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Value-Rallye unter der Lupe Jetzt bei preiswerten Values zugreifen? – Was können Banken-, Versorger- und Energie-Titel?

Als das Coronavirus die Welt im Frühjahr überrollte, gerieten auch viele Value-Aktien unter die Räder. In der anschließenden Erholung konnten viele nicht an die Performance der heiß gehandelten Tech-Aktien anknüpfen.

Stattdessen wurde 2020 zum Jahr der wachstumsstarken Stay-At-Home-Werte. Die Bewertungen von Value-Titeln wie Banken, Energie-Unternehmen und Versorgern sackten auf historische Tiefststände ab.

Doch nach der erfolgreichen Entwicklung gleich mehrerer Impfstoffe rücken günstig bewertete Value-Titel wieder in den Fokus von Investoren. Auf dem Rücken der positiven Nachrichten stellten sie mit starken Kursgewinnen die Wachstumswerte im November in den Schatten. „2020 war bis dato über weite Strecken wieder einmal ein äußerst erfolgreiches Jahr für Growth-Investoren. Die letzten zwei Wochen gehörten allerdings nicht dazu“, sagt Justus Schirmacher, Portfoliomanager bei der Berenberg Bank. „Diese ebenso plötzliche, wie auch in ihrem Ausmaß historische Reaktion auf die Impfstoffe, war vor allem der extremen Positionierung vieler Marktteilnehmer geschuldet.“ Viele Lockdown-Gewinner waren in den Monaten zuvor einfach heiß gelaufen.

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Dennoch bleibt der Experte optimistisch, dass die unterliegenden Trends, die die Growth-Rallye befeuert haben, weiter intakt sind. „Corona hat natürlich einige Trends, wie zum Beispiel die Digitalisierung, stark beschleunigt. Auch nach dem Ende der Pandemie wird das für viele Wachstumstitel ein Rückenwind bleiben.“

Value-Investoren kaufen Aktien von Unternehmen, die unterbewertet sind. Dieser Grundsatz gilt jedoch auch für viele Growth-Investoren, wie Justus Schirmacher klarstellt. „Value Investing wird oft mit dem „Value Faktor“ verwechselt. Value Investing beruht auf der Idee, ein Unternehmen für weniger zu kaufen, als es eigentlich wert ist. Das sollte immer die Grundlage für jegliche Investition sein, egal ob es sich um so genannte Value- oder Growth-Titel handelt. Das also ist ein Leitsatz, den wir als Wachstumsinvestoren ebenfalls anwenden, und der in der Debatte oft vergessen wird.“

Die Schere zwischen Growth und Value geht schon seit über einem Jahrzehnt auseinander. Laut Zahlen der Citigroup sind die Unterschiede der Growth und Value KGVs aktuell größer als zu Zeiten der Dotcom-Blase. Am sichtbarsten wird die Entwicklung an den schwindelerregenden Bewertungen der Tech-Giganten aus dem FAANGM-Universum. „Nach einer so langen Phase der Outperformance für Growth-Titel, musste man mit einem zwischenzeitlichen Rücksetzer rechnen“, so Schirmacher. „Von einer nachhaltigen Trendwende gehen wir allerdings nicht aus.“

Manche Analysten glauben, dass die Erwartung an eine Rückkehr zu Normalität im kommenden Jahr den Value-Titeln zumindest vorübergehend Aufwind geben könnte. Langfristig könne aber auch diese Euphorie die strukturellen Probleme vieler Value-Sektoren nicht beheben, glaubt Schirmacher. „Die schlechte Performance der Value-Indizes war über die letzten Jahre vor allem von einigen wenigen Sektoren getrieben. Solange Banken, Versorger und Energieunternehmen ihre Gewinne nicht strukturell verbessern können, wird die momentane Value Rally kurze Beine haben.“

Autor: Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion

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30.11.2020, 17:53  |  12618   |   |   

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