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Hass und Vorurteile gegen Asiaten in den USA nehmen zu

Gastautor: Rainer Zitelmann
20.03.2021, 12:13  |  1059   |   |   

Sozialneid ist eine Hauptursache für Vorurteile gegen Asiaten. Im Unterschied zu anderen Minderheiten werden Asiaten in den USA auch ganz offiziell diskriminiert – z.B. bei der Zulassung zu Universitäten.

Nach tödlichen Angriffen auf mehrere asiatische Massagesalons im Großraum Atlanta, bei denen acht asiatisch aussehende Menschen umgebracht wurden, haben US-Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris Hass und Rassismus aufs Schärfste verurteilt. Zwar ist der Hintergrund dieser Tat noch nicht klar, aber unabhängig davon, welche Rolle in diesem Fall anti-asiatischer Hass spielt, zeigen die Zahlen, dass Asiaten in den USA seit Ausbruch der Pandemie zunehmend diskriminiert werden.

Laut einer Umfrage des Pew Research Centers berichten drei von zehn Asian-Americans (31 %), dass sie seit Beginn der Pandemie rassistische Beleidigungen oder rassistische Witze erlebt haben. In einem aktuellen Report wird von 3.795 anti-asiatischen Vorfällen berichtet, die bei der Meldestelle „Stop AAPI Hate“ vom 19. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 eingegangen sind. Zwar machen verbale Belästigungen gegen Menschen mit asiatischem Aussehen mit 68 Prozent den Großteil der gemeldeten Vorfälle aus, aber 11 Prozent betreffen auch körperliche Angriffe. Chinesen sind die größte ethnische Gruppe (42,2 %), die berichten, Hass zu erleben, gefolgt von Koreanern (14,8%), Vietnamesen (8,5%) und Filipinos (7,9%).

Unterschiede zu Vorurteilen gegen andere Minderheiten

In jeder Krise brauchen die Menschen offenbar Sündenböcke, denen sie die Schuld geben können. In den USA werden seit Beginn der Corona-Krise zunehmend Übergriffe gegen Asiaten bzw. gegen Bürger mit asiatischer Abstammung gemeldet. Doch Vorurteile gegen Asiaten gibt es nicht erst seit der Corona-Krise. Im Unterschied zu Vorurteilen gegen Schwarze und andere Minderheiten, ist ein wesentliches Motiv für Hass gegen Asiaten Sozialneid.

Die Fakten: Der Anteil der Asiaten in der US-Bevölkerung liegt unter 6 Prozent und ist damit deutlich geringer als von Hispanics (18,3%) und Schwarzen (13,4%). Unter allen ethnischen Gruppen der USA haben asiatische Amerikaner die höchste Lebenserwartung, die niedrigste Kriminalitätsrate und auch das höchste Durchschnittseinkommen: Das Haushaltseinkommen von Amerikanern mit asiatischer Herkunft liegt im Median bei 74.829 Dollar und damit 39 Prozent über dem nationalen Medianeinkommen von 53.657 Dollar.

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