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ROUNDUP 2 Deutschland will Gespräche mit Russland über Sputnik V

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
08.04.2021, 20:14  |  204   |   |   

(neu: Reaktionen Russlands und der Ukraine)

BERLIN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Deutschland will mit Russland über mögliche Lieferungen des Corona-Impfstoffs Sputnik V sprechen. Die EU-Kommission habe erklärt, dass sie über das russische Präparat keine Verträge wie mit anderen Herstellern schließen werde, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag im WDR5-"Morgenecho". Daraufhin habe er bei einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister erklärt, "dass wir dann bilateral auch mit Russland reden werden". Der staatliche russische Direktinvestmentfonds RDIF, der das Vakzin im Ausland vermarktet, bestätigte am Abend Gespräche mit der Bundesregierung.

Dabei gehe es um einen Vorvertrag für den Kauf des Impfstoffes. Details wurden zunächst nicht genannt. Zuletzt hatte der Fonds bei Twitter geschrieben, Deutschland im dritten Quartal mit mehr als 20 Millionen Impfdosen versorgen zu können. Deutschland und Russland würden es verstehen, "dass die Rettung von Menschenleben Priorität hat und das Timing von entscheidender Bedeutung ist". Der russische Impfstoff ist den Angaben nach bereits in fast 60 Ländern registriert.

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Spahn betonte mit Blick auf Sputnik V, dass es zunächst eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA geben müsse. Auch müsse geklärt werden, wie viel Impfstoff Russland kurzfristig liefern könne. Dennoch starteten einige Bundesländer schon vor einer möglichen EU-Zulassung Alleingänge. Bayern unterzeichnete am Mittwoch einen Vorvertrag über 2,5 Millionen Sputnik-Dosen, Mecklenburg-Vorpommern zog am Donnerstag mit einer Option auf eine Million Dosen nach. Der Vorstoß der Länder stieß jedoch auch auf Kritik. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) etwa sieht die Bundesregierung für eine Beschaffung in der Pflicht, wie ein Regierungssprecher erklärte.

In Deutschland sind über die EU derzeit vier Impfstoffe zugelassen. Das Vakzin von Biontech und seines Partners Pfizer war der Erste. Inzwischen kamen die Zulassungen der Mittel von Moderna , Astrazeneca und Johnson & Johnson hinzu. Nach dem Einstieg der Hausärzte stieg die Zahl der Impfungen nun sprunghaft an. So wurden am Mittwoch rund 656 000 Dosen verabreicht - 290 000 mehr als am Vortag, wie aus der Impfstatistik des Robert Koch-Instituts hervorgeht.

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte Anfang März ein Prüfverfahren für Sputnik V im Rahmen einer sogenannten Rolling Review begonnen. Dabei werden Testergebnisse bereits geprüft, auch wenn noch nicht alle Daten vorliegen und noch kein Zulassungsantrag gestellt wurde. Im April wollen EMA-Experten Produktion und Lagerung des Impfstoffs in Russland begutachten.


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