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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Deutliche Verluste nach Fed-Zinsentscheid
Foto: Justin Lane - dpa

ROUNDUP/Aktien New York Schluss Deutliche Verluste nach Fed-Zinsentscheid

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
31.07.2019, 22:41  |  3123   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Mittwoch nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed deutliche Verluste erlitten. Doch immerhin konnten sich die wichtigen Indizes am Ende über ihren Tagestiefs behaupten.

Der Dow Jones Industrial schloss 1,23 Prozent tiefer bei 26 864,27 Punkten. Damit schmolz das Plus für den abgelaufenen Monat Juli auf knapp ein Prozent zusammen. Der marktbreite S&P 500 verlor am Mittwoch letztlich 1,09 Prozent auf 2980,38 Punkte, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 um 1,30 Prozent auf 7848,78 Zähler abrutschte.

Die Währungshüter hatten zwar wie erwartet erstmals seit der Finanzkrise vor über zehn Jahren den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt gesenkt. Sie hätten allerdings kaum eine Chance gehabt, die Anleger positiv zu überraschen, und die Minderheit enttäuscht, die auf eine Senkung um einen halben Prozentpunkt gesetzt habe, schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Zudem mache die höchste Zahl an Abweichlern in der Amtszeit des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell "weitere Zinsschritte nicht zu einem Selbstläufer". Zwei der zehn Mitglieder des Fed-Offenmarktausschusses hatten gegen die Mehrheit für unveränderte Zinsen gestimmt.

Unterdessen beendeten China und die USA die jüngste Runde ihrer Handelsgespräche ohne sichtbare Fortschritte. Es wurde aber vereinbart, die Verhandlungen im September in den USA fortzusetzen, wie das chinesische Handelsministerium mitteilte. Beide Seiten hätten einen "offenen, effizienten und intensiven Austausch" geführt, hieß es.

Im Fokus standen ansonsten einmal mehr Unternehmenszahlen. Die Apple-Aktionäre konnten sich über ein Kursplus von gut zwei Prozent auf 213,04 US-Dollar freuen - damit waren die Titel des Konzerns Spitzenreiter im Dow und zudem so teuer wie zuletzt Anfang November.

Analysten sprachen von soliden Resultaten für das dritte Geschäftsquartal. Die Autoren des Bernecker-"Aktionärsbriefs" hoben die weiter nachlassende Abhängigkeit vom iPhone positiv hervor und verwiesen auf das prozentual zweistellige Umsatzwachstum bei den Online-Diensten und anderen Produkten wie etwa der Computeruhr Apple Watch und anderen sogenannten Wearables. Zudem liegt Apples Umsatzziel für das laufende Quartal über den Markterwartungen.

Die in New York gelisteten Aktien von Fiat Chrysler verteuerten sich nach der Zahlenvorlage um 1,7 Prozent. Der italienisch-amerikanische Autobauer kann in der allgemeinen Branchenflaute auf die rund laufenden Geschäfte auf dem amerikanischen Kontinent zählen. Zudem sagte Vorstandschef Mike Manley, eine insgesamt robuste Nachfrage sowie Maßnahmen zur Kostendisziplin ließen die Jahresprognose des Konzerns in Reichweite gelangen. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von einem starken Zahlenwerk.

Dass Amgen nach einem überraschend guten zweiten Quartal die Jahresziele nach oben revidierte, bescherte dem Biotechkonzern ein Kursplus von fast sechs Prozent. Papiere von General Electric (GE) verloren nach heftigen Kursausschlägen am Ende unterdurchschnittliche 0,67 Prozent. Der Industriekonzern war im vergangenen Quartal wieder in die roten Zahlen gerutscht, hob aber dennoch die Jahresziele an.

Spotify-Titel hielten sich nach Quartalszahlen mit letztlich minus 0,17 Prozent ebenfalls recht ordentlich. Der Musikstreaming-Marktführer habe mit Umsatz und Bruttomargen die Erwartungen übertroffen, bei der Gewinnung neuer Abo-Kunden aber verfehlt, schrieb Mark Mahaney vom Analysehaus RBC.

Der Euro geriet nach dem Fed-Zinsentscheid unter Druck und rutschte auf 1,1063 Dollar ab. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs noch auf 1,1151 (Dienstag: 1,1154) Dollar festgesetzt und der Dollar hatte damit 0,8968 (0,8965) Euro gekostet. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gewannen indes 14/32 Punkte auf 103 8/32 Punkte und rentierten mit 2,01 Prozent./gl/fba

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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