S&T IM FOKUS Gewinner der Corona-Krise?

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
29.09.2020, 08:35  |  924   |   |   

LINZ (dpa-AFX) - Der IT-Dienstleister S&T hat sich in der Corona-Krise bislang nur wenig beirren lassen. Zwar zog der in Deutschland börsennotierte österreichische Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr im März zunächst zurück, legte diese jedoch im Mai bereits wieder neu auf. Die Mittelfristziele bis 2023 blieben gänzlich unangetastet. Was bei dem Unternehmen los ist, was die Analysten sagen und wie sich die Aktie entwickelt:

WAS BEI S&T LOS IST:

Sich selbst sehen die Österreicher als Gewinner der Corona-Krise. Im zweiten Quartal zog der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 16 Prozent an, die Erlöse um 8 Prozent.

Konzernchef Hannes Niederhauser führte die Umsatzentwicklung vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach Produkten wie E-Learning-Plattformen, Videokonferenzsystemen und Heimarbeitsplätzen zurück. Daneben habe das Unternehmen seinen eigenen Mitarbeitern seit langem Heimarbeit ermöglicht und sei deshalb gut auf die Corona-Krise vorbereitet gewesen.

Bereits Ende März hatte Niederhauser eine überraschend positive Bilanz gezogen. Die generell gesunkenen Unternehmensbewertungen unterstützten die Strategie, auch durch Übernahmen wachsen zu wollen: "S&T ist krisenfest aufgestellt und mit mehr als 300 Millionen Euro Barbeständen gut gerüstet für sich bietende Akquisitionschancen". Im Juni ließ das Unternehmen dieser Bereitschaft Taten folgen: Der Konzern übernahm den slowenischen Digitalisierungsspezialisten Iskratel.

Der kürzliche Zukauf passt gut zu der vom Vorstand formulierten Mittelfrist-Strategie. So soll der Umsatz bis 2023 - von der Pandemie unabhängig - auf über zwei Milliarden Euro wachsen. Bereits 2019 hatte S&T zu diesem Zweck sowohl die heutige Kontron Transportation aus Österreich als auch den Dresdner Automatisierungsanbieter AIS übernommen. Der Konzern erweitert mit den Übernahmen sein Portfolio, investiert aber auch in eigene Technologien.

Die in Folge der Pandemie schwer beeinträchtigte Luftfahrtbranche und die Geschäfte in den USA hinterließen trotzdem Spuren in der Bilanz. So brach das Geschäft im Segment Luftfahrtelektronik im zweiten Quartal deutlich ein. Das Nordamerika-Geschäft litt erheblich, im vergangenen Geschäftsjahr hatte es noch 13 Prozent zum Gesamtumsatz beigetragen. Abgefedert wurden die Belastungen laut Niederhauser durch Rekordwerte in den Bereichen "Medical" und "Public Business".

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