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Edelmetalle im Aufwärtstrend

Gastautor: Martin Siegel
19.07.2019, 08:56  |  2336   |   |   

Der Goldpreis steigt im gestrigen New Yorker Handel von 1.420 auf 1.446 $/oz. Heute Morgen gibt der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong leicht nach und notiert aktuell mit 1.440 $/oz um 18 $/oz über dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien steigen weltweit deutlich an. Der Silberpreis steigt im gestrigen New Yorker Handel von 16,10 auf 16,32 $/oz und kann heute Morgen weiter auf 16,37 $/oz zulegen. Die nordamerikanischen Silberaktien ziehen parallel zu den Goldaktien deutlich an.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

JP Morgan meldet für das Juniquartal einen Nettogewinn von 9,7 Mrd $, Wells Fargo von 6,2 Mrd $, die Citibank von 4,8 Mrd $ und Goldman Sachs von 2,4 Mrd $.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis kann der Goldpreis bei einem etwas leichteren Dollar zulegen (aktueller Preis 41.154 Euro/kg, Vortag 40.692 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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