Netto-Longs auf Gold und Rohöl gehen zurück - CoT-Report

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Nachrichtenquelle: Shareribs
05.08.2020, 13:33  |  555   |   
Washington 05.08.2020 - Die Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longs auf US-Rohstoffe in der vergangenen Woche wieder leicht reduziert. Bei Gold und Rohöl war ein Rückgang zu verzeichnen. Die Netto-Shorts auf Mais wurden wieder ausgeweitet.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 28. Juli, um vier Prozent auf 662.885 Kontrakte reduziert. Dabei war unter anderem bei Gold und Rohöl ein Rückgang zu verzeichnen, während die Netto-Longs auf Kupfer wieder ausgeweitet wurden.

Nachdem der Goldpreis mehrere Tage auf Rekordniveau notierte, haben die Investoren ihre Netto-Longs um 5,2 Prozent auf 174.510 Kontrakte reduziert. Angesichts der weiterhin starken Aktienmärkte schien das Korrekturpotential für den Goldpreis weiter gestiegen zu sein. Statt zu sinken, kletterte der Goldpreis aber weiterhin und notiert nun deutlich über der Marke von 2.000 USD und damit auf einem neuen Allzeithoch. Dabei konnte der neuerliche Anstieg trotz einer leichten Aufwertung des US-Dollars erreicht werden.

Auch der Preis für Silber hat sich weiter nach oben gearbeitet, aber auch hier kam es zu einer Rücknahme der Netto-Longs. Diese sanken um 32,5 Prozent auf 32.162 Kontrakte. Die Netto-Longs auf Platin stiegen um 40 Prozent auf 17.071 Kontrakte und die Netto-Longs auf Palladium stiegen um 22,3 Prozent auf 3.703 Kontrakte.

Die Ölpreise bewegen sich seit Wochen seitwärts. Die Marktteilnehmer schwanken zwischen der Hoffnung auf eine steigende Nachfrage und dem Wiedererstarken der Pandemie. Hinzukommt das Risiko des steigenden Angebots durch die teilweise Rücknahme der Förderkürzungen seitens der OPEC+ Staaten. Diese wollen von August bis Ende des Jahres 7,7 Mio. Barrel/Tag weniger fördern als noch zu Jahresbeginn. Zuvor betrugen die Kürzungen 9,7 Mio. Barrel/Tag. Mit den wieder hohen Ansteckungszahlen vor allem in den USA wächst aber das Risiko neuerlicher Lockdowns. Da die Rohölbestände in den USA aber ohnehin auf einem sehr hohen Niveau liegen, könnte sich hieraus ein Szenario massiv sinkender Preise ergeben, da die Lagerkapazitäten in den USA begrenzt sind. Die Zahl der Netto-Longs auf US-Rohöl sanken um 4,4 Prozent auf 346.683 Kontrakte.

Die Netto-Longpositionen auf Kupfer stiegen um 9,5 Prozent auf 59.651 Kontrakte. Das rote Metall notiert in London um 6.500 USD und wird unterstützt vom Wiedererstarken der chinesischen Konjunktur. Die Einkaufsmanagerindizes zeigten eine anhaltend starke Entwicklung, was allerdings von den anhaltenden Sorgen über die weitere Entwicklung in der Pandemie überschattet wird. Hinzu kommt, dass die Produktion von Kupfer in Chile im ersten Halbjahr angestiegen ist, auch in Peru war im Juni ein starkes Plus zu verzeichnen.

Die Marktteilnehmer bleiben derweil zurückhaltend bei den Agrarrohstoffen. Die Netto-Shorts auf Mais wurden um 4,0 Prozent auf 137.770 Kontrakte ausgeweitet, bei Weizen war ein Anstieg der Netto-Longs mehr als verdreifacht auf nun 1.699 Kontrakte. Die Netto-Longpositionen auf die Sojabohnen wurden um 18 Prozent auf 62.161 Kontrakte reduziert.


Quelle: shareribs.com / CFTC



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