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    Hohe Tech-Gewichtung  15169  0 Kommentare Welt-Portfolio ohne US-Klumpenrisiko – Ist das möglich?

    Anleger, die globale ETFS mit starker US-Konzentration im Portfolio haben, sollten dieses Klumpenrisiko reduzieren, rät unser Gastautor Bryan Perry. Und liefert dazu auch einige Tipps.

    Für Sie zusammengefasst
    • Anleger mit US-ETFS sollten Klumpenrisiko reduzieren
    • Europäische Aktien lohnen sich trotz US-Tech-Giganten
    • Neuer DWS ETF bietet Welt-Portfolio ohne USA an

    Viele Kapitalmarktexperten halten eine Blasenbildung bei Technologieaktien zwar für wenig wahrscheinlich. Denn die aktuell starken Kursgewinne bei Aktien, die von Künstlicher Intelligenz (KI) profitieren, stehen auf einem solideren Fundament. Langfristig gilt der Megatrend KI daher zwar als belastbar, dennoch könnten übertriebene Hoffnungen auf schnelle Steigerungen der Produktivität und damit der Profitabilität und der Umsätze durch den Einsatz von KI immer wieder enttäuscht werden und damit auch zu Rückschlägen führen.

    Auch ohne KI-Blase lohnt sich der Blick über den Tellerrand

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    Auch wenn die US-Tech-Giganten für täglich neue Schlagzeilen sorgen, müssen sich europäische Aktien dennoch nicht verstecken: Der EURO STOXX 50 liegt in diesem Jahr nur minimal hinter dem S&P 500.

    Das hat nun wohl auch das Interesse unter Investoren aus Übersee an Europa geweckt, die traditionell eher am heimischen Aktienmarkt aktiv sind. Laut einer Umfrage unter Fondsmanagern der Bank of America (BofA) wurden die Positionen in europäischen Aktien so stark ausgebaut wie im Juni 2020 vor fast vier Jahren. Neben den volkswirtschaftlichen Kennzahlen in Europa, die zuletzt vermehrt positiv überraschten, dürften auch die günstigere Bewertung zum gestiegenen Appetit auf europäische Werte beigetragen haben.

    Im Vergleich zu US-Aktien sind europäische Aktien mittlerweile im Schnitt um fast 50 Prozent niedriger bewertet. So liegt das KGV des US-amerikanischen S&P 500 derzeit bei 25. Europäische Aktien, gemessen am EURO STOXX 50 beispielsweise, werden mit KGVs von 15 gehandelt. Und Aktien aus Schwellenländern sind mit einem KGV von 14 noch günstiger bewertet.

    Die höheren Bewertungen von US-Aktien können, wenn die Unternehmen steigende Gewinne ausweisen, durchaus gerechtfertigt sein. US-Unternehmen haben in der Vergangenheit oft deutlich höhere Gewinnzuwächse erzielt als ihre europäischen Pendants: Der S&P 500 verzeichnete in den vergangenen 20 Jahren ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von knapp sechs Prozent, der STOXX 600 Europe hingegen nur von rund zwei Prozent. Dieser Unterschied spiegelt sich in der traditionell höheren Bewertung des US-Marktes wider.

    Newcomer von DWS – Welt-ETF ohne USA und US-Exposure nach eigenem Geschmack

    Anleger, die den US-Anteil und damit das Klumpenrisiko im MSCI World-Anteil des Portfolios reduzieren wollen, können hierzu weitere ETFs für Regionen wie Europa oder Japan ins Portfolio holen. Manchem Anleger wird das Portfolio dadurch zu unübersichtlich. Seit dem 6. März 2024 gibt es mit dem Xtrackers MSCI World ex USA ETF 1C (ISIN IE0006WW1TQ4) der DWS eine neue Alternative, das Klumpenproblem des Weltindex zu lösen. Dieser neue ETF bildet die Welt ab, indem er die USA und damit das Tech-Cluster außen vor lässt.

    Der Xtrackers MSCI World ex USA UCITS ETF 1C bildet den MSCI World ex USA Index nach und bietet Zugang zu 870 großen und mittleren Unternehmen aus 22 Industrieländern weltweit, klammert aber die USA aus. Er bietet ein diversifiziertes Investment in unterschiedliche Branchen und deckt 85 Prozent der Marktkapitalisierung der einzelnen Länder ab.

    Derzeit haben japanische Aktien mit rund 21% das höchste Gewicht im ETF. Das zweitgrößte Gewicht hat mit knapp 13 Prozent Großbritannien, gefolgt von Frankreich mit 12 Prozent, Kanada mit zehn Prozent, der Schweiz mit acht Prozent und Deutschland mit 7,6 Prozent. Insgesamt umfasst der Index 870 Einzelaktien.

    Die Top-fünf-Einzelwerte sind Hochkaräter wie das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk, der weltweit größte niederländische Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie ASML, der Schweizer Lebensmittel- und Getränkekonzern Nestlé, der japanische Automobilkonzern Toyota und der französische Luxusgüterkonzern LVMH. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,15 Prozent pro Jahr.

    Der ETF bildet die Wertentwicklung des Index durch vollständige Replikation d.h. er erwirbt alle Indexbestandteile. Die Dividendenerträge werden im ETF thesauriert, d.h. in den ETF reinvestiert. Der Xtrackers MSCI World ex USA UCITS ETF 1C ist mit vier Millionen Euro Fondsvolumen allerdings ein noch sehr kleiner ETF.

    Durch den Ausschluss der USA in ihrem Welt-Portfolio können Anleger sich so über separate ETFs eine individuelle USA-Gewichtung nach eigenem Geschmack aufbauen und diese gezielt steuern. Dies ist z.B. mit dem iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc) (ISIN IE00B5BMR087), der die 500 größten US-Unternehmen abbildet oder auch dem technologielastigen Invesco EQQQ Nasdaq-100 UCITS ETF (ISIN IE0032077012) möglich.

    Für ein breiter diversifiziertes, ausgewogeneres Welt-Portfolio, könnten alternativ auch verschiedene Smart-Beta-ETFs auf US-Aktien – wie z.B. der iShares Edge MSCI USA Momentum Factor UCITS ETF (ISIN IE00BD1F4N50) – eine Überlegung wert sein.

    Tipp aus der Redaktion

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