Wirecard – Größerer AR, neuer Partner in China und gutes Q3

Nachrichtenquelle: DER PLATOW Brief
25.10.2019, 10:02  |  7972   |   |   

Die jüngsten Vorwürfe der mit Wirecard im Dauerclinch liegenden „FT“ zu angeblichen Luftbuchungen in Dubai haben der ohnehin sehr volatilen Aktie des Zahlungsdienstleisters vor wenigen Tagen einen ordentlichen Dämpfer verpasst.

CEO und Großaktionär Markus Braun hat zwar mit der Entscheidung, KPMG als unabhängigen Prüfer sämtliche Vorwürfe der in diesem Streit auch um ihren eigenen Ruf kämpfenden „FT“ zu überprüfen, den Kursabsturz bremsen können. Die Erholung der vergangenen Monate ist aber dahin. Wie wir hören, plant Wirecard aber weitere Maßnahmen, um das an der Börse verlorengegangene Vertrauen zurückzugewinnen. So gibt es angeblich Überlegungen, den bisher nur sechsköpfigen Aufsichtsrat zu vergrößern. Das Gremium steht u.a. auch wegen der angeblich fehlenden Branchenexpertise und dem Streit zweier Aufseherinnen um die Nachfolge des spätestens 2020 aus Altersgründen ausscheidenen AR-Chefs Wulf Matthias in der Kritik.

Matthias könnte dem Vernehmen nach deshalb sogar früher gehen. Die besten Chancen auf seine Nachfolge habe dann aber offenbar der im Sommer neu in das Gremium gewählte frühere Deutsche Börse-Vorstand Thomas Eichelmann. Auftrieb für die Aktie versprechen auch die Q3-Zahlen, die Braun am 6.11. vorstellen wird. Das operative Geschäft läuft offenbar sehr gut. Allen Gerüchten zum Trotz gewinnt Wirecard auch weiter namhafte Kunden wie zuletzt etwa die Schweizer Post. Darüber hinaus gibt es aus Asien gute Nachrichten. Wirecard kann angeblich einen neuen Partner in China präsentieren, nachdem bisher nur mit Alipay zusammengearbeitet wird.

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Kommentare

Die Vorwürfe der FT kann man auch ohne KPMG ins Reich der Phantasie verweisen: eine Betrachtung der Umsätze über die letzten 20 Jahre beweist, daß keine Luftbuchungen in 2016 und 2017 vorgelegen haben können! Die Umsätze steigen seit 10 Jahren regelmäßig und kontinuierlich und die Umsätze von 2018 wären ohne echte Umsätze in 2016, 2017 nicht möglich. Was man Wirecard allerdings vorwerfen muß ist, daß sie ihre Präsentationen - wie die am 8.10. in New York, besser von professionellen Sprechern abhalten lassen sollten. Das sieht so nach Klitsche aus - was sie bei Leibe nicht sind! Ich sehe jetzt schon tausende, die sich in Kürze die Haare raufen, warum sie die ideale Chance nicht nutzten jetzt groß einzusteigen - solch eine Chance erwischt man an der Börse nur alle 10 Jahre!

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