Edelmetalle schwach, 1.500 Mrd $ Rettungsgelder

Gastautor: Martin Siegel
13.03.2020, 08:55  |  9918   |   |   

Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.635 auf 1.575 $/oz nach. Heute Morgen stabilisiert sich der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong und notiert aktuell mit 1.589 $/oz um 47 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit sehr schwach.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

US-Zentralbank Fed stellt den Banken eine Finanzspritze von 1.500 Mrd $ zur Verfügung. Zum Vergleich liegt das Budget des Welternährungsprogramms für 815 Mio hungernde Menschen weltweit bei jährlich etwa 5 Mrd $.

Kommentar: Ohne den Corona-Hype wäre die Verlängerung der Konkursverschleppung des Banken-Papierkreditgeldscheinsystems durch diese Hilfsgelder nicht vermittelbar gewesen.

Vgl. Vortrag vom 08.11.13 bei der Edelmetallmesse München mit dem Titel: „Vor der Finanzkrise II“:

„Wir sagen voraus, dass die Umschichtung von Wohlstand an die Banker durch die „Rettungspakete“ nur die Staatsverschuldung erhöhen und die aktuelle Wirtschaftskrise erheblich verlängern werden (Zitat vom 23.12.2008).

„Die Banken sind auch heute allesamt verschleppte Konkurse und das Schneeballsystem der Staatsfinanzierung steht vor dem Zusammenbruch. Die nächsten Bedrohungen sind: Platzen der Blase an den Anleihemärkten. Bei gleichzeitig steigenden Inflationsraten sind staatliche Eingriffe unausweichlich: Preiskontrollen aller Art, Besteuerungen, Zwangskauf von Anleihen, Sondersteuern auf Vermögen, Verstaatlichungen, Enteignungen (Zitat vom November 2010).

Die damaligen Prognosen (08.11.2013):

Die Finanzkrise II wird deutlich schlimmer als die Finanzkrise I
- Die Schieflagen im Finanzsystem sind größer
- Die Bonität der Schuldner ist schlechter
- Durch die Verlagerung der Haftung auf die Sparer (vgl. Zypern) wird die Finanzkrise II viel stärker auf die Realwirtschaft durchschlagen
- Die Sparer und Leistungsbezieher werden durch niedrige Zinsen und höhere Steuern, Vermögensabgaben und andere Repressionen auseinandergenommen
- Die unheilvolle Allianz aus Zentralbanken, Banken und Regierungen ist dabei, sich in der Krise sogar noch zu verfestigen. Dabei werden demokratische Strukturen weiter abgebaut


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem festeren Dollar nach (aktueller Preis 45.587 Euro/kg, Vortag 46.567 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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