Bridgewater-Attacken Weltgrößter Hedgefonds schlachtet Corona-Crash aus: Wie gefährlich sind Ray Dalios Milliarden-Wetten gegen geschwächte DAX-Konzerne?

26.03.2020, 15:49  |  54859   |   |   

Ungefähr 14 Milliarden US-Dollar hat die Investmentfirma Brigdewater Associates für Untergangswetten gegen europäische Unternehmen ausgegeben. Der Kopf und Manager dieses Fonds, Ray Dalio, spekuliert aufgrund der anhaltenden Pandemie weiter auf sinkende Aktienkurse, da die Firmen möglicherweise überbewertet sind. Allein rund eine Milliarde Euro soll die weltweitgrößte Hedgefonds-Gesellschaft zum Beispiel gegen das deutsche Softwareunternehmen SAP gesetzt haben, wie Bloomberg berichtete. Was bedeutet das? Noch tiefere Kursstürze von DAX-Unternehmen voraus?

Antworten: Fachjournalist Christoph Karl von unserer Partnerredaktion Smart Investor erklärt das Vorgehen folgendermaßen: „Ray Dalio verfolgt einen sogenannten Risk-Parity-Ansatz. Er versucht Risiken durch entsprechende Hedges aus dem Portfolio zu nehmen. Gut möglich, dass er einige Milliarden an Shortpositionen in DAX-Titeln offen hat und gleichzeitig mehrere Milliarden in S&P-Aktien gesteckt hat, weil er an eine relative Outperformance des US-Aktienmarktes glaubt.“

Lesen Sie auch


Auch wenn sogenannte Leerverkäufer oder auch Shortseller mit solch gezielten Untergangswetten die Aktienwerte von verwundbaren Konzernen spürbar stürzen könnten, sollte man Bridgewaters Finanzattacken auf geschwächte DAX-Unternehmen nicht überbewerten, so Christoph Karl. Der Fonds verwaltet circa 160 Milliarden US-Dollar, agiert mit hohem Leverage und bewegt daher vermutlich noch einmal deutlich größere Summen. Wenn die eine Short-Position über einige Milliarden aufmachen, seien das lediglich wenige Prozente des Portfolios, so Karl weiter.

Um Firmen vor Leerverkäufen zu schützen, haben Finanzaufseher in Spanien und Italien solche Aktivitäten für mehrere Wochen verboten, wie weltonline berichtete. Ob man aufgrund der großen Verluste an den deutschen Börsen, diesem Handel hierzulande auch einen Riegel vorschieben sollte, verneint so mancher Börsenexperte. Diese Auffassung vertritt auch Uwe Lang, Geschäftsführer und Autor von boersensignale.de exklusiv für wallstreet:online: „Grundsätzlich bin ich gegen solche Verbote. In so einer besonderen Situation wie jetzt kann man damit unnötige Turbulenzen verhindern.“

Autor: Nicolas Ebert



Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger für vier Euro pro Order Wertpapiere erwerben: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Produkt-Link klicken, wird uns das vergütet.



Seite 1 von 2


Diesen Artikel teilen
Wertpapier

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
BridgewaterAktienDAXSmartbrokerKonzerne


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Anzeige

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel