von 2017 (Umsatz: 193,7 Mio. Euro und FFO von 113,8 Mio. Euro).  Im Geschäftsjahr 2017 konnte Alstria Office ein FFO je Aktie von 0,74 Euro generieren.

Fazit

Bedenkt man, dass wir uns global gesehen in einem Umfeld steigender Zinsen befinden, so wäre es sicherlich falsch, jetzt in Unternehmen zu investieren, die hohe Schulden haben.

Alle drei vorgestellten Unternehmen haben jedoch signifikante Schulden. Bei den Immobiliengesellschaften gehört es zum Geschäft, mit Fremdkapital zu arbeiten. Freenet hingegen hat in der Vergangenheit mit der Sunrise Communications Group (WKN:A14M5T) und Ceconomy (WKN:725750) zwei signifikante Beteiligungen aufgebaut, die mit Fremdkapital finanziert wurden.

Um die Tragfähigkeit der Schulden beurteilen zu können, muss man sich jedoch die jeweiligen Cashflows anschauen sowie deren Kontinuität. Hier muss man sagen, dass alle drei Unternehmen gute Zuflüsse durch Mieteinnahmen und Abo-Verträge haben.

Die Deutsche Euroshop ist günstig, gemessen am FFO, und weist einen deutlichen Abschlag auf den Net-Asset-Value (NAV) auf. Der NAV ist so etwas wie der reine Immobilienwert, bei dem von den Vermögenswerten alle Verbindlichkeiten abgezogen werden.

Wie die Deutsche Euroshop leiden viele Shoppingcenter-Betreiber unter der wachsenden Bedeutung des Onlinehandels, was ein Grund für die niedrige Bewertung sein könnte. Alstria Office befindet sich hingegen in einem besseren Segment des Immobiliensektors und hat einen guten Newsflow, bietet aber weniger Dividendenrendite und keinen Abschlag auf den NAV.

Bei Freenet bleibt es interessant, wie sich das neue Segment „TV und Medien“ entwickelt. Hier hatte man zuletzt mit 900.000 „freenet TV“-Abokunden in relativ kurzer Zeit einen bedeutenden Fußabdruck setzen können.

Auch für das IPTV-Produkt „waipu.tv“ registrierten sich über eine Million Menschen. Das ist toll, aber bisher konnte das Unternehmen auf der Ertragsseite keine deutlichen Steigerungen aufweisen. Langfristig muss hier mehr passieren, damit die Investoren den Wert wieder spannend finden.

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